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Blitzschutz einer SAT-Anlage!

Diskutiere Blitzschutz einer SAT-Anlage! im Blitzschutz, Erdung, Potentialausgleich Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; Hallo Leute! Hab da mal ne Frage bezüglich des Blitzschutzes einer Satanlage.Also die Anlage ist an der untersten Dachpfannenreihe angebracht,also...

  1. #1 x-starchild, 16.07.2006
    x-starchild

    x-starchild Guest

    Hallo Leute!
    Hab da mal ne Frage bezüglich des Blitzschutzes einer Satanlage.Also die Anlage ist an der untersten Dachpfannenreihe angebracht,also deutlich unterhalb des Giebels!Muss sie trotzdem geerdet sein?

    x-starchild
     
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  3. elo22

    elo22 Lichtbogenlöscher

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    AW: Blitzschutz einer SAT-Anlage!

    Ja. Kuckst Du www.dehn.de unter downloads nach antenne06.pdf.

    Lutz
     
  4. #3 x-starchild, 17.07.2006
    x-starchild

    x-starchild Guest

    AW: Blitzschutz einer SAT-Anlage!

    Hallo! Danke für den Tipp, nur leider finde ich unter downloads/antenne06.pdf nix! Wäre schön,wenn du mir den direkten Link zugänglich machen könntest!


    x-starchild
     
  5. #4 Heimwerker, 20.07.2006
    Heimwerker

    Heimwerker Spannungsgeprüft

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    AW: Blitzschutz einer SAT-Anlage!

    Hallo,

    Bzgl. Blitzschutz bei SAT-Antennen:

    Bei Aussenantennen , welche sich mehr als 2m unterhalb der Dachkante und weniger als 1,5m vom Gebäude ; oder Antennenanlagen, die sich innerhalb von Gebäuden ; befinden ist keine Schutzmassnahme erforderlich.

    (Nach DIN VDE.0855.T1.(03-94).Abschnitt 10)
    In allen anderen Fällen müssen Antennenanlagen nach Abschnitt 10.2 geerdet werden.
    Als geeigneter Erdungsleiter gilt ein Einzelmassivdraht mit einem Mindestquerschnitt von 16 mm² Kupfer, isoliert oder blank, der auf kürzestem Weg mit einer Erdungsanlage verbunden werden soll.
    Alternativ geht auch das zweckmässige Einbinden in eine evtl. schon vorhandene Blitzschutzanlage !
    -
    Änderung in DIN VDE 0855-300 Abschnitt 12.3.3 (Juli 2002):
    "Als geeigneter Erdungsleiter gilt ein Einzelmassivdraht mit einem Mindestquerschnitt von 16 mm² Kupfer, isoliert oder blank,...
    Mehrdrähtige Leiter sind nur erlaubt, wenn die für diese Leiter vorgesehene Klemmvorrichtungen entsprechend der auftretenden Blitzstrombelastung von 100 kA geeignet ausgeführt sind".
    -
    Schutzleiter und/oder Neutralleiter des Starkstromnetzes oder der Aussenleiter eines beliebigen Koaxialkabels dürfen nicht als Erdungsleiter verwendet werden.

    Die Ausführung kann entweder durch eine Verbindung zu einer vorhandenen Blitzschutzanlage, durch
    Verbindung mit dem Erdungssystem des Gebäudes oder durch Verbindung zu einer Erdungsanlage erfolgen, die
    aus wenigstens zwei horizontalen Erdern von mindestens 5m Länge oder einem vertikalen Erder von 2,5m besteht.
    Der Mindestquerschnitt des Erders beträgt 50mm² Kupfer oder 80 mm² Stahl. Die Ausführung sollte durch ein Fachunternehmen erfolgen, dabei sollte auch ein entsprechender Schutz gegen Überspannungen und ein ordnungsgemäßer Potentialausgleich beachtet werden.
     
  6. elo22

    elo22 Lichtbogenlöscher

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    AW: Blitzschutz einer SAT-Anlage!

    Es muss antennen06.pdf heissen. Hier der komplette link:
    http://www.dehn.de/www_DE/PDF/specials/antennen06.pdf

    Lutz
     
  7. ThO02

    ThO02 Guest

    AW: Blitzschutz einer SAT-Anlage!

    Hallo zusammen!

