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Feindrähtige Kabeltypen in der Hausinstallation, VDE Norm

Diskutiere Feindrähtige Kabeltypen in der Hausinstallation, VDE Norm im Grundlagen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; AW: Feindrähtige Kabeltypen in der Hausinstallation, VDE Norm Hi, habe gerade ein bischen in der DIN VDE 0298-300 gelesen. In dieser steht...

Schlagworte:
  1. #11 wooden made electrician, 26.04.2009
    wooden made electrician

    wooden made electrician Super-Moderator
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    AW: Feindrähtige Kabeltypen in der Hausinstallation, VDE Norm

    Hi,
    habe gerade ein bischen in der DIN VDE 0298-300 gelesen.
    In dieser steht geschrieben:
    "Flexible PVC-Leitungen:
    - müssen ggf. auf Zug bzw Schub entlastet und gegen Verdrehen gesichert werden
    - sind nicht zur Verwendung im Freien bestimmt
    - sind grundsätzlich nicht zum Anschluss von Heizgeräten zugelassen.


    Mit freundlichen Grüssen

    Jens
     
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  3. #12 Kei-Koo, 27.04.2009
    Kei-Koo

    Kei-Koo Schlitzeklopfer

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    AW: Feindrähtige Kabeltypen in der Hausinstallation, VDE Norm

    Hi,
    @AC DC Master
    In VDE 298-3
    7.1 Zugbeanspruchungen
    Die Zugbeanspruchung der Leiter soll möglichst gering sein. Die nachstehenden Zugbeanspruchungen für die Leiter dürfen bei Leitungen nicht überschritten werden
    beim Verlegen ortsfest anzubringender Leitungen 50 N je mm2 Leiterquerschnitt
    beim Verlegen und Betrieb von Leitungen ortsveränderliche Betriebsmittel 15 N je mm2 Leiterquerschnitt

    Hier geht's um Ortsveränderlichen BM, also bezieht sich das nicht auf eine feste Installation.

    9 Verwendung
    9.1 Allgemeines

    ........Flexible Leitungen müssen beim Anschluß OrtsveränderlicherStromverbraucher an den Einführungsstellen von Zug und Schub entlastet und gegen Verdrehen und Abknicken gesichert sein.
    @Jens
    Das was du geschrieben hast
    ist auch auf Ortsveränderlichen BM bezogen und trifft nicht bei der festen Installation zu. Klar dass bei einem Gerät mit einem Schukostecker dort eine Zugentlastung vorhanden sein muss!
    Die äußere Umhüllung der Leitungen darf an den Einführungsstellen und durch die Zugentlastungsvorrichtungen nicht beschädigt werden. NZ bei fester Inst.
    Flexible PVC-Leitungen sind nicht zur Verwendung im Freien bestimmt. N
    Z bei fester Inst. im Wohnhaus.
    Sie sind grundsätzlich nicht zum Anschluß von Heizgeräten geeignet.
    OK und auch NZ.

    9.2.4 Gummiaderleitungen mit erhöhter Wärmebeständigkeit
    N4GA /
    N4GAF

    Wobei zu beachten ist dass der Typ N4GAF eine flexible Leitung ist!
    Diese Leitungen sind bestimmt für den Einsatz bei Umgebungstemperaturen über 55 °C, zur inneren Verdrahtung von Leuchten (insbesondere für die Durchgangsverdrahtung von Leuchten in Lichtbandanordnung), Wärmegeräten, elektrischen Maschinen sowie zur Verdrahtung von Schaltanlagen und Verteilern.
    und jetzt zu lesen:
    Leitungen mit den Nennquerschnitten > 1,5 mm2 dürfen für die Verlegung in Rohren auf und unter Putz verwendet werden. Sie dürfen für die innere Verdrahtung von Geräten mit einer Nennspannung bis 1000 V Wechselspannung oder einer Gleichspannung bis 750 V gegen Erde verwendet werden.
    Also hier eine erste Aussage die belegt dass flexible Installationen in einem Schutzrohr nicht grundsäzlich verboten sind !!! Oder?

    9.2.5 ETFE-Aderleitungen mit erhöhter Wärmebeständigkeit
    N7YA / N7YAF

    Auch bei diesem Typ wieder zu beachten dass N7YAF flexibel ist.
    Diese Leitungen sind bestimmt für den Einsatz bei Umgebungstemperaturen über 55 °C zur inneren Verdrahtung von Geräten der Leistungselektronik, von Wärmegeräten und von Leuchten.
    Und wieder zu lesen:
    Leitungen mit den Nennquerschnitten > 1,5 mm2 dürfen für die Verlegung in Rohren auf und unter Putz verwendet werden.
    ???:D

    In VDE 298-300
    4.3 Anforderungen für Leitungen für feste Verlegung
    ANMERKUNG Leiter:
    Leitungen für feste Verlegung haben im Normalfall massive (eindrähtige) oder mehrdrähtige Leiter.
    Was heisst hier im Normalfall?? Das wäre dann die zweite Aussage die belegen würde dass flexibel doch möglich ist.Diese entsprechen der Klasse 1 bzw. der Klasse 2 des HD 383 und sind mit dem Kurzzeichen a-U“ bzw. a-R“ nach HD 361 bezeichnet.
    Unter bestimmten Umständen, z. B. zur Erleichterung der Verlegung, darf der Leiter der Klasse 5 nach HD 383 entsprechen.
    Hier steht es doch. Genau der Grund warum ich flexibel verlegen möchte.

