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Frage an erfahrene Elektromaschinenbauer

Diskutiere Frage an erfahrene Elektromaschinenbauer im Motoren, Schütze und Schaltungen Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; Hallo Leute, ich habe bei Ebay einen uralten Scheifringmotor ersteigert. Die Wicklung ist noch mit Gewebeband isoliert, das Typenschild mit den...

  1. #1 Matse, 19.12.2009
    Zuletzt bearbeitet: 19.12.2009
    Matse

    Matse Strippenstrolch

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    Hallo Leute,

    ich habe bei Ebay einen uralten Scheifringmotor ersteigert. Die Wicklung ist noch mit Gewebeband isoliert, das Typenschild mit den Motordaten aus Bronze geprägt.
    Ich habe nun eine Frage an erfahrene Leute, die sich auch mit der Entwicklungsgeschichte des Elektromaschinenbaus auseinander gesetzt haben:

    In welcher Zeit (von - bis ca.) wurden die Wicklungsdrähte noch mit Gewebeband umwickelt und ab welcher Zeit wurde der Kupferlackdraht verwendet?

    Zu Hause habe ich Gleichstrommotoren von 1935 (!) und deren Wicklungen sehen von der Technik her aus, wie die heutigen, bzw. es wurde schon Kupferlackdraht verwendet, der in Harz imprägniert wurde.

    Könnte es sein, dass der Schleifringmotor um das 19. Jahrhundert gebaut wurde?

    Leider konnte mir der Verkäufer nichts über die Herkunft des Motors sagen, nur dass dieser schon solange er lebte bei ihnen im Haus vor sich hin rostete.
    Das Gehäuse der Anlasswiderstände für diesen Motor sieht aus wie der Kasten einer Sprengzündeanlage.

    Kann mir jemand weiterhelfen? Werde natürlich baldmöglich Fotos machen.


    Hallo Leute,

    heute habe ich den Motor zT. geöffnet. Die Schrauben, bzw. Mutternormen sind noch typisch altdeutsch, zB. 12 oder 14 mm Durchmesser.
    Die komplette Wicklung ist aus Gewebeband, zT. sehr verschimmelt. Ein Beweis dafür, dass möglicherweise noch kein chemisches Harz verwendet wurde, um das Gewebeband zu versiegeln. Fotos werden noch folgen...



    Grüße, Matse:)
     
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  3. #2 Günther, 19.12.2009
    Günther

    Günther Spannungstauglich

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    AW: Frage an erfahrene Elektromaschinenbauer

    ...hmmm: Ich weiß noch von einem G-Generator, 2kW, 110V. Den hat mein Urgroßvater 1910 gekauft, war abends die Stromversorgung seiner Mühle. Die Wicklung war mit 2x grüner Seide umsponnen, also CuSS. Vielleicht hilfts dir weiter . . .
     
  4. #3 Matse, 19.12.2009
    Zuletzt bearbeitet: 19.12.2009
    Matse

    Matse Strippenstrolch

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    AW: Frage an erfahrene Elektromaschinenbauer

    ... nicht wirklich. Aber es ist einfach schön so etwas restaurieren zu dürfen.
    Heute habe ich den Läufer aus dem Stator ausgebaut und die alte Wicklung mit Pressluft abgeblasen. Dabei hat sich das Gewebe eins der Segmente zu Staub aufgelöst.
    Nach dem Abblasen habe ich die Wicklung mit verdünntem Poly getränkt und so lange geflutet, bis das Harz auf der Unterseite wieder aus den Ritzen kroch. Morgen werde ich die anderen Seiten imprägnieren.

    Das Gewebe des Läufers ist aus schwarzem Material, das des Stators aus weißem. Ob es Seide ist, kann ich leider nicht beurteilen, aber an den Drähten selbst ist das Gewebe sehr fein und dicht (und sehr durstig:D).

    Die Lager sind bereits Kugellager. Wären es Büchsen gewesen, wäre es sicher ein sehr altes Unikat gewesen. Fotos folgen bald.

    Gruß, Matse
     
  5. Matse

    Matse Strippenstrolch

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    AW: Frage an erfahrene Elektromaschinenbauer

    Hier ein paar Fotos:
     

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  6. Matse

    Matse Strippenstrolch

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    AW: Frage an erfahrene Elektromaschinenbauer

    Und noch welche...

    Der Behälter enthielt die Widerstände für den Läufer, die aus drahtumwickelter Keramik bestehen und im Ölbad waren. Unten sind die Schaltkontakte.

    Gruß, Matse;)
     

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