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Thema: Stahlbauhalle Blitzschutz + PA

  1. #1
    Avatar von Jörg67
    Jörg67 ist offline Boardinventar Lasteinschalter
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    Standard Stahlbauhalle Blitzschutz + PA

    So Dipol und alle Interessierten, hier die nächste Katastrophe

    Zum Verständnis zunächst eine kleine Baubeschreibung. Stahlbauhalle, siehe Skizze der Giebelwand im Anhang. Der Stahl beschränkt sich hier auf das Grundgerüst. Pfosten und Sparren Stahl, Verbindung der Felder unternander Stahlrohre. Alle Verbindungen geschraubt.
    Pfosten stehen 1m tief in Einzelfundamenten.
    Wände Beton und Mauerwerk.
    Dach: auf den Sparren liegen schwere Pfetten aus Nadelholz, darauf Eternit.

    Fundamenterder wie Blitzschutz gibt es nicht.

    1) Meine Vorgänger haben an einer Giebelwand einen Mast an den mittleren Pfosten geschweißt, der 1m über den First ragt. Vom Mast ist ein Stahldraht über den Hof gespannt, an dem eine Elektroleitung geführt ist (Stromzufuhr für einen Schuppen).

    Das Ding gehört wieder gekappt, klar. Wenn da der Blitz reinfährt, erwarte ich daß der Blitzstrom sich auf die gesamte Stahlkonstruktion verteilt und im Geiste sehe ich die Pfetten brennen. Right?

    2) Ist diese Dachkonstruktion mit ihren automatisch geerdeten Stahteilen nicht auch ohne den Mast recht attraktiv für Blitze?

    3) Neben dieser Halle steht ein Turm mit Blitzschutzanlage. Höhe 16,5m. Die Halle, Firsthöhe 6m, ist 50m lang. Ich glaube, der Turm schützt mich nur bedingt.

    Nun zum PA, Aufzucht und Hege.

    Als die Halle nachträglich doch einen Stromanschluß bekam, wurde ein Stützerder geschlagen (TN). Es gibt 3 weitere Unterverteiler, die Entfernungen sind groß, auch dort wurde jeweils ein Erder geschlagen. Soweit schön für mich.

    a) Die Pfosten der Stahlkonstruktion, gehören die alle verbunden und in den PA einbezogen?
    Schwer durchführbar, in einer völlig zugebauten und vollgerümpelten Halle.

    b) An einem der Pfosten ist ein Wasserhahn angeschraubt und mit dem PE des Warmwasserspeichers verbunden. Ich bin mir manchmal unsicher, ob das ein genialer Plan war.

    So, jetzt habt ihr Futter
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Stahlbauhalle Blitzschutz + PA-halle.jpg  
    Sind des Schäfchens Locken braun, lehnt es am Elektrozaun.

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  2. #2
    elo22 ist offline Boardinventar Lasteinschalter
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    Standard AW: Stahlbauhalle Blitzschutz + PA

    Zitat Zitat von Jörg67
    Das Ding gehört wieder gekappt, klar. Wenn da der Blitz reinfährt, erwarte ich daß der Blitzstrom sich auf die gesamte Stahlkonstruktion verteilt und im Geiste sehe ich die Pfetten brennen. Right?
    Nicht nur das, auch die Zuleitung wird es nicht überleben.

    Zitat Zitat von Jörg67
    Ist diese Dachkonstruktion mit ihren automatisch geerdeten Stahteilen nicht auch ohne den Mast recht attraktiv für Blitze?
    urban legend

    Zitat Zitat von Jörg67
    Als die Halle nachträglich doch einen Stromanschluß bekam, wurde ein Stützerder geschlagen (TN). Es gibt 3 weitere Unterverteiler, die Entfernungen sind groß, auch dort wurde jeweils ein Erder geschlagen. Soweit schön für mich.
    Da hätte man nach Messung direkt an die Pfeiler gehen können.

    Zitat Zitat von Jörg67
    Die Pfosten der Stahlkonstruktion, gehören die alle verbunden und in den PA einbezogen?
    IMHO ja, da reicht einmal die oben schon erwähnte Verbindung mit dem PEN. Im Dachbereich ist doch eh alles verbunden oder?


    Zitat Zitat von Jörg67
    An einem der Pfosten ist ein Wasserhahn angeschraubt und mit dem PE des Warmwasserspeichers verbunden. Ich bin mir manchmal unsicher, ob das ein genialer Plan war.
    Das dann ein PA zwischen dem PE/PEN und einem Erder darstellt aber mit zugeringen Querschnitt.

