+ Antworten
Seite 3 von 3 ErsteErste 1 2 3
Ergebnis 21 bis 25 von 25

Thema: SAT-Anlage Erdung - An Banderder Kreuzerder oder HES anschliess?

  1. #21
    Rocky14 ist offline Neuer Benutzer Schlitzeklopfer
    Registriert seit
    18.06.2009
    Ort
    Südhessen
    Beiträge
    13

    Standard AW: SAT-Anlage Erdung - An Banderder Kreuzerder oder HES anschliess?

    Jetzt war mal ein Elektriker (kein Meister) der mir von einem Bekannten genannt wurde da und hat sich das ganze angeschaut.
    Er hat mir folgendes gesagt:
    1. Die Leitungen von Heizung, Wasser und GAS sind im alten Bereich nicht an PEN angeschlossen was umgehend gemacht werden muss. An der HES im neuen Bereich sind lediglich die Badewannen bzw. Duschkabienen angeschlossen.
    2. Potentialausgleichschiene im alten Bereich setzen und die Verbindung von Alt nach Neu mit 25qmm Kabel herstellen. Den PEN auftrennen und an die neue PA-Schiene mit anschließen.
    3. Alle metallenen Leitungen auch Heizung Vor- Rücklauf mit Bandrohrschellen an die neue PA-Schiene anschließen.
    4. Er würde den Antennenmast AUF KEINEN FALL erden, da keine ordentliche Blitzschutzanlage auf dem Dach montiert ist. Ich würde durch die Erdung des Mastes einem Blitz regelrecht die "Hand" reichen. Der Nachbar nebenan hat sein Dach kpl. mit Solarpanels zugedeckt und eine Blitzschutzanlage ist montiert. Wenn ein Blitz einschlägt dann wäre es dort.....
    Wäre auf meinem Dach ebenfalls eine Blitzschutzanlage montiert, dann würde er den Mast selbstverständlich dort mit anschließen.
    Herzliche Grüße,
    Markus

  2. #22
    Avatar von bigdie
    bigdie ist offline Boardinventar Lasteinschalter
    Registriert seit
    30.04.2009
    Beiträge
    6.671

    Standard AW: SAT-Anlage Erdung - An Banderder Kreuzerder oder HES anschliess?

    Hallo
    Der Anfang ist Ok, bis auf das 25mm², das sicher etwas übertrieben ist.
    Punkt 4 Ist ein leider weit verbreiteter Irrglaube.
    1. Selbst wenn das Nachbarhaus 10m höher ist, und einen Blitzschutz hat, bedeutet das nicht, das der Blitz dort einschlägt und nicht bei dir.
    2. hat der Mast oder doch zumindest das Lnb aus der Sicht des Blitzes Erdpotential, ob das ganze dem Blitzstrom gewachsen ist, weiß der Blitz erst, wenn er es probiert und dann ist es für dein Haus und evtl. auch für dein Leben zu spät, mal anschaulich erklärt
    PS. Da es schon nachfragen gab. Wer meine Mäuse mal größer sehen will: www.frankdistler.de/images/maeuse.jpg

  3. #23
    Rocky14 ist offline Neuer Benutzer Schlitzeklopfer
    Registriert seit
    18.06.2009
    Ort
    Südhessen
    Beiträge
    13

    Standard AW: SAT-Anlage Erdung - An Banderder Kreuzerder oder HES anschliess?

    Ich habe mich jetzt schon einige Zeit mit diesem Thema (dank Eurer Hilfe) beschäftigt.
    Ich schwanke zwischen zwei Möglichkeiten hin und her:
    1. Antennenmast via 16qmm Cu an HES anschließen -> kein äusserer Blitzschutz!
    2. Fangstange an Mast montieren und separat an Fundamenterder vom Nacbbarn anschließen. Antennenmast an HES bzgl. PA anschließen.
    Das blöde hierbei ist, dass ich eine Verbindung vom Fundamenterder vom Nachbarn zu meinem HES herstellen müsste, da ja alle Erdungsanschlüsse untereinander verbunden sein müssen, was eigentlich nicht realisierbar ist.

