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Thema: Drehstrommotor durchtesten?

  1. #11
    Avatar von bigdie
    bigdie ist offline Boardinventar Lasteinschalter
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    Standard AW: Drehstrommotor durchtesten?

    Die Wicklungen sind nicht aus Draht, sondern ein massiver Eisenkaefig mit Blechpaketen.
    Die Wicklung ist nicht aus Eisen sondern meißt aus Aluminium. Diese V- förmigen AL Schienen sitzen im Blechpaket und sind an beiden Enden mit einem massiven Al Ring verbunden. Die breite Seite des V- Profiles zeigt dabei in Richtung Motorwelle. Die V-Form bewirkt bei niedriger Drehzahl (Anlauf), durch den Stromverdrängungseffekt bei hoher Frequenz, eine Erhöhung des Widerstandes und damit einen geringeren Anlaufstrom des Motors. Ich hab aber auch noch nie erlebt, das daran etwas defekt war.
    Wahrscheinlicher ist irgendwo eine defekte Klemmstelle, die bei höherem Strom dafür sorgt, das der Motor nur noch einphasig läuft.
    PS. Da es schon nachfragen gab. Wer meine Mäuse mal größer sehen will: www.frankdistler.de/images/maeuse.jpg

  2. #12
    Scour ist offline Neuer Benutzer Schlitzeklopfer
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    Standard AW: Drehstrommotor durchtesten?

    Kenne es auch nur, das die Ankerwicklung defekt ist.

    Hab mal das Klemmbrett ausgebaut, sah schon hinten (also Anschlüsse der Ankerwicklung) etwas verrottet aus. Hab mal gegen Wago-Klemmen ersetzt, keine Besserung.

    Was mich halt verwundert, das sich nix am Geräusch ändert und keine Kraftunterschiede zwischen Stern und Dreieck-Umschaltung gibt. Das die C25A-Automaten halten wenn man sehr schnell auf Dreieck schalten könnte jedoch normal sein.
    cu
    Scour

  3. #13
    cabellehro ist offline Benutzer Strippenzieher
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    Standard AW: Drehstrommotor durchtesten?

    Zitat bigdie

    Wahrscheinlicher ist irgendwo eine defekte Klemmstelle, die bei höherem Strom dafür sorgt, das der Motor nur noch einphasig läuft.

    Hallo Scour,

    um diese Vermutung zu untersuchen, empfiehlt sich folgendes Experiment: der Motor wird
    im Leerlauf hochgefahren bis in die Dreieckschaltung.
    In diesem Zustand wird eine der drei Zuleitungen abgeschaltet (LS/ Sicherung).
    Ändert sich das Motorgeräusch (z.B. Drehzahl sinkt), war diese Verbindung zuvor intakt und kann wieder eingeschaltet werden. Dieser Test wird wiederholt an den
    beiden anderen Zuleitern.
    Ergebnis: wenn eine der Zuleitungen abgeschaltet wird, und es ergibt sich keine Änderung des Motorgeräusches, ist die Zuleitung gefunden, die eine Unterbrechung
    im Schalter hat. (Diese Phase hat zuvor nichts zum Betrieb beigetragen !)

    cabellehro


    Ergänzung zum Versuchsablauf: Sollte sich ergeben, dass bei zwei Zuleitungen nach jeweiligem
    Abschalten der Motor ausläuft (wie gänzlich vom Netz getrennt), so liegt vemutlich eine Fehlschaltung vor. Die Dreiecksverbindung des Zweiges zwischen den beiden betrachteten Leitern
    ist nicht zustande gekommen.
    Um einen besseren Überblick über die Schaltung zu bekommen, sollte man nachschauen unter

    http://www.elektrikforen.de/motoren-sch-tze-und-schaltungen/8796-stern-dreieck.html
    Geändert von cabellehro (20.05.2010 um 16:01 Uhr) Grund: Ergänzung

  4. #14
    AC DC Master ist offline Boardinventar Lasteinschalter
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    Hölle ! neuer wohnort Lummerland, schön hier
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    Standard AW: Drehstrommotor durchtesten?

    hat er nun ne übersetzung oder nich ? das wurde immer noch nicht beantwortet !
    riemenantrieb oder direkt ?
    The 3 Phasen Fredi himself ! Einer von der härtesten. Einfach kann jeder.

  5. #15
    Avatar von bigdie
    bigdie ist offline Boardinventar Lasteinschalter
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    Standard AW: Drehstrommotor durchtesten?

