AW: Drehstrommotor durchtesten?
Hallo,
1. 
Zitat von
Scour
Verstehe aber immer noch nicht, weshalb der Motor so schwach beim Anlauf sein sollte wenn das Sägeblatt stumpf ist? Vor einem Jahr drehte der Antriebsriemen erstmal satt durch, aber mittlerweile kaum noch.
Einfaches Beispiel:
Was passiert wenn du mit einer stumpfen Handsäge ein Holzstück durchsägen möchtest?
Du benötigst viel mehr Kraft und die Leistung die du erbringen musst, ist größer als bei scharfem Sägeblatt, da du eben mehr Kraft benötigst.
Und warum brauchst du mehr Kraft?
Weil deine Hand durch das stumpfe Sägeblatt und den höheren Reibungswiderstand zwischen Holz und Sägeblatt abgebremst wird.
Beim Motor:
Ist das Sägeblatt stumpf, dann wird der Motor stärker abgebremst (belastet) wenn er das Holz schneidet. Wenn der Motor mit 5.5 kW beleastet wird, dann zieht er Nennstrom und erbringt ca. 5.5 kW an Leistung. Wenn der Motor nun aber durch den Reibungswiderstand zwischen Holz und Sägeblatt mit mehr als 5.5 kW belastet wird, dann kann der Motor nicht mehr Kraft (Drehmoment) aufbringen, da er nicht mehr als Nennstrom ziehen kann, welcher von den Wechselstromwiderständen, die wiederrum Belastungsspezifisch sind, abhängt. Der Motor wird bei größerer Belastung eigentlich langsamer, aber durch die Veränderung der Belastung nimmt der Motor mehr Strom auf und es steht mehr Drehmoment zur Verfügung. Ist der Nennstrom aber erreicht, kann der Motor auch nicht mehr Strom aufnehmen und somit auch nicht mehr Drehmoment als das Nenn(dreh-)moment erbringen. Dann wird der Motor bei Belastungen > 5,5 kW langsamer. Der Strom nimmt nun zwar wieder zu, allerdings WEIL die Drehzahl (zu) klein ist und der Tastasach, dass die Nennlast schon abgegeben wird ...
wie mach ich das denn verständlich ... also bis zur Nennlsst steigen Strom und das Drehmoment mit an, ab Nennlast nicht mehr, denn die Drehzahl wird kleiner und der Strom nimmt zu, allerdings nutzt das ncihts in Bezug auf das Drehmoment, welches nun auch schwindet. Im Gegenteil der Motor nimmt zu viel Strom auf und könnte zerstört werden.
Das war die allgemeine Version, du wolltest aber wissen, warum der Motor beim Anlauf nicht hochkommt, und das kann dann auf der Basis dessen was ich eben erklärt habe, andere Gründe haben. Im Anlauf, also bei Stern, hat der Motor nur ca. 1/3 der Nennleistung, wenn er voll belastet wird, und das Problem tritt aber nur auf, wenn der Motor auch beim ANlauf schon belastet wid, wenn er nicht belastet wird, ist es egal ob das Sägeblatt scharf oder total stumpf ist... 
Kurz gesagt:
Reibungswiderstand zwischen STUMPFEN Sägeblatt und Holz ist so graß, dass Motor mit mehr als Nennlast belastet wird und somit, kommt er zum Stillstand.
2.
Spannungen sind ok, sind je nach Last bei 400-403V. Einzige leichte Auffälligkeit ist, das ich je nach Strang bis 0,5A Abweichung bei der Leistungsaufnahme habe. Bei Y-Schaltung weiß ich das sowas problematisch ist, Stichwort Nullpunkt. Trifft das bei Dreieck-Schatung auch zu?
Der Motor sollte sowieso nur in Dreieck belastet werden...
Das Problem gibt es beim Dreieck nicht, aber nur bei symmentsicher Last...
3. Lösung (allgemeines Vorgehen, wie ich es tun würde) :
1. Fehlverschaltung im Y-D-Schalter
Wenn Fehler behoben, dann fertig.
Wenn nicht, dann siehe 2.)
2.Motor falsch Verdrahtet
Verdrahtung am Motor prüfen.
Wenn Fehler behoben, dann fertig.
Wenn nicht, dann siehe 3.)
3. Stumpfes Sägeblatt
Sägeblatt auswechseln oder schärfen.
Wenn Fehler behoben, dann fertig.
Wenn nicht, dann siehe 4.)
4. Motor(komponente) defekt
Komponente (aus-)tauschen und Motor testen
oder Motor austauschen.
Wenn Fehler behoben, dann fertig.
Wenn nicht, dann siehe 5.)
5. Fehlerhafte bzw. Unpassend dimensionierte E-Installation
Beheben des "Fehlers" durch Elektrofachkraft!
P.S.:
Du hättest vielleicht nicht gleich den Motor tauschen müssen...
MfG
Drehstromer
Geändert von Drehstromer (17.04.2011 um 20:06 Uhr)
Grund: ergänzung
Ich übernehme keine Verantwortung in Bezug auf die Richtigkeit meiner Beiträge, d.h.: meiner Vorschläge, Lösungen und Antworten! Desweiteren empfehle Ich jedem, für Arbeiten die mit (lebens-)gefährlichen Spannungen einhergehen und für korrekte Auskunft, eine elektrotechnische Fachkraft zu bauftragen!
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