Blitzschutz für Flachdachbungalow (F115) mit Mast auf dem Dach?

Diskutiere Blitzschutz für Flachdachbungalow (F115) mit Mast auf dem Dach? im Blitzschutz, Erdung, Potentialausgleich Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; Hallo. Auf einem Flachdachbungalow F115 (PDF habe Ich googlebar gemacht) Dachoberkannte ca. 333cm, liegt eine PV-Anlage von knapp unter 10kWp. Um...

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  1. #1 Tobias Claren, 07.07.2021
    Zuletzt bearbeitet: 07.07.2021
    Tobias Claren

    Tobias Claren Schlitzeklopfer

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    Hallo.

    Auf einem Flachdachbungalow F115 (PDF habe Ich googlebar gemacht) Dachoberkannte ca. 333cm, liegt eine PV-Anlage von knapp
    unter 10kWp.
    Um die geht es hier eigentlich nicht, aber mich würde vorab interessieren, wird so etwas eigentlich nicht geerdet?
    Es gibt den Potentialausgleich nach ihnen durch einen leeren Zug zum Erder im Heizkeller an dem auch die Erdung der
    Steckdosen liegt.
    Aber keinen Blitzschutz außen die Wand runter in die Erde.

    Ich habe noch eine 100cm-Sat-Antenne auf dem Boden des Dach.
    Zwischen den PV-Panelen montiert.
    Aktuell an einem rund 4m langen 60mm Mast am Kamin. Der Mast steht auf dem Boden auf einer Betonplatte. belastet den Betonkamin nicht.
    Kürzen auf Kaminhöhe wäre noch möglich, aber mehr Masthöhe bietet noch Optionen. Z.B. WLAN.
    Aktuell habe Ich noch etwas über dem Kamin die noch vorhandene UKW-Yagi angehängt.
    Nicht angeschlossen.
    Und wenn das Teil auch auf Kaminhöhe geerdet werden sollte, dann kann es auch lang bleiben.

    * Die PV-Anlage alleine braucht keinen äußeren Blitzschutz? Nur den PA nach innen?

    * 100cm-Satantenne zwischen den PV braucht (keinen) Blitzschutz?
    Auch nicht mit einem Wandhalter oder kurzem Mast (Höhe des Kamin) am Kamin?

    * Mast über den Kamin, evtl. auch 4m?

    Und wenn man da einen Blitzschutz vornimmt, welcher Aufwand?
    Einen Graben um das ganze Haus, muss wohl nicht sein...
    Geschlossen um das Haus wäre auch gar nicht möglich (Reihenhaus).
    Direkter Weg zur Dachkante vorne sind 3m. Dann noch mal 3,33m nach unten.
    Und dann kann man wahrscheinlich vor der Wand einen Staberder einschlagen.
    Oder einen Ringerder (so 40x40, 50x50, 60x60cm...) vergraben.

    Oder den Mast an die PV-Ständer anschließen? Dafür haben die Solarteure scheinbar stillschweigend an einer der PV- Halterungen (Plastik) die Aluschiene an einer Seite nicht gekürzt.
    Auch damals hatte ich da schon einen nicht auseinander gezogenen Mast aus 3 Elementen, der wohl um 3m lang ist dran.

    Sollte Ich z.B. 8mm Aluminium nehmen?

    Wenn ganz oben eine WLAN-Antenne oder sogar Gerät in z.B. einem Baukübel drauf ist, wäre es sinnvoll da einen Fangstange anzubringen, und den Blitzschutz parallel dazu herunter zu führen?
    Zu den 3,3m und 3m kämen also noch 3,5m bis 4m hinzu.
    Alternativ das WLAN-Gerät X cm (wie viel) unter dem Ende.
    Allerding sehe Ich in beiden Fällen noch den EMP des Blitz.
    Und Abschirmen geht ja auch nicht, dann hat man kein WLAN mehr.

    Das Rohr ist 50cm von der Mitte des Kamin entfernt.
    Würde Ich ein weiteres Rohr mit zwei weiteren "V" auf der anderen Seiten anbringen, hätten die also 1m.
    Wenn nun ein Roh länger ist als das Andere, würde es als Fangstab das andere Rohr schützen?
    Sollten das nicht 1,5m Abstand sein?

    Und falls außen z.B. ein Kreuzerder oder Staberder (Tiefe?) eingeschlagen wird, sollte der einen Mindestabstand zum Erder haben, dessen Ende im Keller aus der Wand kommt?
    Den der kürzeste Weg führt vor das Haus (hinten ist eh die große Terrassentüre und gefliest), und dort ist auch irgendwo der Erde im Keller im Boden.
     
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  3. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Doch Antennen haben eine Sonderrolle. Die brauchen nur keinen, wenn sie sich im Schutzbereich eines Hauses befinden also unter der Dachkannte glaub 1,5m und dann auch nicht zu weit Abstand haben von der Wand.
    Bei Dehn gibt es den Blitzplaner kostenlos als Download. Ist sehr umfangreich, steht aber auch alles drin.
    Staberder für Antennen z.B. Die Hand eingeschlagenen sind da z.B. sehr aufwändig. Besser ist ein Tiefenerder, wenn das Gebäude nicht auf Felsen steht. Der Erder muss dann aber auch noch mit dem Potentialausgleich im Keller verbunden werden und das Blitzstromtragfähig.
     