    Abschließende Frage:
    Würde ich mit einer Fangstange am Mast nur halbe Sachen bzgl. Blitzschutzes meines Hauses machen und somit mehr unsicherheit einbauen? Oder ist das immer noch die bessere Methode im Vergleich zu 1 wo ich lediglich den Mast an einen Potentialausgleich anschließe? Beides ist ja VDE konform.
    Herzliche Grüße,
    Markus

  4. #24
    Dipol ist offline Benutzer Strippenzieher
    Registriert seit
    30.03.2008
    Beiträge
    35

    Standard AW: SAT-Anlage Erdung - An Banderder Kreuzerder oder HES anschliess?

    Zitat Zitat von Rocky14 Beitrag anzeigen
    Jetzt war mal ein Elektriker (kein Meister) der mir von einem Bekannten genannt wurde da und hat sich das ganze angeschaut.
    Er hat mir folgendes gesagt:
    .....
    4. Er würde den Antennenmast AUF KEINEN FALL erden, da keine ordentliche Blitzschutzanlage auf dem Dach montiert ist.
    Auch profunde Ahnungslosigkeit ist ab einem gewissen Punkt kriminell. Nach EN 60728-11 oder DIN VDE 0855 sind Dachantennen erdungspflichtig, egal ob das Haus einen Blitzschutz hat oder nicht. Bei einer derartigen Normferne sollte die Handwerkskammer die Zwangsalternativen Fortbildung oder Berufsverbot verfügen können. Und leider kann man in einem freien Land auch niemand daran hindern, seine normentechnische Fortbildungsresistenz auch mit fachlich völlig unhaltbaren Thesen zu garnieren.
    Zitat Zitat von Rocky14 Beitrag anzeigen
    Ich würde durch die Erdung des Mastes einem Blitz regelrecht die "Hand" reichen.
    Spätestens diese Formulierung schreit nach der Einführung der Scharia. Offenbar hält er das Koaxkabel für den besseren Erdungsleiter.
    Zitat Zitat von Rocky14 Beitrag anzeigen
    Der Nachbar nebenan hat sein Dach kpl. mit Solarpanels zugedeckt und eine Blitzschutzanlage ist montiert. Wenn ein Blitz einschlägt dann wäre es dort.....
    Hoffentlich weiß das auch der Blitz!
    Zitat Zitat von Rocky14 Beitrag anzeigen
    Wäre auf meinem Dach ebenfalls eine Blitzschutzanlage montiert, dann würde er den Mast selbstverständlich dort mit anschließen.
    Na logo, und dank profunder Ahnungslosigkeit auch ohne Skrupel an eine Blitzschutzanlage die noch über die früher üblichen separaten Erdspieß verfügt und keinerlei Wartungsintervalle erlebt hat. Von einem normgerechten mastnahen Potenzialausgleich der Antennenkabel hat diese verhinderte Blitzschutzfachkraft vermutlich auch noch nichts gehört.
    Zitat Zitat von Rocky14 Beitrag anzeigen
    Ich schwanke zwischen zwei Möglichkeiten hin und her:
    1. Antennenmast via 16qmm Cu an HES anschließen -> kein äusserer Blitzschutz!
    2. Fangstange an Mast montieren und separat an Fundamenterder vom Nacbbarn anschließen. Antennenmast an HES bzgl. PA anschließen.
    Das blöde hierbei ist, dass ich eine Verbindung vom Fundamenterder vom Nachbarn zu meinem HES herstellen müsste, da ja alle Erdungsanschlüsse untereinander verbunden sein müssen, was eigentlich nicht realisierbar ist.
    Bingo, meine Prophezeiung ist eingetreten! Du hast bereits bezüglich Erdung und Blitzschutz mehr Normkenntnis als dein Elektriker!
    Zitat Zitat von Rocky14 Beitrag anzeigen
    Abschließende Frage:
    Würde ich mit einer Fangstange am Mast nur halbe Sachen bzgl. Blitzschutzes meines Hauses machen und somit mehr unsicherheit einbauen?
    Schau dir mal das ABB Merkblatt 13 an. Eine nach Schutzwinkelverfahren installierte Fangstange deckt in erster Linie die Antenne ab. Damit ist im ungeschützten Dachbereich keinerlei Verschlechterung der Blitzschutzsicherheit verbunden.
    Zitat Zitat von Rocky14 Beitrag anzeigen
    Oder ist das immer noch die bessere Methode im Vergleich zu 1 wo ich lediglich den Mast an einen Potentialausgleich anschließe? Beides ist ja VDE konform.
    So lange eine Blitzschutzanlage nicht baurechtlich gefordert ist, bleibt das eine freiwillige Schutzmaßnahne. Damit eine isolierte oder klassische Antennenerdung normkonform ist, muss das Paket aus Erdung und PA stimmen!

