Altbau Elektrik erneuern

Diskutiere Altbau Elektrik erneuern im Grundlagen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; wie Strippe-HH richtigerweise erwähnt, ist die Vorraussetzung für einen wirkungsvollen ÜSS eine optimale Fundamenterdung. Nö, der ÜSS funktioniert...

  1. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Nö, der ÜSS funktioniert auch ohne jeglichen Erder. Wichtig ist, das man den an allen Leitungen hat, die ins Haus kommen also auch Telefon Türsprechanlage oder Außenbeleuchtung. Das verlangt die Norm aber nicht, deshalb bleibt das alles nur Flickwerk.
     
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  3. #12 Rockylangohr, 13.06.2019
    Rockylangohr

    Rockylangohr Strippenstrolch

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  4. #13 Rockylangohr, 13.06.2019
    Rockylangohr

    Rockylangohr Strippenstrolch

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    Beim TN-C bzw. TN-C-S Netz mag das so sein, bei einem TT-Netz ist man auf einen Erder angewiesen!
    Im Übrigen ist, soweit ich weiß, bei äußerem Blitzschutz ein Erder vorgeschrieben.

    Gruß Rockylangohr
     
  5. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Auch da ist die Erde für die Funktion des Überspannungsableiters nicht nötig
    Das hat aber primär nichts damit zu tun. Der äußere Blitzschutz fünktioniert wie ein Farradayscher Käfig auch ohne jede Erder. Der funktioniert auch in einem Auto oder Flugzeug. Für den Erderwiderstand gibt es auch aus diesem Grund normativ keine max. Höhe sondern nur eine Empfehlung < 10 Ohm
    Den Erder braucht man eigentlich nur, um die Ströme im PEN der HA-Leitung zu begrenzen.
     
  6. Dipol

    Dipol Lüsterklemmer

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    @bigdie und Blitz- und Überspannungsschutz: Eine never-ending-story von
    • der Verwechslung von SPD mit OPD über
    • Multischalter die angeblich SPDs überflüssig machen,
    • Potenzialausgleich von Koaxkabeln bloß nicht nach Blitzschutzzonenkonzept fachgerecht an der Schnittstelle LPZ 0A/LPZ 1,
    • Empfehlungen für einen hama Feinschutz für den keinerlei Daten zum Schutzlevel zu finden waren anstelle von ÜSE wie sie nach DIN VDE 0100-443 und -534 mittlerweile Pflicht sind und
    • groteskem Auto- und Gebäude-Vergleich.
    Diese spontane Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. werner_1 hat ihm im Nachbarforum einmal ein PDF von PHOENIX-CONTACT mit Basics zum Überspannungsschutz verlinkt: Wirkung gleich NULL. Neuer Versuch, vermutlich ein anderes PDF, dass es diesmal mehr bewirkt ist unwahrscheinlich: Klick mich!

    Lt. @bigdie hat sein eigenes Haus eine Blitzschutzanlage. Wenn er seine eigenen Empfehlungen glaubt, hätte er sich statt einem ordnungsgemäß geerdeten Blitzschutzpotenzialausgleich nebst energetisch koordinierten SPD 1 Blitzstrom- und SPD 2 Überspannungsableitern nur den hama-Voodoo-Schutz eingebaut.

    Ein entsprechendes Bekenntnis als EFK-Überzeugungstäter steht aber noch aus. :hello:
     
  7. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Aüßerer Blitzschutz funktionier nach dem Prinzip von Farraday und der funktioniert auch noch, wenn du das Haus samt Fundament in 100m Höhe schweben lässt, ohne jegliche Erdverbindung. Ob du das begreifst oder nicht, ist mir ziemlich Wurst
     
  8. Dipol

    Dipol Lüsterklemmer

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    Kein Grund zur Sorge, das Prinzip des Faradayschen Käfigs hatte ich als Schüler schon vor einem Besuch dieser Schauvorführung

    [​IMG]

    im Deutschen Museum in München kapiert. ;)

    Die Frage, ob du bei der Installation deiner Blitzschutzanlage die eigenen normfernen Empfehlungen befolgt und den schon lange zwingend vorgeschriebenen Inneren Blitzschutz mit Blitzschutzpotenzialausgleich einschließlich ÜSE (mit Ausnahme des Voodo-Schutzes) konsequenterweise unterlassen hast, blieb leider unbeantwortet.

    Falls das Haus zu Zeiten der Gültigkeit von TGL 33373 und Reihe TGL 200 erstellt wurde, müsste immerhin ein Fundamenterder eingebaut sein. Es sei denn, den Bauherren haben die TGL-Vorschriften, die Gesetzescharakter hatten, so wenig interessiert wie dich als EFK manche der heutigen Regelwerke. :hello:
     
