Sanierung Elektrik einer Eigentumswohnung in einen 60er MFH

Diskutiere Sanierung Elektrik einer Eigentumswohnung in einen 60er MFH im DIN / VDE Richtlinien Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; Hallo ich hoffe ich bin hier richtig und entschuldige mich schonmal vorab, bin leider was Elektrik angeht ein Laie und hoffe alles verständlich...

  1. JoZi90

    JoZi90 Schlitzeklopfer

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    Hallo

    ich hoffe ich bin hier richtig und entschuldige mich schonmal vorab, bin leider was Elektrik angeht ein Laie und hoffe alles verständlich zu vermitteln wobei ich Hilfe benötige. Raum Dortmund sofern das irgendwie Interessant ist.

    Im kern geht es darum dass wir gerade dabei sind eine ETW in einen MFH zu kaufen. Die verbaute Elektrik ist aus den 60er Jahren, es sind noch alte Schraubsicherungen, kein FI oder was auch immer, das ding muss definitiv getauscht werden, zumal eh in der Wohnung neue Kabel gelegt werden müssen für Steckdosen, Datennetzwerk etc. etc.
    Jetzt wollte ich natürlich im Vorfeld Angebote von Elektrikern bekommen die mir die neuen Leitungen legen. Dabei kam die Frage auf "Wo sitzt der Zähler?".. ja der Zähler sitzt im Sicherungskasten der Wohnung. "Laut neuen Richtlinien müssen Zähler in den Keller. Dann müssen wir auch ein neues Kabel legen aus den Keller in die Wohnung." Soweit so gut, wird bestimmt nicht billig. Ich wurde dann von der Hausverwaltung an einen Eigentümer verwiesen der auch im Eigentümerbeirat sitzt, der meinte zu mir dass es noch keine Zähler im Keller gibt aber er wüsste auch nicht warum das nötig ist, natürlich wurden schon in einigen Wohnungen die Elektrik erneuert aber da konnte der Zähler anscheinend immer in der Wohnung verbleiben.
    Meine Frage nun, ist es zwingend notwendig das der Zähler in den Keller wandert? Oder muss ich nur einen Elektriker finden der mir einen neuen Sicherungskasten etc. einbaut?

    Ich hoffe das war verständlich..

    Solltet ihr noch mehr Information benötigen immer her damit, bin leider überfragt und kann mich aktuell nur auf die Meinung des Elektrikers berufen..
     
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  3. Damien

    Damien Hülsenpresser

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    Hi !
    Solche Sachen sind in den TAB (Technischen Anschlussbedingungen) des Versorgers geregelt. Als Beispiel ein Blick in die TAB des bdew (Berlin, 2019):

    7.1 Allgemeine Anforderungen
    (3) Zählerschränke dürfen nicht in Wohnungen von Mehrfamilienhäusern, über Treppenstufen,
    auf Dachböden ohne festen Treppenaufgang, in Wohnräumen, Küchen, Toiletten sowie
    in Bade-, Dusch- und Waschräumen eingebaut werden (siehe auch DIN 18015-1).

    [...]

    (5) Zählerschränke sind zentral, möglichst nah am Hausanschlusskasten, anzuordnen. In Abstimmung
    mit dem Netzbetreiber ist auch eine dezentrale Anordnung zusammengefasster
    Zählerschrankgruppen möglich.

    Es scheint also plausibel, dass das in deinem Anschlussgebiet auch so gelten könnte und dein Elektriker grundsätzlich recht hat.
    Ob der Versorger die Sache für Bestandsbauten durchsetzt ist dann wieder eine andere Frage.

    Gruß

    David
     
  4. ego

    ego Freiluftschalter

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    Wenn der Zähler bis dato in der Wohnung ist, wird er auch da bleibnen dürfen.
    Einen neuen Zähler würdest du dort allerdings nicht mehr bekommen.
    Solange die Zählerzuleitung ausreichend ist(was anzunehmen ist), und Drehstrom vorhanden ist, gibt es keinen zwingenden Grund etwas daran zu ändern.
    Die neuen Sicherungen und FI-Schalter können in einem weiteren Verteiler montiert werden!
     
  5. gert

    gert Freiluftschalter

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    Zunächst sollte geklärt werden, ob ein Drehstromzähler bzw. ein solcher Zählerplatz vorhanden ist.
    Die Leitung zur UV in die Etagenwohnung. Aderzahl und Querschnitt.
    Warmwasserversorgung?

    Leprechaun
     
  6. JoZi90

    JoZi90 Schlitzeklopfer

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    Vielen dank schon mal für die ganzen Antworten!

    Warmwasser gibt es in der Wohnung über einen Durchlauferhitzer. Ob es sich um einen Drehstromzähler handelt weiß ich leider nicht, werd ich wohl nochmal rum telefonieren dürfen. Zumindestens gibt es einen still gelegten Kamin durch den die Leitung im Zweifelsfall gelegt werden könnten. Finds nur scheiße wenn wir die ersten doofen wären die das in dem Haus machen dürfen..wenn ich das richtig gelesen hab gilt die Verordnung aber auch erst seit 2019?

    Viele Grüße und einen schönen Abend euch noch!
     
  7. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Nö, die zentralen Zählerschränke wollen die schon mindestens seit 30 Jahren. Und Drehstrom hast du sicher, wenn es einen Durchlauferhitzer gibt. Evtl ist es dann auch Sinnvoll sich zumindest mit den Leuten im gleichen Treppenaufgang zu einigen, den Zählerschrank in den Keller zu setzen für alle. Keine Ahnung, wo dein Auto steht, Tiefgarage oder zur Wohnung gehörender Parkplatz, ist das evtl auch ein Argument, das es dann einfacher wird das E-Mobil auf dem eigenen Parkplatz zu laden.
     
  8. gert

    gert Freiluftschalter

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  9. gert

    gert Freiluftschalter

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    #5 :Welche Verordnung?

    Gruß Gert
     
  10. JoZi90

    JoZi90 Schlitzeklopfer

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    Moin,
    wollte euch mal auf dem Laufenden halten. Nach Rücksprache mit der Donetz wurde mit mitgeteilt dass der Zähler Definitiv in den Keller muss, da es sich um eine grundlegende Änderung der Elektroinstallation in der Wohnung handelt. Das hat mir der Elektromeister auch so bestätigt.
    Bei einem Ortstermin im besagten Haus hat sich der Elektromeister auch den bestehenden Hauptanschluss angeschaut, zum glück war der Opi aus dem Eigentümerbeirat Vorort der aber große Bedenken geäußert hat, "Such dir nen anderen Elektriker, gibt auch welche die das so machen" ja aber darum geht es mir nicht, ich finde Elektrik muss jemand machen der Ahnung davon hat, es geht ja nicht nur um meine Sicherheit sondern vom ganzen Haus da will ich nicht für irgendwas haftbar gemacht werden können.
    Der Elektriker hat sich also den Hauptanschlusskasten angeschaut und war erstmal so erstaunt dass er ein Foto von dem besagten Kasten machen musste, in dem ding hat sich seit 1960 nichts mehr getan... es gibt anscheinend nicht einmal ein Überspannungsschutz. Zu dem ist das alle auch noch im Treppenhaus ganz unten, wenn es da brennt kommt keiner mehr aus dem Haus.
    Hab jetzt ein Telefonmarathon hinter mir das seines gleichen sucht, die Hausverwaltung hat den Ernst der Lage begriffen und eine Eigentümerversammlung für Anfang Juni angesetzt in der die Thematik besprochen werden soll.
    Ich denke mal hier kommt das Haus nicht um eine komplette Neuverlegung der Elektrik herum oder wie seht ihr das?
    Der Elektriker meinte wenn die Donetz das sieht schalten die das Haus sofort ab...kommt das häufiger vor?

    Gerne höre eure Meinungen dazu.. bin auf jeden Fall ziemlich platt.

    Viele Grüße
     
  11. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Wetten das nichts passiert. Die Mehrheit sagt, funktioniert seit 1960 wird also noch die nächsten 20 funktionieren,
    Und Überspannungsschutz ist erst seit wenigen Jahren Vorschrift, zu 99% falsch oder halb ausgeführt. Einfach eine zusätzliche Einnahmequelle dank guter Lobbyarbeit.
     
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