+ Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 10

Thema: Bistabile Kippschaltung

  1. #1
    easygoing ist offline Neuer Benutzer
    Registriert seit
    30.09.2008
    Beiträge
    4

    Standard Bistabile Kippschaltung

    Hallo zusammen
    Ich habe ein grundlegendes Verständnisproblem im Bezug auf Flipflops.
    Ich gehe hierbei von der Schaltung im Anhang aus. Ich verstehe was das Flipflop tut, ich verstehe nur nicht warum es das tut. In einer Video-Vorlesung habe ich folgenden Satz gehört: "Wenn T1 durchschaltet, dann liegt die Masse virtuell auf A1". Daraus folgere ich: Wenn Strom durch T1 fließt, dann ist die Spannung zwischen A1 und Masse gering und das Potential des Punktes A1 ist dann ebenso gering. Ich verstehe nur nicht weshalb. Warum ändert sich das Potential des Punktes A1 wenn T1 nun durchschaltet?

    Das ist bestimmt totales Grundlagenwissen, aber ich finde keine brauchbaren Infos über die Zusammenhänge, deshalb hoffe ich auf Eure Hilfe. Danke im Voraus.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Bistabile Kippschaltung-flipflop_by_trexer.jpg  

  2. #2
    Matze001 ist offline Super-Moderator Lizenz zum Löten
    Registriert seit
    14.09.2008
    Ort
    Ostrach
    Beiträge
    1.258

    Standard AW: Bistabile Kippschaltung

    Hallo!

    In diesem Fall musst du dir den Transistor wie ein Schalter vorstellen.
    Die Gesammte Spannung fällt dann am Widerstand ab, über dem Schalter keine.
    Somit ist Punkt A1 auf Masse gelegt.

    MfG

    Marcel

  3. #3
    easygoing ist offline Neuer Benutzer
    Registriert seit
    30.09.2008
    Beiträge
    4

    Standard AW: Bistabile Kippschaltung

    Die Gesammte Spannung fällt dann am Widerstand ab, über dem Schalter keine.
    Ok, nehmen wir mal an, dass T1 sperrt. Wie kann dann ein Basisstrom zu T2 fließen, wenn an diesem Widerstand (ist ja der gleiche) die gesamte Spannung abfällt? Und warum ist da noch der andere Widerstand RB2 ? Wäre nett wenn du mir da auch noch weiterhilfst

  4. #4
    Avatar von kalledom
    kalledom ist offline Boardinventar Lasteinschalter
    Registriert seit
    11.05.2007
    Ort
    Euskirchen-Großbüllesheim
    Beiträge
    2.659

    Standard AW: Bistabile Kippschaltung

    Hallo,
    wenn an der Basis eines Transistors eine Spannung von 0,5...0,9V gegenüber Emitter anliegt, dann fließt ein Basis-Strom und die Collektor-Emitter-Strecke wird leitend (schaltet durch). Höher darf die Basisspannung nicht werden, sonst wird der Basis-Strom zu hoch und zerstört den Transistor. Diese Strombegrenzung erfolgt ganz einfach durch einen Basis-Vorwiderstand (Rb1 und Rb2).
    Schau mal unter http://www.domnick-elektronik.de/elekts1.htm

    Einer der beiden Transistoren ist immer durchgeschaltet.
    Wenn T1 durchgeschaltet ist, dann liegt Rb2 sozusagen an GND (am Minuspol); die Basis-Spannung von T2 ist damit unterhalb 0,7V, so daß T2 sperrt (nicht durchgeschaltet). Damit liegt an Rb1 über den Collektor-Widerstand von T2 Plus an; dadurch fließt ein Basis-Strom nach T1, so daß der Zustand erhalten bleibt, bis ....
    die Basis von T1 am Eingang E1 auf GND geschaltet wird ......
    Dann ist die Basis-Spannung 0V, durch T1 fließt kein Baisis-Strom mehr, die Collektor-Emitter-Strecke von T1 wird hochohmig und über den Collektor-Widerstand von T1 kommt jetzt Plus an den Basis-Vorwiderstand von T2. T2 wird leitend, am Collektor liegt GND an, keine Spannung mehr am Rb1, ..... der Zustand bleibt erhalten.
    MfG Karl-Heinz
    HobbyElektronik mehr....

  5. #5
    easygoing ist offline Neuer Benutzer
    Registriert seit
    30.09.2008
    Beiträge
    4

    Standard AW: Bistabile Kippschaltung

    Damit liegt an Rb1 über den Collektor-Widerstand von T2 Plus an; dadurch fließt ein Basis-Strom nach T1, so daß der Zustand erhalten bleibt, bis ....
    Was genau bedeutet "es liegt Plus an"?
    Mir ist jetzt zwar klar, dass wenn T1 durchschaltet, kein Strom mehr zur Basis von T2 fließen kann, aber mich verwirrt folgendes:
    Es wurde gesagt, wenn T1 durchschaltet, dann fällt an dem Kollektorwiderstand die ganze Spannung ab. Dann leuchtet mir ja ein, dann kein Basisstrom zu T2 mehr fließen kann, aber weshalb fließt denn dann ein Basisstrom zu T1? Analog müsste doch dann auch am Kollektorwiderstand die gesamte Spannung abfallen, sodass dann kein Basisstrom mehr zu T1 fließen kann. Warum ist das nicht so?

  6. #6
    Avatar von kalledom
    kalledom ist offline Boardinventar Lasteinschalter
    Registriert seit
    11.05.2007
    Ort
    Euskirchen-Großbüllesheim
    Beiträge
    2.659

    Standard AW: Bistabile Kippschaltung

    Zitat Zitat von easygoing
    Was genau bedeutet "es liegt Plus an"?
    Ist ein Transistor nicht leitend, liegt am Collektor-Widerstand und Collektor der Plus an, weil kein Collektor-Strom mehr fließt und somit kein Spannungsabfall mehr entsteht (vom geringen Spannungsabfall wegen des Baisstroms, der dann zum anderen Transistor fließt, mal abgesehen).