  9. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Mein Haus ist Baujahr 1927, da waren Fundamenterder und Fundamente im allgemeinen noch nicht üblich. deshalb hat mein Haus einen Ringerder. Und Typ 1 Überspannungsableiter sitzt nach dem Zähler. im plombierten Bereich war es mit unseren Stadtwerken nicht zu machen. Ich hab TT-Netz und hab vor 20 Jahren schon 3 Ableiter von den Phasen zum N und von dort zur einen zur Erde geschalten, obwohl das Dehn noch gar nicht erfunden hatte. Für dich wäre das damals völlig falsch gewesen, weil es in keiner Norm stand. Für mich war es logisch und richtig. Ich hab auch einen Ableiter in der Telefonleitung obwohl das keine Norm vorschreibt. Und wie gesagt einen äußeren Blitzschutz obwohl das auch keine Norm vorschreibt. Meine Sat Schüssel sitzt auf der Wand im Schutzbereich und die 8 Koax Leitungen gehen außen Up in 2 Leerrohren nach unten und von dort in den Keller. Dort gibt es einen Schrank und die 8 Leitungen von außen und die inneren gehen über einen Potentialbock mit F Steckern zum 9/16 Multiswitch, der dort seit 20 Jahren seinen Dienst tut, obwohl er nicht von deiner geliebten Marke stammt sondern von Pollin und die haben das Teil immer noch
    https://www.pollin.de/p/sat-multischalter-rotek-ms-9-16-tnq-570513
    Und die Anlage funktioniert auch trotz der einfachen Aufdrehstecker tadellos seit 20 Jahren. Einzige Reparatur war mal der Tausch eines LNBs Da war die Plastikabdeckung vom Empfangsrohr abgefallen. Das funktionierte trotzdem noch, aber sicherheitshalber hab ich mal ein Neues verbaut für 15€. Wenn du noch mehr wissen willst, dann nur heraus damit.
     
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  11. #19 Dipol, 14.06.2019
    Zuletzt bearbeitet: 14.06.2019
    Dipol

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    Du irrst, 1999 hätte ich in Kenntnis auch alter VDEW Richtlininen, ABB-Bestimmungen, VDE 0185 und aufmerksamer Leser der Kleinhuiss Leitfäden überhaupt nichts gegen den Einbau einer freiwillig errichteten Blitzschutzanlage mit Ringerder und Innerem Blitzschutz sowie ÜSE auch in den Kommunikationsleitungen gehabt.
    Bei fachgerecht erstellter Blitzschutzanlage und Einhaltung ausreichend isolierender Trennungsabstände gegen das LPS, würde sich die Antenne gut geschützt in LPZ 0B und nicht nur in der nach damals gültiger DIN EN 50083-1 (VDE 0855-1):1994 in 1971 völlig willkürlich definierten nicht erdungspflichtigen Fassadenbereichen befinden, die du als Normenzweifler so gerne völlig unkritisch für "Nachbarschaftshilfen" nutzt.

    Wenn die damals üblichen zweifach geschirmten Kabel noch vor und nach dem Multischalter über Erdblöcke oder auch Erdschienen in auslaufender Klemmtechnik in den Schutzpotenzialausgleich einbezogen wurden, ist die Ausführung mustergültig
    Damals habe ich die auch noch verwendet, heute gibt es bessere Alternativen.

    Wenn deine Beratungen zu Blitzschutz, Erdung und Potenzialausgleich nicht hin und wieder so eigentümlich rechthaberisch von dem zuhause praktizierten Normstandard abweichen würden, hätte es von mir keinen einzigen Widerspruch gegeben. :smile:
     
  12. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Och als ich die Schüssel montiert hab, gab es den äußeren Blitzschutz noch gar nicht und auch noch keinen Ringerder. Der Ringerder kam erst 3-4 Jahre später im Zuge der Mauerwerkstrockenlegung, weil da eh aufgeschachtet wurde. Und der Blitzschutz auf dem Dach kam dann wieder einige Jahre später, als das Dach neu gedeckt wurde und rundherum Gerüst stand. Ich denke mal, die in den Blitzschutz einbezogene Dachrinne über der Schüssel ist in der Wirkung auch nicht wesentlich anders als eine Fangstange neben einer auf dem Dach montierten Schüssel.

    Ist halt wie bei den meisten Leuten, die ein altes Haus kaufen, zuerst ist innen dran, weil man ja möglichst schnell umziehen will. Danach ist dann erst mal die Kohle alle. Und dann kommt halt nach und nach alles Andere. Und wenn man halt nicht einfach darauf los arbeitet, dann denkt man z.B. bei einem offenem Graben an den Ringerder. Und wenn man den versenkt hat denkt man auch gleich an den äußeren Blitzschutz und lässt ein paar Erdeinführungsstangen an den Fallrohren aus dem Boden schauen. Auf dem Dach hat dann sogar eine Firma ihr Werk getan. Das war kaum teurer, als wenn ich im Internet das ganze Material bestellt hätte und ging bei denen auch wesentlich schneller, als wenn ich da allein angefangen hätte. Und die Dachdecker wollten ja auch nicht ihr Gerüst ewig stehen lassen.
    Problem ist halt, das ich noch keine Firma gesehen habe, die einen Bauherren auch an so etwas erinnert oder als Option anbietet oder gleich von sich aus ein paar mehr Anschlüsse für den Fundamenterder vorsehen. Und das ist auch wieder ein Fehler der aktuellen Norm. Gerade ein Fundamenterder, an den man im Nachhinein nie wieder heran kommt sollte so gebaut werden, das man auch später ohne Probleme mal äußeren Blitzschutz nachrüsten kann.
     
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