Hallo Leute!
Heute stehe ich vor einem wirklich schwierigem Problem:
Wir bauen Hausboote für den Charterbetrieb. Seit drei Monaten bauen wir nun den Prototypen eines elektrobetriebenen Hausbootes. Dafür verwenden wir zwei im Wasser hängende Drehstromantriebsmotoren mit je 7,5 kW Leistung. Ein 21 kW-Generator sorgt für die Stromversorgung bei Fahrt. Außerdem versorgt der Generator über ein Wechselrichter-Lade-Kombinationsgerät (Phönix Multi von Victron Energy) die Batteriebank (800 Ah) mit Energie.
Die Antriebsmotore werden mit je einem Frequenzumrichter gesteuert. Über zwei Hebel können dort stufenlos sowohl die Drehzahl als auch die Drehrichtung beider Motore geregelt werden.
Soweit so gut.
Das Boot ist fast fertig, kann aber nicht in Betrieb gehen, weil wir bei Betrieb der Frequenzumrichter seltsame Erscheinungen haben:
Obwohl alle Leuchten ausgeschaltet sind, leuchten alle am 230V-Netz hängende LED-leuchtmittel mit halber Kraft und unser Gasherd läßt die Piezo-Zünder wie ein Maschinengewehr knattern. Wohlgemerkt, auch der Herd ist zwar über eine Steckdose am 230 V Bordnetz angeschlossen, aber ausgeschaltet. Außerdem lag an allen mit 12V DC durchflossenen Relais (Fa. Eltako) eine Spulenspannung von 78V (!) an und ließ diese so heiß werden, daß sie zerschmolzen sind!
Als erstes habe ich die vom Generator abgehende 230V Zuleitung räumlich von der höher frequenten Motorleitung getrennt, was das Problem verkleinert, aber nicht behoben hat. Heute habe ich zusätzlich die Kabel zwischen Frequenzumrichter und Motoren gegen doppelt abgeschirmte Kabel ausgetauscht. Die Störung an den Relais konnte so behoben werden. Allerdings leuchten die LED's noch immer und auch das Knattern des Herdes ist noch nicht ganz verschwunden.
Meine Frage:
Kann es sein, daß die Frequenzumrichter ein unsauberes Signal auch auf die zu ihnen führenden Leitungen legen (Habe leider keinen Oszilloskopen) ?
Schließlich ist die 230V Bordzuleitung direkt am Generatorausgang mit Phase L1 gekoppelt. Diese Zuleitung führt dann in den Inverter und wird von diesem an das Bordnetz weitergegeben. Ist es möglich, diese eventuell unsaubere Spannung (Oberwellen) per Kondensator zu glätten?
Wäre schön, wenn sich da mal ein paar Experten ( Daß es die in diesem Forum gibt, weiß ich!) Gedanken machen würden.
Der inzwischen ratlose
strippe




LinkBack URL
About LinkBacks





Zitieren



Lesezeichen