    Nur mit der isolierten Antennenerdung über eine Fangstange kann man galvanische Blitzstromeinkopplungen in die Antennenkabel ausschließen.

    Ein VDE-Auswahlabo kann sich heute kaum ein Installateur mehr leisten, ein Abo der Fachzeitschrift de z. B. aber schon. Trotz frei erhältlicher Publikationen von DEHN, Kleiske und Co. ist es aber selbst unter ansonsten normkundigen Elektrikern noch weitgehend unbekannt, dass man bei erdungspflichtigen Antennen den ersten PA mastnah setzen muss und wegen des Schleifenverbots den PA eines Multischalters im UG auch nur ausschließlich am Antennenmast erden darf. Noch heute ist die häufigste Fachbauleiterbeanstandung, dass der 16 mm² Erdungsdraht kein Einzelmassivdraht ist.

    Nächsten Monat tritt die DKE-Kommission für die neue EN 60728 zusammen, mal sehen was dabei an Neuigkeiten heraus kommt. Da wird der mehrdrähtige Cu-Erdungsdraht evtl. wieder erlaubt, sofern die Klemmen blitzstromtragfähig "zertifiziert" sind. Viel Spass bei der Suche nach zertifizierten Klemmen und Kabelschuhen.

  5. #25
    Dipol ist offline Benutzer Strippenzieher
    Registriert seit
    30.03.2008
    Beiträge
    35

    Standard AW: SAT-Anlage Erdung - An Banderder Kreuzerder oder HES anschliess?

    Zitat Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
    Nächsten Monat tritt die DKE-Kommission für die neue EN 60728 zusammen, mal sehen was dabei an Neuigkeiten heraus kommt. Da wird der mehrdrähtige Cu-Erdungsdraht evtl. wieder erlaubt, sofern die Klemmen blitzstromtragfähig "zertifiziert" sind. Viel Spaß bei der Suche nach zertifizierten Klemmen und Kabelschuhen.
    Die neue Ausgabe der EN 60728-11 ist im Juni in Kraft getreten. Die alte Ausgabe darf noch bis 1.10.2013 angewendet werden.

    Entgegen den geschilderten Überlegungen in einem Manuskript genannten Vorentwurf der EN 60728-11, wurde die seit 1994 verbotene mehrdrähtige Ausführung des 16 mm² Cu-Erdungsdrahts nicht wieder zugelassen! Für die Antennenerdung ist somit weiterhin ein 16 mm² Cu-Einzelmassivdraht vorgeschrieben. Der Hinweis aus dem Vorentwurf, dass die Klemmen blitzstromtragfähig sein müssen, wurde aber aufgenommen. Die meisten handelsüblichen Erdungsbänder sind nicht für 100 kA ausgelegt und somit nur für Potenzialausgleich zulässig.

    Wer sich etwas intensiver mit Blitzschutz befasst hat, wendet sich ob der neuen Freiheiten wie dem "temporären" Potenzialausgleich mit Grausen ab. Für den PA genügt bei einem geschützten Draht nunmehr auch ein Querschnitt von 2,5 mm Cu. Der darf auch fein- oder mehrdrähtig sein wenn Adernendhülsen oder Kabelschuhe verwendet werden.

+ Antworten
Seite 3 von 3 ErsteErste 1 2 3

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

     

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein