In einem Elektro-Kombiherd (mit Spüle) mit zwei Kochplatten des alten gusseisernen Typs (Marke E.G.O. 12.14453.194 und 12.18463.194) kommen häufig Kurzschlüsse vor, die höchstwahrscheinlich durch Wassereintritt in die Kochplatten verursacht werden. Die Platten scheinen undicht zu sein, so dass selbst kleine Wassermengen (z.B. säubern des Herdes mit einem feuchten Schwamm) genügen, irgendwelche nicht-isolierte Leitungen im Inneren der Kochplatten kurz zu schließen, und das löst dann den FI Schalter aus. Nach höchstens ein paar Tagen ist die Kochplatte ausgetrocknet und kann wieder benutzt werden, ohne dass ein Kurzschluss erneut ausgelöst wird.
Etwa zwei Wochen nach solch einem Kurzschluss, und zu einem Zeitpunkt, zu dem die betreffende Platte längst ausgetrocknet und wieder voll funktionsfähig ist, bestellt der Besitzer des Herdes einen Elektriker, um dies zu untersuchen. Der Elektriker verbringt etwa 10 Minuten in der Küche, um irgendwelche Messungen vorzunehmen; der Herd oder die Kochplatten werden dabei nicht auseinander genommen, und ein Kurzschluss wird auch nicht ausgelöst. Er stellt dann ein Gutachten aus, mit dem Betreff "FI Schalter durch Feuchtigkeit ausgelöst", was m.E. bloß als Vermutung anzusehen ist. Der Besitzer des Herdes versucht dann, die Kosten für dieses "Gutachten" (das seine Mieter nicht gesehen haben) auf letztere abzuwälzen.
Ich nehme an, dass eine Isolationsmessung vorgenommen wurde. Was genau wird dabei gemacht, und was genau kann überhaupt bestimmt werden, das dieses Problem beleuchtet? Welche Industrienormbestimmungen gibt es, die die Dichtigkeit und allgemeine Sicherheit dieser Art von Kochplatten regeln? Wäre dies VDE 0700 Teil 6 DIN EN 60335-2-6? Solch eine Situation (etwa 10 Kurzschlüsse in 12 Monaten) kann doch nicht normal sein. Einige dieser Kurzschlüsse scheinen sogar bloß durch Benutzung der Kochplatte und ohne Wassereintritt ausgelöst worden zu sein (irgendetwas innen verrostet?).




LinkBack URL
About LinkBacks




Zitieren

Lesezeichen