Natürlich kann man NH-Lasttrenner auf Hutschiene monieren. Das ist doch nicht neues. Gibts z.b. von Siemens.
Natürlich kann man NH-Lasttrenner auf Hutschiene monieren. Das ist doch nicht neues. Gibts z.b. von Siemens.
Bei 125A kommt an der UV mindestens ein 50mm² an, wie soll das auf einen Linocur passen? Selbst die Ausführung mit Kurzschlussfester Leitung wird da schon schwierig.
Sinnvoll bei der Power wäre:
Zul. auf 125 A Hauptschalter von da im geeigneten Querschnitt auf Stromschiene auf der Neozed Reiter sitzen, anstatt der Linos.
Gruß
Frank
PS. Da es schon nachfragen gab. Wer meine Mäuse mal größer sehen will: www.frankdistler.de/images/maeuse.jpg
Also: wenn in der einspeisenden Verteilung eine Absicherung mit 125 A existiert, wird also zur betrachtenden UV ein Kabel mit einem Aderquerschnitt von mindestens 50 mm2 liegen.
Wenn dann in der zu betrachtenden UV das Kabel auf ein internes Sammelschienensystem mit Cu 5x10mm geht und von da aus einzeln mit kurzen Einzeladern (H07, 16mm2) die Neozed-Elemente einspeist, ist eigentlich alles von der Absicherung in der HV geschützt.
Natürlich kann ich auch Reiter-Sicherungselemente in D02-Größe auf die SS setzen.
In der UV setze ich persönlich einen NH-Sicherungslasttrenner mit Trennmesser und NICHT mit Sicherungen.
Begründungen:
a) Eine (wirkungsvolle und ausreichende!) Absicherung existiert doch schon (siehe obere Erläuterung!), deshalb die Trennmesser und KEINE Sicherungen, denn ich brauche auch keine selektive Absicherung (siehe oben).
b) Den Trenner setze ich als unmittelbare, sichtbare Trennstelle, wenn innerhalb der UV gearbeitet wird und ich sicherstellen will, dass wirklich keine Spannung ansteht (5 Sicherheitsregeln!), auch wenn in der einspeisenden HV der Abgang freigeschaltet worden ist.
Dann muss das 16mm² aber abbrandsichere Leitung sein, weil übersichert.Wenn dann in der zu betrachtenden UV das Kabel auf ein internes Sammelschienensystem mit Cu 5x10mm geht und von da aus einzeln mit kurzen Einzeladern (H07, 16mm2) die Neozed-Elemente einspeist, ist eigentlich alles von der Absicherung in der HV geschützt.
PS. Da es schon nachfragen gab. Wer meine Mäuse mal größer sehen will: www.frankdistler.de/images/maeuse.jpg
den Ausdruck "abbrandsichere Leitung" gibt's nicht, ausserdem habe ich extra die H07-Aderleitung genommen (die nacke Ader ist zuwenig!)
Was es auch heute noch gibt, ist eine "erd- und kurzschlusssichere Verlegung".
Dazu muss eine Aderleitung genommen werden mit doppelter bzw. verstärkter Basisisolierung, denn nur diese ist "erd- und kurzschlussfest" und darf eine Einzellänge von etwa einem Meter nicht überschreiten!
das gibt es heute aber immer noch, nämlich z.B. in jeder Hauptverteilung, in der die Spannung von den Sammelschienen abgegriffen wird und dann auf Sicherungselemente (Neozed D02) geführt wird, von da aus auf ein Multimessgerät (ist heute Standard) geht,
Wenn du H07-Aderleitung genommen hast und 16mm² mit 125A absicherst ist das nicht in Ordnung.
PS. Da es schon nachfragen gab. Wer meine Mäuse mal größer sehen will: www.frankdistler.de/images/maeuse.jpg
Nochmal: ich habe in der UV ein Sammelschienensystem aus CU 10x5 mm.
Das kann ich mit 200A absichern.
Ich habe dieses Sammelschienensystem in der einspeisenden HV abgesichert mit 125A.
Bis hierher ist alles klar.
So, jetzt kommt's:
Ich darf (jeder darf!!!) von dieser Sammelschiene mit einer kurzen (z.B. mit einer Länge von etwa 30 cm) "erd-und kurzschlußfesten Einaderleitung" zum Neozed-Element gehen.
Die "kurzschluss- und erdschlußsichere Verlegung von Kabeln und Leitungen" ist in VDE 0100-520:2003-08, 521.13 beschrieben.
Kurz- und Erdschlusssicher sind Kabel und Leitungen dann, wenn bei bestimmungsgemäßen Betriebsbedingungen weder mit einem Kurzschluss noch mit einem Erdschluss zu rechnen ist.
Als erd- und kurzschlusssichere Verlegung gelten:
- Starre Leiter die gegenseitiges Berühren und Berühren mit Erde ausschliessen, zum Beispiel Sammelschienen, Schienenverteiler.
Bei Kupferschienen in Verteilanlagen sind diese so zu befestigen, dass sie den Kräften eines Kurzschlusses in der weiteren Anlage mechanisch widerstehen.
- Einaderleitungen, die so verlegt sind, dass eine gegenseitige Berührung und eine Berührung mit Erde ausgeschlossen werden kann, oder deren Isolation einer Nennspannung von 3 kV widerstehen (geprüft sind).
Und genau letzteres habe ich verwendet.
H07VK hat eine Nennspannung von 450/750V und eine Prüfspannung von 2500V.- Einaderleitungen, die so verlegt sind, dass eine gegenseitige Berührung und eine Berührung mit Erde ausgeschlossen werden kann, oder deren Isolation einer Nennspannung von 3 kV widerstehen (geprüft sind).
PS. Da es schon nachfragen gab. Wer meine Mäuse mal größer sehen will: www.frankdistler.de/images/maeuse.jpg
Zitat:
- Einaderleitungen, die so verlegt sind, dass eine gegenseitige Berührung und eine Berührung mit Erde ausgeschlossen werden kann,
oder
deren Isolation einer Nennspannung von 3 kV widerstehen (geprüft sind).
Das "oder" sagt, dass ich mich nach dem ersten Satzteil richten darf, auch wenn die Prüfspannung nur 2500 V beträgt, d.h. ich muss die Einaderleitung dementsprechend möglichst kurz machen und fixieren, dann geht's auch!
Übrigens würde ich die dreupoligen Reihenelemente z.B. von Wöhner nehmen, die direkt auf die Sammelschienen aufgesetzt werden, dann bin ich den Ärger ganz los :-)
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