  4. #3 Tobias Claren, 07.07.2021
    Tobias Claren

    Tobias Claren Schlitzeklopfer

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    Also ist die PV-Anlage auf dem Flachdach frei von echtem Blitzschutz?

    Mir ging es hier erst einmal um praktische Tipps zur Konkreten Situation.
    Was nicht in Frage kommt ist "das volle Programm", wo man einen Blitzschutz um den Dachrand zieht, noch einmal 1m tief um das ganze Haus etc. etc. etc..

    Ich habe da aktuell auf dem 3,33m-Haus ein Metallrohr von evtl. 4m Länge.
    Das könnte ich mit einem "Staberder" vor dem Haus in den Boden verbinden.
    Z.B. über 8mm dicken Aluminium Runddraht.
    Jeder "einfache" Schutz ist wohl besser als gar keiner.

    Ich fand ein Dokument von Obo, das ist auch nicht immer ganz logisch:
    obo de/out/media/Leitfaden_Erdungssysteme_de.pdf

    "Reduziert sich der Erdungswiderstand mit zunehmender Einbautiefe nicht, ist ein paralleler Einbau mehrerer Tiefenerder sinnvoller. Um eine gegenseitige Beeinflussung der Tiefenerder zu minimieren, muss der Abstand der parallelen Erder mindestens der Länge der eingetriebenen Erder entsprechen Hinweis! Die einzelnen Tiefenerder müssen untereinander und mit dem Gebäudeerder verbunden werden. Wenn die Verbindung nicht außerhalb vom Gebäude möglich ist, kann diese auch im Gebäude (Keller) erfolgen."

    Wie "beeinflussen" sich mehrere Tiefenerder? Die sind oben eh miteinander verbunden.
    Und dann soll das alles noch mit dem Erder im Keller an dem die ganze Hauselektrik hängt verbunden werden?
    Ich dachte genau das sollte vermieden werden.
    Blitzschutz über eigenen Erder, und möglichst nicht zu nahe, um Einflüsse auf die Geräte im Haus zu vermeiden bzw. verringern.
    Denn sonst könnte ich den Mast auch einfach an den Erder im Keller anschließen, an dem die Erdungsschiene liegt.
    Ist das ein Problem?
     
  5. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Wenn dein Erder im Keller taugt, kannst du das tun.
    Angenommen dein äußerer Erder hat einen Übergangswiderstand von 3 Ohm, dann hast du am Erder bei 10kA Blitzstrom 30 kV Spannungsfall Du hast also 30kV höhere Spannung wie im Haus, zumindest, wenn es keinen eigenen Erder hätte. Die Verbindung Erder Potentialausgleich soll einen großen Spannungsunterschied verhindern. Dein Hauspotential wird also ebenfalls angehoben und du hast keine oder nur geringe Spannungsunterschiede im Haus. Deshalb muss man alles blitzstromtragfähig verbinden. Und deshalb braucht man z.B. auch Überspannungsableiter. Der Pen hangt ja ebenfalls am Potentialausgleich (TN Netz) Aber die 3 Außenleiter nicht. diese würden also auf fast Erdpotential bleiben. das verhindert der Überspannungsableiter.
     
  6. #5 Dipol, 10.07.2021
    Zuletzt bearbeitet: 10.07.2021
    Dipol

    Dipol Lüsterklemmer

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    Das Dokument von OBO-Bettermann ist absolut logisch. Mit etwas mehr Basiswissen statt fachfreier Besserwisserei ist das klar verständlich.

    SEUFZ: Aufforderungen derartige Grundlagenfragen in Sekundärliteratur wie z. B. den DEHN Blitzplaner zu klären, verpuffen bei dir erfolglos.

    "Denken" ist Glücksache, lies nochmaL was dir @bigdie bereits verklickert hat und versuch es verstehen zu WOLLEN. :rolleyes:

    Erdung und PA von Antennenanlagen sind integraler Bestandteil der Elektroanlage und somit gilt für Installationen NAV § 13. Es gibt diverse Beispiele von Usern, welche sich als elektrotechnische Laien normkundig gemacht haben und Erdung und PA konform zur IEC 60728-11 mustergültig erstellt haben. Bei fachgerechter Ausführung kräht bei noch immer möglichen Überspannungsschäden kein Hahn danach, wer das ausgeführt hat.

    Bei einem User, der auch nach mehrfachen Anworten unbeeindruckt weiter quer durch mehrere Foren fachfreie Thesen spamt, sind allerdings erhebliche Zweifel angebracht, dass er Erdung und PA normkonform gemäß IEC 60728-11 umsetzen kann.

    Getrennte Erder sind gefährlich und normwidrig. Daher wird es nach Blitzschutznormenreihe IEC 62305 keine Ausnahme vom Blitzschutzpotentialausgleich für EFH geben, wie sie als Geschäftsidee von Rainer Menzel beim DKE K 251 und im Blitzschutzforum vorgeschlagen wurde. Dass jemals nach IEC 60728-11 separate Erder von Antennen NICHT mit dem Schutzpotentialausgleich/HES verbunden werden müssen, wirst du auch nicht erleben.

    Träum weiter davon, dass dein separater Erder Sicherheit schafft.
     
    Lasttrennschalter und elo22 gefällt das.
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