    WinkeWinke an alle die den Grund nicht einsehen konnten oder wollten WinkeWinke

    In diesem Fall erhält der Leiter nach HD 361 das Kurzzeichen a-K“. Ja, klar.
    Die Verwendung der mit dem Kurzzeichen a-K“ gekennzeichneten Leiter der Klasse 5 bedeutet nicht, dass die Leitung für häufige Biegebeanspruchung geeignet ist.
    Wird sie in der festen Hausinstallation ja auch nicht.
    4.3.1 Leitungen sollten nicht in Kontakt mit heißen Oberflächen oder in deren unmittelbarer Nähe verlegt werden, es sei denn, dass sie hierfür geeignet sind.
    In der festen Hausinst. ist auch das nicht der Fall.
    4.3.2 Leitungen sollten nicht direkt ins Erdreich gelegt werden.
    Neee, bei mir ist im Innenbereich kein Erdreich.:)
    4.3.3 Leitungen sollten in geeigneter Weise befestigt werden. Tabelle 5 dieses HD enthält empfohlene Werte für den maximalen Befestigungsabstand. Bei der Wahl der Befestigungsabstände soll das Gewicht der Leitung beachtet werden, damit der Grenzwert für die zulässige mechanische Beanspruchung nicht überschritten wird.
    Die Leitung sollte durch die jeweils verwendeten mechanischen Befestigungsmittel nicht beschädigt werden.
    Das trifft ja auch für alle anderen Leitungen zu.
    4.3.4 Leitungen, die über längere Zeit betrieben worden sind, könnten beschädigt werden, wenn sie bewegt werden. Dies kann durch natürliche Auswirkungen der Alterung auf die physikalischen Eigenschaften der verwendeten Werkstoffe für Isolierhülle und Mantel verursacht sein, die schließlich verspröden können.

    4.4 Anforderungen für flexible Leitungen
    ANMERKUNG Leiter: Flexible Leitungen haben Leiter, die aus einer Vielzahl von dünnen Drähten bestehen, die entweder verseilt oder verwürgt sind. Diese Leiter entsprechen entweder der Klasse 5 oder der Klasse 6 nach HD 383 und sind durch die Kurzzeichen a-F“ bzw. a-H“, nach HD 361 bezeichnet.
    Um den Nachweis zu führen, dass eine Leitung mit einem Klasse 5- oder Klasse 6-Leiter, gekennzeichnet mit a-F“ bzw. a-H“, für Anwendungen geeignet ist, die wiederholtes Biegen beinhaltet, können in den Aufbaunormen besondere Prüfungen gefordert werden.
    4.4.1 Für den Anschluss aller ortsveränderlichen Betriebsmittel sollten flexible Leitungen verwendet werden.
    Ich finde in der VDE wird das Wort "sollen" relativ oft benutzt. Heisst ja dann man kann muss aber nicht. Ortsveränderliche Betriebsmittel würde ich auf jedem Fall IMMER mit flex. Leitungen betreiben.:confused: Die Länge der Anschlussleitung sollte so gewählt werden, dass das Ansprechen der Kurzschluss- Schutzeinrichtung sichergestellt ist. Um das Risiko einer mechanischen Beschädigung zu verringern, sollte die Leitungslänge so kurz wie in der Praxis erforderlich sein.
    Bei Anwendungsfällen, in denen flexible PVC-Schlauchleitungen zulässig sind, sollte erwogen werden, Wendelleitungen zur Verkürzung des Abstandes einzusetzen.
    Vieladrige Steuerleitungen sind bei ständiger Biegebeanspruchung so zu schützen, dass Abrieb, Einschnitte und scharfe Biegungen vermieden werden.
    4.4.2 Mit Ausnahme von Leitungen für den Anschluss eines fest installierten Betriebsmittels sollten flexible Leitungen (ausgenommen sind die schweren Leitungsbauarten, die zur festen Legung in provisorischen Gebäuden eingesetzt werden) nicht fest verlegt werden, es sei denn, sie sind mechanisch geschützt.
    Huiii, schwerer Satz. Aber das letzte, mit dem "es sei denn, sie sind mechanisch geschützt". Denn das würde bei der Hausinstallation im Schutzrohr ja zutreffen.

