Hallo Ihr eifrigen Fachleute,
ich brauche als Laie und damit - elektrisch gesehen - hochgradig Suizidgefährdeter Euren geschätzten Rat. Eigentlich wollte ich gar nicht basteln...
Aber langsam. Damit Ihr mir helfen könnt, braucht Ihr die Fakten. Ich sag da lieber mehr, als dass es ein unübersichtlicher Fred mit Nachfragen und Verwirrungen gibt.
Ich bewohne ein Einfamilienhaus, das über 30 Jahre alt ist und dessen Elektroinstallation auch. An dieser gefällt mir nicht: keine RCDs, kein laienbedienbarer Hauptschalter und „Uralt-Stotze“ (L 16 A). Sanierungsbedarf soll nächstes Jahr gestillt werden, weil da die Heizung und im selben Zuge auch die E-Installation total umgekrempelt werden sollen – jeweils vom Fachmann.
Damit würde ich Euch nie behelligen.
Jedoch war kürzlich unsere TK-Anlage ausgefallen, weil der LS für den Keller ausgelöst hatte.
Die Fehlersuche ergab Grausliches: Kurzschluss mit schulmäßiger Ursache: Lüsterklemme in einer Verteilerdose – Kabel wurden heiß – Isolierung schmolz weg – peng (zum Glück feuerfeste Umgebung). Nun bimmelten bei mir alle Warnglocken und ich guckte es mir genauer an.
Die Hausinstallation war, wenn man die Erstellungszeit berücksichtigt, fachmännisch ausgeführt. Doch: An eine Abzweigdose des Kellerstromkreises ist nachträglich die Außenbeleuchtung angeschlossen worden. Jetzt habe ich akuten Handlungsbedarf, weil ich gern für diese Außenanlage einen eigenen LS, einen RCD und einen intakten PE-Leiter hätte. Jawohl, in der Abzweigdose ist der grüngelbe Leiter für die Außenanlage kurz abgeschnitten!
Weil ich hier in Berlin mit einer LS/RCD-Installation keinen „Kabelaffen“ aus dem Tabak locken kann, muss ich also leider selbst die Wartezeit bis zur Sanierung überbrücken.
Die vorhandene Anlage (alles im Keller):TN-C-S mit Trennung von PEN im HAK, direkt daneben die PAS, von HAK zum Zählerkasten mit Drehstromzähler, von dort in einen extra Kasten mit einem Neozed-Sicherungsblock für Dreiphasenwechselstrom, dann weiter zur HV mit N- und PE-Klemmleisten und vier Hutschienen (L1, L2, L3 und Klingeltrafo); Leitungsquerschnitte ok;
soll mit Folgendem ergänzt werden:auf eine Hutschiene soll ein LS (B 16 A) und ein RCD kommen, von der alten Phasenschiene eine Verbindungsleitung zum LS unten, Verbindungsleitung von LS oben zum RCD unten, N für RCD unten von N-Klemmleiste holen, oben L und N für 3x2,5² und den PE von der PE-Klemmleiste abgegriffen, raus aus der Verteilung, neue Abzweigdose setzen und Kabel zur Außenanlage anklemmen.
Wäre das so ok?
Zusatzfrage: Die alte Phasenschiene ist aus massivem Kupfer mit Schraubverbindungen zu den LS (Phase freiliegend!). Da bräuchte ich dann eine Verbindungsleitung mit Gabel und Hülse zum neuen LS. Den Gabelkabelschuh könnte ich unter eine Schraubverbindung zu einem LS legen, was mir aber vom Bauch her nicht behagt, weil diese Schraube nun eine Zusatzaufgabe erfüllen muss. Gibt es eine andere Lösung, den neuen LS an die alte Phasenschiene anzuschließen? (Im Hinblick auf die Sanierung im nächsten Jahr möchte ich nicht so gern die Phasenschienen und 20 LS austauschen.)
Tut mir Leid, dass es so lang geworden ist! Aber wenn ich Hilfe von Euch erbitte, habt Ihr ein Recht darauf, alle Infos zu bekommen.
Vielen Dank für Eure Geduld!
Kevin
(hoffentlichg bald nicht mehr allein)
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