Leitungsquerschitt in der Unterverteilung

Diskutiere Leitungsquerschitt in der Unterverteilung im Grundlagen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; Servus, ich hab vor kurzem eine größere Anlage im EFH meiner Tochter installiert. Bei der Installation sind mir ein paar Sachen aufgefallen, die...

  1. #1 hj.burkhardt, 04.05.2025
    hj.burkhardt

    hj.burkhardt Strippenstrolch

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    Servus,
    ich hab vor kurzem eine größere Anlage im EFH meiner Tochter installiert. Bei der Installation sind mir ein paar Sachen aufgefallen, die ich mir nicht erklären kann, weshalb ich euch befragen will.
    Das Material und die Vorgaben kamen vom Elektriker, die Anlage funktioniert störungsfrei, die VDE-Prüfung erfolgt zeitnah.

    Zum Projekt:
    - im Haus gibt es einen neuen Zählerschrank im Keller,
    - einen alten Zählerschrank, der zur Unterverteilung umgebaut wurde, ebenfalls im Keller
    - eine Unterverteilung im EG
    - eine Steuerung für die E-Heizung.

    Die Zuleitung vom Hausanschluss zum neuen Zählerschrank hat 5x16², ebenso die Zuleitung vom Zählerschrank zum Unterverteiler im Keller. Im UV habe ich die 5x16² auf Klemmsteine gelegt und von dort aus jeden der 3 RCD's mit 10² angefahren, ebenso den Schutzleiter. Die Stromkreise sind 1x 64A für UG und Sauna, 1x 64A für E-Heizung, 1x 40A für die Küche.

    Nun habe ich in der Planung diverse Unterlagen und Videos gesehen, in denen nicht mit Klemmsteinen gearbeitet wurde, vielmehr wurden die Leitungen von RCD zu RCD mit 10² durchgeschleift. Hager z.b. bietet fertige Verdrahtungsbrücken für diesen Zweck. Obwohl die Brücken deutlich weniger Arbeit bedeuten hab ich mich trotzdem für die Klemmsteine entschieden, weil ich mit den Brücken ein Verständnisproblem habe, nämlich die Querschnitte.
    Wenn ich den Verteiler mit 16² anfahre und intern mit 10² durchschleife, sind doch die einzelnen RCD's mit 64A im Extremfall nicht ausreichend versorgt.
    Stimmt das, oder liege ich da falsch?

    Wäre nett, wenn mich da jemand aufklären könnte.

    LG
    Hajo
     
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  3. #2 Strippentod, 04.05.2025
    Strippentod

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    Mal davon abgesehen, daß es eine 64A Sicherung nicht gibt, und du sicherlich 63A meinst, ist ein 10mm² CU unter gewissen Vorraussetzungen auch mit 63A belastbar.
    Welche Nennstromstärke hat denn deine Zählervorsicherung (SLS) ?

    Die 63A - Regel gilt nur für Verteilerzuleitungen für Wohneinheiten, und das auch nur nach DIN 18015.
     
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  4. #3 hj.burkhardt, 04.05.2025
    hj.burkhardt

    hj.burkhardt Strippenstrolch

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    Im Zuge des gesamten Projekts wurde vom Dachständer auf Erdkabel umgestellt.
    Später kommt noch eine PV dazu, deshalb wurde auch der Zählerschrank neu aufgesetzt.
    Zur SLS kann ich nichts sagen, die hat der Elektriker eingebaut und plombiert, müsste ich nachfragen.
    Ich denke mal, bei 16² wird es aber wohl kaum mehr als 63A sein

    Sorry für die 64A, ist natürlich Quatsch.
     
  5. #4 Strippentod, 04.05.2025
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    Das kann man trotz Plombierung erkennen. Schick mal ein Foto davon.
     
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  6. #5 Darkness, 05.05.2025
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    Vmtl. 35A oder 50A.
    63A bedeutet bei neuem Zählerschrank Wandlermessung anstatt Direktmessung. Eher unwahrscheinlich für ein EFH.
     
  7. #6 Strippentod, 05.05.2025
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    Nö. Bis 63A geht üblicherweise Direktmessung.
     
  8. #7 Darkness, 05.05.2025
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    Darkness Lüsterklemmer

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    VDE-AR-N 4100 bzw. auch Hager Tipp 44 S.8.

    SLS 50A bei Einfachbelegung und 16mm² Zählerverdrahtung für <44A Dauerbetriebsstrom und <63A Aussetzbetrieb. Wenn der örtliche Netzbetreiber sein Regelwerk noch nicht angepasst hat oder gnädig ist, dann gut, aber definitiv nicht überall möglich.

    Bei mir gabs mit neuem Schrank ein Downgrade auf 50A.
     
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