    Bei fester Verlegung sollte mindestens eine Leitung für anormale Beanspruchung verwendet werden.
    Das müsste dann in der Kabelspezifikation vom Hersteller nachzulesen sein.
    Die Leitungslängen fest verlegter flexibler Leitungen im Anschlussbereich fest installierter Betriebsmittel sollten so kurz wie in der Praxis möglich sein; der
    Anschluss an die feste Installation sollte direkt und in geeigneter Weise erfolgen.
    Direkt wäre für mich vom Verteiler zur Steckdose. Und in geeigneter Weise........das haben wir ja bereits besprochen (Entsprechende Einsätze für flex Ader, oder Aderstifte aufsetze......)
    4.4.3 Flexible Leitungen sollten keinen überhöhten Beanspruchungen durch Zug
    , Druck, Abrieb, Verdrehen und Knicken insbesondere an der Geräteeinführung und am Übergangspunkt zur festen Installation ausgesetzt werden.
    Denke dass dies sich Hauptsächlich auf die ortsveränderlichen BM bezieht.
    OK, Verdrehen und Knicken muss auch bei der festen Inst. nicht sein.
    Zugentlastungen oder Anschlussmittel sollten sie nicht beschädigen.zudem

     
  4. #13 Kei-Koo, 27.04.2009
    Kei-Koo

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    AW: Feindrähtige Kabeltypen in der Hausinstallation, VDE Norm

    @ Jens
    @ asdf
    So, nach dem schon etwas grossen Beitrag hier, hoffe ich auf eure Meinungen und bin mal gespannt was ihr daraus schliessen könnt.

    Gruss und grosses THX an alle
    Kei-Koo
     
  5. #14 AC DC Master, 27.04.2009
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    AW: Feindrähtige Kabeltypen in der Hausinstallation, VDE Norm

    moin.
    ab wann eine feste installation anfängt? ganz einfach, in dem ersten moment in dem du mit einer nagelschelle versuchst deine leitung an holz, im stein und oder auf stein zu befestigen. feste installation heißt nix anderes als man die leitungen nur mit größeren aufwand zu bewegen oder mit werkzeug zu lösen ist.

    ach noch was, steckdosen und schalter sind nicht für feindrähtige adern bestimmt im klemmenbereich. macht sich auch etwas schwierig die feinen litzen da so rein zu bekommen.
     
  6. #15 Kei-Koo, 28.04.2009
    Zuletzt bearbeitet: 28.04.2009
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    AW: Feindrähtige Kabeltypen in der Hausinstallation, VDE Norm

    @ AC DC Master

    Stimmst so nicht ganz. Es gibt schon Hersteller die das Klemmen von feindrähtigen Adern ermöglichen.

    z.B. hier, bei LEGRAND unter Einsatz PRO21? - LEGRAND

    Einfaches Anklemmen
    [​IMG]

    Die Klemmen sind auch für flexible Leiter ohne zusätzliche Verwendung von Kabelschuhen geeignet.

    Und auch für alle anderen Klemmen, die für starre Ader ausgelegt sind, kann man ohne Problem mir feindrähtige Adern auflegen.
    Dazu gibt es z.B. von WAGO die Aderstifte. Das sind keine Aderendhülsen, die das Querschnitt der Ader vergrössern und somit Probleme beim Einstecken machen können.
    [​IMG]
    Damit kann auch eine 2,5 mm2 flex. Ader angeschlossen werden, wo bei manche Klemmen es mit einer Aderendhülse nicht mehr passt.
    Ob diese Stifte nun zulässig sind möchte ich jetzt hier nicht auch noch befragen.
     
  7. #16 AC DC Master, 28.04.2009
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    AW: Feindrähtige Kabeltypen in der Hausinstallation, VDE Norm

    moinsen.
    also ganz ehrlich und danke für den tipp. da bin ich ja länger mit den adern am rum fingern als ich steckdosen einbauen könnte. zudem ist jede weitere hülse ein weiterer widerstand in der klemme. also nix für ungut, lieber massiv und rein. zudem sind die kosten auch geringer dem flex. kabel. das vielleicht einige hersteller da steckdosen herstellen mit klemmen für flex leitungen, bitte.

    also ich habe keine probleme mit ner aderendhülse auf 1,5² in die steckdose.
     
  8. ruzzak

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    AW: Feindrähtige Kabeltypen in der Hausinstallation, VDE Norm

    Mahlzeit.

    Das würde mich auch mal interessieren,Haeh
    Da die VDE keine klare Antwort gibt,bin ich der Meinung dass die Flex-Leitungen für die Feste Installation geeignet und zugelassen ist.

    Die Flex-Leitungen haben nur Nachteile bei der Installation selbst,da sie ja einen weichen "Mantel" haben.Dem NYM macht es ja nicht viel aus ,wenn er ein bisschen wie eine geschälte Karotte aussieht.;)

    Wenn die Messwerte nach der Installation I.O sind, warum nicht?
     
  9. #18 AC DC Master, 08.05.2009
    AC DC Master

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    AW: Feindrähtige Kabeltypen in der Hausinstallation, VDE Norm

    moinsen.
    ah, vorsicht mit so einer aussage! jede art der beschädigung des außenmantels ist eine verletzte isolierung und somit nicht mehr in den inst. modus ein zu bringen. das schreibt auch die VDE irgendwo. warum sollte ich mir arbeit machen wenn es doch so einfach geht.
    ich hab mal gelsen, das es was mit der eigenschaft hat der leitungen bzw. der einzeln adern auf den bezug der verlegeart. klar kann man flex. leitungen verlegen aber bitte im rohr. bis die tage.
     
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Feindrähtige Kabeltypen in der Hausinstallation, VDE Norm

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