Hi,
ich bin eigentlich Mechatroniker und habe von Hausinstallationen nicht so die Ahnung.
Ich habe heute bei meiner Schwester eine Steckdose aufgeschraubt dort waren nur PE und Phase. Diese waren einfach nur abisoliert und durchgeschliffen. Jetzt wollte ich mal fragen ob das so überhaupt zulässig ist das PE als N genutzt wird??
Welche Probleme können dabei auftreten? Ist es nicht so das wenn meine Schwester jetzt ihre küchengeräte anmacht, der PE ständig unter Strom steht? Entsteht dadurch nicht eine Gefahr?
Alle Angaben sind ohne Gewähr. Ich garantiere nicht für die Richtigkeit und hafte auch nicht für Folgen die durch selbst vorgenommene Eingriffe in die Elektroanlage entstehen.
Zynismus ist es, wenn ein auf sein Opfer einprügelnder Schläger fragt: Gefällt dir das? Soll ich noch mal zuschlagen?
Sarkastisch ist es, wenn der Geschlagene, anstatt zu wehklagen, erwidert: Aber natürlich! Gleich noch mal!
In alten Anlagen gab es einen PEN. Dieser wurde von der PE Klemme auf die N Klemme der Steckdose geschliffen. Das wird oft als Klassische Nullung bezeichnet. Also nur 2 Ader zur Steckdose. Ist das diese Ausführung?
Es ist seit 73/74 in Deutschland West nicht mehr für neue Anlagen zulässig einen PEN unter 10mm² zu verwenden.
Bei der Klassischen Nullung besteht bei unterbrechen des PEN die Gefahr das Spannung an Geräten der Schutzklasse 1 am Gehäuse anliegt.
Jetzt wollte ich mal fragen ob das so überhaupt zulässig ist das PE als N genutzt wird??
Kommt darauf an, wie alt die Anlage ist, und ob sie in Ost oder West steht.
Zitat:
Welche Probleme können dabei auftreten? Ist es nicht so das wenn meine Schwester jetzt ihre küchengeräte anmacht, der PE ständig unter Strom steht? Entsteht dadurch nicht eine Gefahr?
Eine gefahr entsteht erst, wenn der PEN irgendwo unterbrochen wird.
Ich denke mal die wichtigsten Sachen sind geklärt... Es wird sich wohl um die klassische Nullung handeln (erst PE anklemmen, dann zum Null rüber brücken wenn was abreisst ist der PE immer noch eher angeschlossen). Die Anlage hat dann ja soweit Bestandsschutz. Die Frage ist ja nur warum er die Steckdose aufgeschraubt hat? Wobei Ersatz gegen neue Steckdose ja zulässig ist, aber eine Erweiterung mit zusätzlichen Steckdosen anklemmen ja nicht. Diese müssten über einen RCD (FI) geführt werden
Kommt darauf an, wie alt die Anlage ist, und ob sie in Ost oder West steht.
Stimmt darum ist der Standort und das Baujahr der Installation sehr interessant.
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Alle Angaben sind ohne Gewähr. Ich garantiere nicht für die Richtigkeit und hafte auch nicht für Folgen die durch selbst vorgenommene Eingriffe in die Elektroanlage entstehen.
Zynismus ist es, wenn ein auf sein Opfer einprügelnder Schläger fragt: Gefällt dir das? Soll ich noch mal zuschlagen?
Sarkastisch ist es, wenn der Geschlagene, anstatt zu wehklagen, erwidert: Aber natürlich! Gleich noch mal!
Hallo,
ich habe mit diesen alten Anlagen Bauschmerzen.
Die Verbindungen sind oft über 35 Jahre alt.
Ein lösen der PEN Verbindung bedeutet Lebensgefahr.
Ein heute üblicher Schutz durch FI mit <= 30mA ist um ein mehrfaches Sicherer und denkt andere Fehler ab, sowie ein zusätzlichen Brandschutz.
Hier würde der Eigentümer ein Protokoll mit der dringenden Empfehlung zur Anpassung von mir bekommen.Zwingen kann man ihn jedoch nicht.
Meine Schwester meinte das Haus wäre von 67. Das Kabel ist Grün gelb müsste es dann nicht wenn Blau sein??
Bigdie: Könntest du mir das mit dem unterbrochenen PEN-Leiter näher erklären. Müsste man nicht einen schlag bekommen wenn man an den stromführenden PE fasst??
Noch mal von Vorn.
Es ist hier ein PEN in der Zuleitung zur Steckdose.
Ein PEN hat die Funktion von N und PE in einer Ader.
Der PEN hat nach VDE die Farbe Grün-Gelb zu haben. In älteren Anlagen auch Grau.
Im normalen Betrieb fließt der Strom von der Phase durch das Gerät über den PEN wieder ins Netz. Kein Problem.
Erst wenn der PEN vor der Steckdose unterbrochen wird, fließt der Strom über die PE Brücke sowie das Gehäuse eines Verbrauchers weiter durch eine Person zu Erde.