    Also, wenn einer der beiden Transistoren nicht mehr leitet / geöffnet ist, dann fließt ein (Basis-)Strom vom Plus über den Collektor-Widerstand des nicht leitenden Transistors und den Basis-Widerstand zur Basis des anderen Transistors.
    Ist der Transistor leitend / durchgeschaltet, liegt am Collektor-Widerstand GND / 0V an und es kann kein Basis-Strom zum anderen Transistor fließen.
    MfG Karl-Heinz
    HobbyElektronik mehr....

  7. #7
    easygoing ist offline Neuer Benutzer
    Registriert seit
    30.09.2008
    Beiträge
    4

    Standard AW: Bistabile Kippschaltung

    Danke, aber deine Antwort bezieht sich leider nicht auf mein Problem:
    Matze001 meinte, die gesamte Spannung würde am Collektor-Widerstand abfallen, wenn T1 durchschaltet. Soweit sogut. Aber wenn an den Collektorwiderständen jeweils die gesamte Spannung abfällt, wie kann dann an den Basiswiderständen noch eine Spannung abfallen (ist doch dann schon weg)? Wenn an den Collektorwiderständen die volle Spannung abfällt, wie kann dann jemals ein Strom zu den Basen fließen?

  8. #8
    Avatar von kalledom
    kalledom ist offline Boardinventar Lasteinschalter
    Registriert seit
    11.05.2007
    Ort
    Euskirchen-Großbüllesheim
    Beiträge
    2.659

    Standard AW: Bistabile Kippschaltung

    Zitat Zitat von easygoing
    Danke, aber deine Antwort bezieht sich leider nicht auf mein Problem:
    Matze001 meinte, die gesamte Spannung würde am Collektor-Widerstand abfallen, wenn T1 durchschaltet.
    Richtig, aber nur, wenn der Transistor durchgeschaltet ist.
    Dann ist oben am Collektor-Widerstand der Plus und am Collektor der durchgeschaltete GND (Minuspol); also liegt die gesamte Versorgungsspannung am Collektor-Widerstand (und an einer parallel angeschlossenen Last wie z.B. Led, Glühlampe, Relais mit Freilaufdiode, uvm.) an.
    Wenn der Transistor aber nicht durchgeschaltet ist, dann fließt kein Collektor-Strom mehr. Dann ist oben am Collektor-Widerstand nach wie vor der Plus und was ist wohl am Collektor Der GND ist es nicht
    Ohne Collektor-Strom gibt es am Collektor-Widerstand keinen Spannungsabfall:
    U = I * R = 0A * 100Ohm = 0V.
    12V Versorgung minus 0V Spannungsabfall ergibt dann 12V am Collektor.
    Und wenn am Collektor 12V sind, dann fließt über den Basis-Vorwiderstand ein Basis-Strom zum anderen Transistor
    MfG Karl-Heinz
    HobbyElektronik mehr....

  9. #9
    Aragoner93 ist offline Neuer Benutzer Schlitzeklopfer
    Registriert seit
    10.08.2009
    Beiträge
    11

    Standard AW: Bistabile Kippschaltung

    Ich sitze gerade auf der Arbeit und habe die schaltung in etwa auch so verstanden wie Kalledom.
    Wobei mir nicht ganz klar war, wovn es abhängig ist, welcher transistor zuerst schaltet.
    Das ist doch von z.B der momentanen Temp. z.B vom Transistor oder von dem Momentanwiderstand der 2 Kreise abhängig, richtig?

    mfg Chris

  10. #10
    Avatar von NachtHacker
    NachtHacker ist offline Boardinventar Spannungsgeprüft
    Registriert seit
    10.11.2009
    Ort
    Ingolstadt
    Beiträge
    1.247
    Blog-Einträge
    3

    Standard AW: Bistabile Kippschaltung

    Zitat Zitat von Aragoner93 Beitrag anzeigen
    Ich sitze gerade auf der Arbeit und habe die schaltung in etwa auch so verstanden wie Kalledom.
    Wobei mir nicht ganz klar war, wovn es abhängig ist, welcher transistor zuerst schaltet.
    Das ist doch von z.B der momentanen Temp. z.B vom Transistor oder von dem Momentanwiderstand der 2 Kreise abhängig, richtig?

    mfg Chris
    Du meinst, welcher Transistor nach dem Anlegen der Versorgungsspannung einschaltet, ohne dass an E1 bzw. an E2 gegen Masse geschaltet wird?
    Da die Schaltung von den Widerstandswerten symmetrisch aufgebaut ist entscheiden überwiegend kleine Unterschiede (Exemplarstreung) der Transistroren. Man kann keine absolut identische Transistoren produzieren. Ebenso gelingt das auch nicht bei Widerständen. Aber die Streuung von Transistoren ist größer. Dann hängt es auch von der Temperatur ab, daher ist auch nicht gewährleistet dass immer der selbe Transistor schaltet. Will man einen sicheren Anfangszustand haben, muß man z.B.: an einer Basis eines Transistors einem kleinen Kondensator (100pF) von der + Leitung schalten. Nun bekommt dieser Transistor beim Einschalten immer einen kurzen Impuls und schaltet ihn bevorzugt ein.
    Gruß von Norbert, alias NachtHacker
    Ich hacke meist in der Nacht auf meiner Tastatur herum
    und dann kommt u.a. dabei folgendes heraus:
    http://www.elo-formel.de

+ Antworten

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

     

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein