Ich hatte vor einem Monat bei einem Kunden einen 7,5KW Motor verbaut. Nach ca. einer Woche löste öfters der Überhitzungsschutz (PTC) aus. Jedoch rief der Kunde mich erst an, als mehrmals eine der drei Sicherungen (35A träge) auslöste. Ich öffnete die Kappe am Motoranschluss und mir kam dieser typische Gestank einer durchgebrannten Wicklung entgegen. Beim durchmessen der Wicklung stellte ich fest, dass eine Wicklung (V1-V2) durchgebrannt war, denn diese Wicklung hatte einen R von unendlichem Ohm und gleichzeitig auch einen Masseschluß.
Nun habe ich den Motor beim Hersteller Reklamiert und bekam nun schriftlich folgende Antwort:
„Beim Anschluß des Motors beim Kunden ist eine Unterlegscheibe in den Motor gefallen (Anmerkung von mir: siehe im Bild roter Pfeil). Dies führte am Wickelkopf zu einem Masseschluß. (Beilagscheibe und Sternbrücken fehlen, Mutter M6 am Klemmbrett stammt nicht von *** Hersteller des Motors***) Ihre Reklamation können wir daher nicht anerkennen.“
Damit Ihr wisst worum es geht, habe ich mal mein Bild angefügt. Nun muss ich dazu sagen, dass ich mir zu einhundert Prozent sicher bin, dass durch mich keine Unterlegscheibe des Klemmbrettes dort in das Loch gefallen ist, da ich hier beim Anschließen das Loch vorher mit einem Tuch immer verschließe.
Auch der Hinweis dass die Beilagscheiben beim eingeschickten Motor fehlen ist ja wohl kein Beweis, da sie beim Austausch des Motors nicht wieder am defekten Motor eingebaut wurden. Auch die Sternbrücken fehlten weil Sie nun mal ausgebaut und weggeworfen wurden (Stern-Dreieck-Schaltung)
Ich bin der Ansicht, dass der Hersteller des Motors hier leider ganz Bewusst falsche Behauptungen aufstellt und mich nun vor meinem Arbeitgeber ziemlich dumm dastehen lässt.
Ich benötige nun Gegenargumente.
Wie ich anfangs schon schrieb. Ist eine Wicklung durchgebrannt und beim öffnen des Deckels am Anschuss machte sich dieser typische Wicklungsgestank breit. Wenn nun eine Scheibe durch die im Bild zu sehende Öffnung gefallen wäre müsste sie durch den Rotor an den Wicklungskopf geschleudert worden sein und dann diese Wicklung beschädigt haben. Nun liegen zwischen mir und dem Motorhersteller 500km und ich habe den Motor nicht geöffnet gesehen. Also nehmen wir mal an diese kleine Scheibe fliegt mit maximaler kinetischer Energie an den Wicklungskopf und verursacht dort einen Masseschluss. Würde dann tatsächlich die V Wicklung komplett durchbrennen und so einen Gestank verursachen? Für mich klingt das ganze irgendwie an den Haaren herbeigezogen.
Gruß




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