    Bin neu hier im Forum und hätte da auch gleich mal eine Frage betreffend der Erdung einer SAT-Antennenanlage.
    Folgendes: Ich möchte an der Hauswand eine SAT-Antenne montieren und würde gerne wissen wie das ganze am besten geerdet werden sollte.
    Die folgenden Möglichkeiten hätte ich:

    a) über eine in der Nähe vorbeiführende Wasserleitung (Kupferrohr), diese ist ihrerseits über eine Potentialausgleichsschiene mit einem Erder verbunden (etwa 3 m Erdungsdraht wären erforderlich).

    b) direkt an der PA-Schiene anschließen (etwa 20 m Erdungsdraht müssten verlegt werden)

    c) oder einen extra Banderder im Erdreich verlegen und das ganze daran anschließen.

    Viele Grüße
    ThO
     
  8. #7 Dipol, 28.06.2015
    Zuletzt bearbeitet: 28.06.2015
    Dipol

    Dipol Hülsenpresser

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    AW: Blitzschutz einer SAT-Anlage!

    Bei dem Titel landen mit der Suchfunktion hier vermutlich noch reichlich User. Wegen diverser korrekturbedürftiger Aussagen begehe ich Leichenschändung.


    TIPP: Immer erst prüfen ob gut gemeinte Normenzitierungen auch noch aktuell sind.

    Die DIN EN 50083-1 (VDE 0855-1):1994-03 war zum Beitragszeitpunkt schon mehrfach durch neue Normen abgelöst, damals war die international harmonisierte DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):2005-10 anzuwenden, aktuell gilt noch DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):2011-06.

    DIN VDE 0855-300:2002-07 war damals noch gültig, ist aber nur nur für Funksende-/empfangsantennen (Mobil- und Amateurfunk) und nicht für Sat.-"Haushaltsantennen" zuständig.

    Das Hin und Her um Erlaubnis und Verbot mehrdrähtiger Leiter ist zum Glück vorbei: Seit der DIN EN 50164-1 (VDE 0185-201):2000-04 (Aktuelle Prüfnorm: DIN EN 62561-1 (VDE 0185-561-1):2013-02) müssen Leiter und alle Verbindungsbauteile - auch bei Verwendung von Einzelmassivdraht - nach Prüfnorm Klasse H = 100 kA zertifiziert sein.

    Als Mindestquerschnitt für verseilte Erdleiteradern sind 1,7 mm Durchmesser (= 16 mm² "grob mehrdrähtig" mit 7 Adern) einzuhalten, es gibt auch mehrdrähtig mit 19 Adern.


    Das aber nur durch eine qualifizierte Blitzschutzfachkraft, die zuvor die Normkonformität und Funktion der Blitzschutzanlage geprüft haben muss.

    Neue Antennen sollen möglichst nur noch in geschützten Räumen wie der nicht erdungspflichtigen Schutzzone der Fassade oder in Blitzschutzzone LPZ 0B einer getrennten Fangeinrichtung montiert werden. Nur so sind Einkopplungen galvanischer Teilblitzströme in die Antennenanlage und die daran angeschlossenen Endgeräte zu vermeiden.

    Direkterdungen sind nach den Anerkannten Regel der Technik (= Normen) weiterhin zulässig, Direkterdungen an Blitzschutzanlagen aber besonders nachteilig und nicht mehr zeitgemäß.

    Mindestens zwei Erder sind nur für Blitzschutzanlagen gefordert. Nach den Normen sind für Banderder lediglich min. 5 m Länge einteilig und für Strahlenerder min. 2 x 2,5 m gefordert, siehe Anhang.

    Erder aus Stahl oder NIRO müssen einen Querschnitt von min. 90 mm² haben.

    Zur den bislang unbeantworteten Fragen von ThO02:


    • Zu a): Die häuslichen Wasser- und Heizungsrohrnetze dürfen schon lange nicht mehr für blitzstromtragfähige Erdung und auch noch nicht für nicht blitzstromtragfähigen PA genutzt werden
    • Zu b): Antennenerdleiter sind auf möglichst kurzem Weg - am besten außen ohne gefährliche Näherungen zu einer eigenen Anschlussfahne abgeleitet - zu erden und mit dem Schutzpotenzialausgleich bzw. der Haupterdungsschiene blitzstromtragfähig zu verbinden
    • Zu c): Separate Antennenerder ohne blitzstromtragfähige Verbindung zur HES sind gefährlich und unzulässig, siehe ABB Merkblatt 10.

    Erdung und Potenzialausgleich sind integraler Bestandteil der Elektroanlage, weshalb für Installationen NAV § 13 zu beachten ist.
     

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