Planung/Installation einer UV in Nebengebäude

Diskutiere Planung/Installation einer UV in Nebengebäude im Grundlagen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; Hallo zusammen, es geht um die Versorgung unseres Nebengebäudes. Vom Stromkreisverteiler im Haus soll im Nebengebäude eine UV errichtet...

  1. #1 gocrazy, 01.11.2016
    gocrazy

    gocrazy Schlitzeklopfer

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    Hallo zusammen,

    es geht um die Versorgung unseres Nebengebäudes. Vom Stromkreisverteiler im Haus soll im Nebengebäude eine UV errichtet werden.
    Aktueller IST-Zustand:

    Vom HAK geht ein 4x16mm² zum Zähler von da auf einen Hauptschalter 63A von da auf einen FI 40/0,03mA und von dort auf Hauptleitungsklemmblöcken. Von diesen Blöcken werden die Sammelschienen der einzelnen LSS des Hauses (B16) versorgt.

    Der PEN wird in der Verteilung vor dem FI mit den Hauptleitungsklemmblöcken aufgetrennt.PE ist mit dem Erdungsflachband über POTI-Schiene verbunden.


    Da aktuell 1 FI für alles verbaut ist und, wenn ich nach dem FI das Nebengebäude abzweigen würde, im Fehlerfall das ganze Haus dunkel ist habe ich gedacht ich geh vom Hauptschalter aus zu den Hauptklemmblöcken und von da 1x zum FI des Hauses und 1x mit der Zuleitung Nebengebäude ab.

    Wobei es mich hier schon stutzig macht, dass der FI wieder keine Vorsicherung hat und eigentlich überlastet werden kann. Die Zählerverteilung wurde angeblich 1998 überarbeitet. War das damals OK so?


    Für die Versorgung des Nebengebäudes liegt bereits in NYY 5x10mm² im Graben auf ca. 20m Länge von der Verteilung im Haus zum Nebengebäude. Da wir gern etwas großzügig planen sollen insgesamt 10 B16 Stromkreise und 1x CEE 16A für Nebengebäude vorgesehen werden. Alles abgesichert am besten mit 2 FI´s. Max Leitungslänge der Verbraucherabgänge 10m.


    Da ein 40/0,03mA FI mit den Stromkreisen überlastet ist müsste ein zweiter in die UV des Nebengebäudes installiert werden (hätte auch den Vorteil, dass im Fehlerfall nicht alles dunkel ist).

    Wäre es dann zulässig hier die Zuleitung (5x10mm²) mit einem DO2 40A im Haus abzusichern? Damit wäre ja auch die Selektivität gegeben. Oder muss eine kleinere Vorsicherung gewählt werden?

    [FONT=&quot]Kann man von den Hauptleitungsklemmblöcken den Abzweig über Schmelzsicherungen (DO2) für die UV Nebengebäude machen oder gibt es aktuell eine Vorschrift/Empfehlung wie ein Abzweig einer UV auszusehen hat? [/FONT]
     
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  3. elo22

    elo22 Freiluftschalter

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    AW: Planung/Installation einer UV in Nebengebäude

    Dazu müsste man wissen wie groß die Hausanschlusssicherung ist. Hellsehen kann hier niemand.

    Wie kommst Du da drauf? s.o. Es fehlt die Info.

    Lutz
     
  4. #3 gocrazy, 01.11.2016
    gocrazy

    gocrazy Schlitzeklopfer

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    Die Hausanschlussleitung ist mit 63A NH 00 abgesichert.

    Marcel
     
  5. #4 Strippe-HH, 01.11.2016
    Strippe-HH

    Strippe-HH Freiluftschalter

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    AW: Planung/Installation einer UV in Nebengebäude

    Auftrennung zwischen Hauptschalter und RCD Hauptgebäude mit weiterer Vorsicherung für das Nebengebäude wäre angebracht.
    Bei einem RCD von 40A sind Vorsicherungen von 35A zu setzen.
     