    Kenne es auch nur, das die Ankerwicklung defekt ist.
    Anker bzw. Rotor ist das drehende Teil. Da kannst du keine Wicklung testen.
    Die Wicklung ist im Stator.
    PS. Da es schon nachfragen gab. Wer meine Mäuse mal größer sehen will: www.frankdistler.de/images/maeuse.jpg

  6. #16
    Scour ist offline Neuer Benutzer Schlitzeklopfer
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    Standard AW: Drehstrommotor durchtesten?

    Ich meinte natürlich die Ständerwicklung

    So, ich hab jetzt mal den schalter überbrückt bzw. die Schaltung geändert, so das er direkt in Dreieck anläuft. Scheint jetzt merklich besser zu sein, Härtetest folgt bald.

    Zitat Zitat von AC DC Master Beitrag anzeigen
    riemenantrieb oder direkt ?
    Motor geht auf Riemen, quasi Übersetzung 1:1 von Motor auf Säge
    cu
    Scour

  7. #17
    Scour ist offline Neuer Benutzer Schlitzeklopfer
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    Standard AW: Drehstrommotor durchtesten?

    Hilft wohl nix, ein neuer Motor muß her.

    Hat jemand Erfahrungen mit TopDrive-Motoren? Kostet knapp die Hälfte wie ein Siemens. Und Siemens werden ja auch nicht mehr in D hergestellt
    cu
    Scour

  8. #18
    Avatar von -V-
    -V-
    -V- ist offline Erfahrener Benutzer Leitungssucher
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    Standard AW: Drehstrommotor durchtesten?

    Zitat Zitat von Scour Beitrag anzeigen
    Leistung: Der Motor geht halt in die Knie bis zum Stillstand, wenn man was durchsägen will, das etwas dicker ist. Das hat er vorher noch locker geschafft.

    Hab auch direkt am Klemmbrett gemessen, Leitung sogar direkt angeschlossen, nicht über Schalter.

    Der Motor klingt etwas trocken, aber per Hand kann man ihn locker drehen, das sollte nicht das Prob sein.

    Temps sind allgemein recht niedrig, wird kaum warm selbst bei längeren Betrieb

    Kann es sein, das die Ankerwicklung irgendwie defekt ist? Die kann man ja nicht durchmessen bei einem Kurzschlußläufer.
    Hatte so etwas bei meiner Kreissäge auf (5,5kw Antrieb), es lag ganz einfach daran daß das Sägeblatt stumpf war.
    Taktlosigkeit ist der Entschluss,
    etwas zu sagen, das alle anderen denken

  9. #19
    Scour ist offline Neuer Benutzer Schlitzeklopfer
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    Standard AW: Drehstrommotor durchtesten?

    Jetzt dreh ich echt an der Riemenscheibe

    Neuer Motor, selbes Problem.

    Spannungen ssind ok, sind je nach Last bei 400-403V. Einzige leichte Auffälligkeit ist, das ich je nach Strang bis 0,5A Abweichung bei der Leistungsaufnahme habe. Bei Y-Schaltung weiß ich das sowas problematisch ist, Stichwort Nullpunkt. Trifft das bei Dreieck-Schatung auch zu?

    Verstehe aber immer noch nicht, weshalb der Motor so schwach beim Anlauf sein sollte wenn das Sägeblatt stumpf ist? Vor einem Jahr drehte der Antriebsriemen erstmal satt durch, aber mittlerweile kaum noch.
    cu
    Scour

  10. #20
    Drehstromer ist offline Erfahrener Benutzer Hülsenpresser
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    Standard AW: Drehstrommotor durchtesten?

    Hallo,

    1.
    Zitat Zitat von Scour Beitrag anzeigen
    Verstehe aber immer noch nicht, weshalb der Motor so schwach beim Anlauf sein sollte wenn das Sägeblatt stumpf ist? Vor einem Jahr drehte der Antriebsriemen erstmal satt durch, aber mittlerweile kaum noch.
    Einfaches Beispiel:

    Was passiert wenn du mit einer stumpfen Handsäge ein Holzstück durchsägen möchtest?

    Du benötigst viel mehr Kraft und die Leistung die du erbringen musst, ist größer als bei scharfem Sägeblatt, da du eben mehr Kraft benötigst.

    Und warum brauchst du mehr Kraft?

    Weil deine Hand durch das stumpfe Sägeblatt und den höheren Reibungswiderstand zwischen Holz und Sägeblatt abgebremst wird.

    Beim Motor:

    Ist das Sägeblatt stumpf, dann wird der Motor stärker abgebremst (belastet) wenn er das Holz schneidet. Wenn der Motor mit 5.5 kW beleastet wird, dann zieht er Nennstrom und erbringt ca. 5.5 kW an Leistung. Wenn der Motor nun aber durch den Reibungswiderstand zwischen Holz und Sägeblatt mit mehr als 5.5 kW belastet wird, dann kann der Motor nicht mehr Kraft (Drehmoment) aufbringen, da er nicht mehr als Nennstrom ziehen kann, welcher von den Wechselstromwiderständen, die wiederrum Belastungsspezifisch sind, abhängt. Der Motor wird bei größerer Belastung eigentlich langsamer, aber durch die Veränderung der Belastung nimmt der Motor mehr Strom auf und es steht mehr Drehmoment zur Verfügung. Ist der Nennstrom aber erreicht, kann der Motor auch nicht mehr Strom aufnehmen und somit auch nicht mehr Drehmoment als das Nenn(dreh-)moment erbringen. Dann wird der Motor bei Belastungen > 5,5 kW langsamer. Der Strom nimmt nun zwar wieder zu, allerdings WEIL die Drehzahl (zu) klein ist und der Tastasach, dass die Nennlast schon abgegeben wird ... wie mach ich das denn verständlich ... also bis zur Nennlsst steigen Strom und das Drehmoment mit an, ab Nennlast nicht mehr, denn die Drehzahl wird kleiner und der Strom nimmt zu, allerdings nutzt das ncihts in Bezug auf das Drehmoment, welches nun auch schwindet. Im Gegenteil der Motor nimmt zu viel Strom auf und könnte zerstört werden.

    Das war die allgemeine Version, du wolltest aber wissen, warum der Motor beim Anlauf nicht hochkommt, und das kann dann auf der Basis dessen was ich eben erklärt habe, andere Gründe haben. Im Anlauf, also bei Stern, hat der Motor nur ca. 1/3 der Nennleistung, wenn er voll belastet wird, und das Problem tritt aber nur auf, wenn der Motor auch beim ANlauf schon belastet wid, wenn er nicht belastet wird, ist es egal ob das Sägeblatt scharf oder total stumpf ist...

    Kurz gesagt:

    Reibungswiderstand zwischen STUMPFEN Sägeblatt und Holz ist so graß, dass Motor mit mehr als Nennlast belastet wird und somit, kommt er zum Stillstand.

    2.
    Spannungen sind ok, sind je nach Last bei 400-403V. Einzige leichte Auffälligkeit ist, das ich je nach Strang bis 0,5A Abweichung bei der Leistungsaufnahme habe. Bei Y-Schaltung weiß ich das sowas problematisch ist, Stichwort Nullpunkt. Trifft das bei Dreieck-Schatung auch zu?
    Der Motor sollte sowieso nur in Dreieck belastet werden...
    Das Problem gibt es beim Dreieck nicht, aber nur bei symmentsicher Last...

    3. Lösung (allgemeines Vorgehen, wie ich es tun würde) :

    1. Fehlverschaltung im Y-D-Schalter

    Wenn Fehler behoben, dann fertig.
    Wenn nicht, dann siehe 2.)

    2.Motor falsch Verdrahtet

    Verdrahtung am Motor prüfen.

    Wenn Fehler behoben, dann fertig.
    Wenn nicht, dann siehe 3.)

    3. Stumpfes Sägeblatt

    Sägeblatt auswechseln oder schärfen.

    Wenn Fehler behoben, dann fertig.
    Wenn nicht, dann siehe 4.)

    4. Motor(komponente) defekt

    Komponente (aus-)tauschen und Motor testen
    oder Motor austauschen.

    Wenn Fehler behoben, dann fertig.
    Wenn nicht, dann siehe 5.)

    5. Fehlerhafte bzw. Unpassend dimensionierte E-Installation

    Beheben des "Fehlers" durch Elektrofachkraft!

    P.S.:
    Du hättest vielleicht nicht gleich den Motor tauschen müssen...


    MfG
    Drehstromer
    Geändert von Drehstromer (17.04.2011 um 20:06 Uhr) Grund: ergänzung
    Ich übernehme keine Verantwortung in Bezug auf die Richtigkeit meiner Beiträge, d.h.: meiner Vorschläge, Lösungen und Antworten! Desweiteren empfehle Ich jedem, für Arbeiten die mit (lebens-)gefährlichen Spannungen einhergehen und für korrekte Auskunft, eine elektrotechnische Fachkraft zu bauftragen!

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