    Lutz

  3. #3
    Avatar von Zelmani
    Zelmani ist offline Erfahrener Benutzer Hülsenpresser
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    Standard AW: Stahlbauhalle Blitzschutz + PA

    Ich sag mal, was mir dazu einfällt. Ich hoffe, ich krieg nicht in allen Punkten eine Kopfwäsche vom Fachmann...

    Zitat Zitat von Jörg67 Beitrag anzeigen
    1) ... Das Ding gehört wieder gekappt, klar. Wenn da der Blitz reinfährt, erwarte ich daß der Blitzstrom sich auf die gesamte Stahlkonstruktion verteilt und im Geiste sehe ich die Pfetten brennen. Right?
    Glaub ich nicht mal - wenn die Stahlpfosten eine gute Erdverbindung haben. Eine möglichst niederohmige Ableitung des Blitzstroms ist ja genau das, was mechanischen Zerstörungen und Brandentstehung vorbeugt. Und dass da ein Stromkabel an dem Stahlseil hängt ist vielleicht auch nicht unbedingt von Nachteil - im Falle eines Einschlags hast Du dann nämlich L,N und PE auf dem selben Potential.

    Zitat Zitat von Jörg67 Beitrag anzeigen
    2) Ist diese Dachkonstruktion mit ihren automatisch geerdeten Stahteilen nicht auch ohne den Mast recht attraktiv für Blitze?
    Glaub ich auch nicht. Entscheidend für das Einschlagsrisiko ist die Feldliniendichte und mithin die Geometrie eines Gebäudes bzw. Gebäudeteils in seiner Umgebung, nicht der Umstand, ob es niederohmig geerdet ist oder nicht. Sonst würd sich der Blitz z.B. ja nie einen Maibaum aussuchen...

    Zitat Zitat von Jörg67 Beitrag anzeigen
    3) Neben dieser Halle steht ein Turm mit Blitzschutzanlage. Höhe 16,5m. Die Halle, Firsthöhe 6m, ist 50m lang. Ich glaube, der Turm schützt mich nur bedingt.
    Das glaub ich jetzt mal. Aber ohne den Turm wär das Einschlagsrisiko für die Halle vermutlich größer.

  4. #4
    Avatar von Strippentod
    Strippentod ist offline Boardinventar Schmorstellenfinder
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    Standard AW: Stahlbauhalle Blitzschutz + PA

    Mir fällt hierzu spontan das Thema Potentialsteuerung ein:
    Elektropraktiker: Fachartikel
    Ob dies hier zur Anwendung hätte kommen müssen kann uns sicher Käpt´n Dipol sagen. So lasset ihn sprechen.
    "Wir essen jetzt Opa!" - "Wir essen jetzt, Opa!"
    Satzzeichen können Leben retten.

  5. #5
    Avatar von Jörg67
    Jörg67 ist offline Boardinventar Lasteinschalter
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    Standard AW: Stahlbauhalle Blitzschutz + PA

    Also dieser Mast bereitet mir Kopfzerbrechen. Einerseits denke ich, der ist ja über die Stahlkonstruktion bestens geerdet. Aber innerhalb des Gebäudes. Und ich habe schlicht keinerlei Vorstellung, ob der Stahl bei einem satten Einschlag so heiß wird, daß aufliegende Kiefernbalken brennen. Vielleicht kokeln die auch nur an und verlöschen wieder.

    Das ist das Problem, man kann sich nichts vorstellen was man nicht in der Praxis gesehen hat. Ich jedenfalls nicht. Ausgebrannte Dachstühle gibts, ja, aber unter völlig anderen Bedingungen wie hier.

    Zitat Zitat von elo22 Beitrag anzeigen

    IMHO ja, da reicht einmal die oben schon erwähnte Verbindung mit dem PEN. Im Dachbereich ist doch eh alles verbunden oder?

    Richtig. Allerdings sämtlich Schraubverbindungen. Das ganze ist 40 jahre alt und rostet fröhlich vor sich hin.
    Ich stelle mir vor, eine Messung zwischen 2 Pfosten, jeweils am anderen Ende, ob die Konstruktion noch niederohmig durchverbunden ist.
    Frage: mit welchem Meßgerät nach welcher Methode wäre eine solche Messung durchzuführen?

    Weiters gibt es genau in der Mitte keine Verbindung. Denn eigentlich sind das zwei aneinandergebaute Hallen. In der Mitte eine gemeinsame Mauer, das gilt auch als Brandabschnitt. Wäre da eine Verbindung herzustellen, oder wäre das gerade wieder falsch.
    Sind des Schäfchens Locken braun, lehnt es am Elektrozaun.