  6. #5 gocrazy, 01.11.2016
    gocrazy

    gocrazy Schlitzeklopfer

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    AW: Planung/Installation einer UV in Nebengebäude

    Hallo,

    Danke für die Antworten.
    Habe ich das richtig verstanden, dass ich die Zuleitung zum Nebengebäude mit 35A absichere und in der UV meine beiden RCD 40A auf die 10 16A Stromkreise aufteile (Immer 2 LSS pro Phase am FI).Ich weiss, dass nie alles gleichzeitig mit dem Nennstrom belasten werde aber könnt Ihr mir kurz erklären warum die Vorsicherung bei 10x 16A Stromkreisen nicht 160A beträgt? Liegt es daran dass man von vornherein schon davon ausgeht nie alles bis zur Max. Belastbarkeit zu belasten?

    Zur Verteilung im Haus:
    Demnach ist meine aktuelle Zählerverteilung mit nur einem 40A RCD vor den Stromkreisen gar nicht zulässig?Die Vorsicherung dieses FI ist ja dann die 63A NH 00 im HAK. War das 1998 aber Ok gewesen?
     
  7. Zosse

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    AW: Planung/Installation einer UV in Nebengebäude

    3 Phasen > Phasenverschiebung jeweils 120 Grad

    Nein nicht okay.
     
  8. #7 der alex, 01.11.2016
    Zuletzt bearbeitet: 01.11.2016
    der alex

    der alex Strippenstrolch

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    AW: Planung/Installation einer UV in Nebengebäude

    Nun ja die Phasenverschiebung von 120 Grad gilt aber doch nur für die Gesamtsumme der ströme L1 bis L3. Wenn man auf l1 einen Motor anschließt, der 10 Ampere zieht und auf einer anderen Sicherung an L1 denselben, fließen in der Summe 20 Ampere in der Zuleitung. L1 an der Sicherung1 ist ja Phasengleich zu l1 an Sicherung 4. Wenn nun derselbe Verbraucher angeschlossen wird , zum Beispiel eine ohmsche Heizung , liegen beide auch Phasengleich und addieren sich 1 zu 1. Das sich diese meist nicht 1 zu 1 addieren , liegt meiner meinung nach in der Unterschiedlichkeit der Belastung , also ohmisch, kapazitiv oder induktiv. Ausserdem werden alle Stromkreise nicht gleich belastet. 9 sicherungen bedeuten also 3 mal16 A an l1 , 3 mal 16 A an l2 und 3 mal 16 a an l3 , was also max 48 A pro phase bedeutet . Bei 18 sicherungen kommt man da schon auf 96 A pro phase. Das 10 sicherungen a 16 ampere nicht 160 ergibt , liegt also nicht an der phasenverschiebung , sondern an der gleichmässigen aufteilung der stromkreise auf die 3 aussenleiter.Also das ist meine meinung.

    Viele grüsse
     
  9. Zosse

    Zosse Administrator (Ex-Schaltmeister)
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    Hmm... deshalb ist je nach Hersteller des RCD´s auch eine Vorsicherung vorgeschrieben.
     
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  11. #9 der alex, 01.11.2016
    der alex

    der alex Strippenstrolch

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    AW: Planung/Installation einer UV in Nebengebäude

    PS. Wo hier eventuell der Denkfehler liegt, ist eine symetrische last, wie z. Bsp. Ein Motor. Durch l1 , 2 und 3 fließen zum beispiel 10 A und die Summe im nullleiter ist 0. Bei unsymetrischen lasten fließt ein Strom im nullleiter . Das bezieht sich dann aber auf den neutralleiter und nicht auf die Summe der ströme in der Zuleitung in L1 bis 3.
     
  12. #10 gocrazy, 08.11.2016
    gocrazy

    gocrazy Schlitzeklopfer

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    Wie verhält es sich eigentlich mit dem oberen Anschlussraum bei Zähletverteilungen?

    Ich habe im Haus einen riesen Kasten mit 3 Zählerplätzen, aber nur einen kleinen Bereich mit Hutschiene. Wobei jetzt nur noch einer genutzt wird( gab hier früher wohl mal eine Nachtspeicherheizung). Somit hab ich massig Platz vorhanden.

    Darf ich im oberen Anschlussfeld der beiden Freien Zählerplätze Installationen (RCD, neozed etc.) verbauen?
     
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