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  6. #6
    elo22 ist offline Boardinventar Lasteinschalter
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    Standard AW: Stahlbauhalle Blitzschutz + PA

    Zitat Zitat von Jörg67
    Richtig. Allerdings sämtlich Schraubverbindungen. Das ganze ist 40 jahre alt und rostet fröhlich vor sich hin.
    Ja da müsstest Du Hand anlegen. Vielleicht ein Rd10 als Ring im Dach.

    Zitat Zitat von Jörg67
    Weiters gibt es genau in der Mitte keine Verbindung. Denn eigentlich sind das zwei aneinandergebaute Hallen. In der Mitte eine gemeinsame Mauer, das gilt auch als Brandabschnitt. Wäre da eine Verbindung herzustellen, oder wäre das gerade wieder falsch.
    Ich tippe auf Verbindung, dann Rd10 wie oben geschrieben.

    Lutz

  7. #7
    Avatar von Jörg67
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    Standard AW: Stahlbauhalle Blitzschutz + PA

    Auch im Dach wäre das leider ein furchtbarer Akt. Hier und da kommt man nicht mehr wirklich dran, auch Klemmen anbringen wird lustig. Geht praktisch nicht, oder man bohrt da Löcher und schneidet Gewinde, oder was anschweißen.

    Könnte man daher nicht damit leben, PA-Leiter nur zu den Pfosten zu ziehen, die in Arbeitsbereichen liegen und wo man überhaupt theoretisch unterschiedliche Potentiale anpacken könnte? Das ist jetzt bestimmt wieder normwidrig, aber mal praktisch betrachtet.
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  8. #8
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    Hölle ! neuer wohnort Lummerland, schön hier
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    Standard AW: Stahlbauhalle Blitzschutz + PA

    wenn ich das richtig verstehe steht jeder stahl pfphsten für sich in einem fundarment. was wahrscheinlich bei der errichtung der halle schon ein fehler war. da es ja versäumt worden ist ein fundarmenterder zu erstellen und auch durch die bauliche substanz es einige schwierigkeiten gibt. würde ich das gnaze in der halle verkabeln mit 25²mm kupfer und jeden pfeiler mit ein beziehen. zum masten würde ich auch ein 25²mm kupfer draht ziehen und dort mit einer selbst gebauten schelle das ganze dann verbinden. aber das muß nichts heißen. nur ein tip.
    The 3 Phasen Fredi himself ! Einer von der härtesten. Einfach kann jeder.

  9. #9
    Avatar von Jörg67
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    Standard AW: Stahlbauhalle Blitzschutz + PA

    Fehler in dem Sinne nicht, diese Bauweise ist heut noch angewendet, und ursprünglich war es ein nicht bestromtes Lager.
    Natürlich hat der Bauernverein das dann alsbald doch bestromt, und wie das bis 1998 aussah, darüber decken wir mal den Mantel des Schweigens...

    Ich krieg das nicht geregelt mit alle verbinden! Es sei denn Du kommst her und hilfst mir
    Ich hol auch lecker Bierchen und Meeresgetier, na wie wärs.
    Sind des Schäfchens Locken braun, lehnt es am Elektrozaun.

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  10. #10
    Avatar von Zelmani
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    Zitat Zitat von Jörg67 Beitrag anzeigen
    ...Ich stelle mir vor, eine Messung zwischen 2 Pfosten, jeweils am anderen Ende, ob die Konstruktion noch niederohmig durchverbunden ist.
    Frage: mit welchem Meßgerät nach welcher Methode wäre eine solche Messung durchzuführen?
    Hmm, Du hast nicht zufällig ein Multimeter und einen Kochtopf oder 'ne Bratpfanne zur Hand? Nee, Spaß beiseite, ich verschon Euch jetzt mit dem Quatsch...

    Wie wär's mit einer Niederohmmessung mit einem handelsüblichen Installationstester und 200mA Prüfstrom? Das könnt schon mal einen ganz brauchbaren Anhalt liefern. Ich kenne jetzt die genaue Konstruktion nicht, aber das wird ja so vermascht sein, dass Du theoretisch eine tolle Verbindung zwischen Pfosten 1 und Pfosten 50 misst, aber in der Mitte mehrere tote Inseln sein können, die keine leitfähige Verbindung zu den benachbarten Pfosten haben... Da müsst man sich dann halt ein System überlegen, wie man mit möglichst wenigen Messungen alle Pfosten einbeziehen kann...

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