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Sat Anlage Norwegen

Diskutiere Sat Anlage Norwegen im Antennentechnik Forum im Bereich GEBÄUDE- UND HAUSTECHNIK; Hallo, Ich habe folgendes Problem. Wohne selber in Norwegen. Wir haben hier in Norwegen ein Haus gekauft und ich möchte hier deutsches Fernsehen...

  1. #1 dirkstordal, 24.09.2017
    dirkstordal

    dirkstordal Neues Mitglied

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    Hallo,

    Ich habe folgendes Problem. Wohne selber in Norwegen.

    Wir haben hier in Norwegen ein Haus gekauft und ich möchte hier deutsches Fernsehen schauen. Bei unserem alten Haus hier in Norwegen hatte ich das schon. Hatte so einen 16 fach Multischalter mit grosser Sat schüssel und einem Quattro LNB.

    Das hat super funktioniert.

    Nun haben wir uns jedoch hier ein neues Haus gekauft, wo ich meine Schussel so ziemlich genau 300m entfernt oben auf dem Berg platzieren muss um über den anderen Berg den wir hier im Süden vorm Fenster haben drüber zu kommen.

    Ich brauche quasi eine Technik, die erlaubt das Sat Signal 300m weit zu schicken. Ich möchte wenigstens 4 Fernseher nutzen können, event sogar mein Multischater mit Quattro LNB irgend wie mit einbinden.

    Weiss jedoch nicht ob das geht bis 300m.Und dazu muss man ja auch 4 Koax Kabel ziehen, was recht teuer wäre.


    Was würden Ihr mir empfehlen ? Glasfaser oder Netzwerk oder event hat ja jemand eine andere Idee.
     
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  3. Dipol

    Dipol Hülsenpresser

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    Hallo und Willkommen im Forum!

    Dann "gönnen" wir uns doch mal eine Dämpfungs-/Pegelberechnung:

    Das Teilnehmerpegelfenster in der Sat.-ZF beträgt 47 - 77 dB(µV), wobei man zu den Limits 3 bis besser 6 dB Abstand einplanen sollte, also Optimalpegel 53 - 71 dB(µV) und eine max. Schräglage von 6 dB (= Faktor 1:2).

    Aus einer 1,00 m-Antenne sind mit normalen 55 dB LNB-Verstärkung ~ 85 dB(µV) LNB-Ausgangspegel zu erwarten, mit einem High-Gain-LNB bis zu 10 dB mehr. 300 m LCM 17 dämpfen:
    • Bei . .862 MHz: 39 dB
    • Bei 2.150 MHz: 69 dB
    Selbst mit High-Gain-LNB, HQ-Erdkabel in RG 11 und Inlineverstärkung etwa nach halber Kabelstrecke bekommen eine Pegelanpassung von -3 ... 27 dB nur ganz wenige Ausnahmekönner hin. 1,2 km LCM 17 + Verstärker + Enzerrer zum Ausgleich von 24 dB Schräglage wären aber ohnehin hochgradig unwirtschaftlich. Die frequenzabhängige Dämpfungsschräglage der Multischalter-Sternleitungen kommt da noch hinzu.

    Stattdessen bieten sich an:
    • LWL-LNB (1 Faser je Satellit + 1 Koax für die Stromversorgung erforderlich) und Quatro-Abschlusseinheit für den Multischalter
    • Quatro-LNB und Unicable-Matrix (ab Matrix nur 1 Kabel erforderlich)
    Ein Einkabel-LNB kommt bei der Leitungslänge nicht infrage.

    Für eine seriöse Projektion ist mehr Input erforderlich, insbesondere die Typen der Bestandskomponenten und ob an der Antenne ein Stromanschluss vorhanden ist. Die Unicable-Lösung setzt bis zu 8 Receivern voraus, dass die Empfänger diesen Befehlssatz beherrschen, ab dem 9. Empfänger ist ein Befehlssatz mit JESS/SCD 2 erforderlich.

    An diesem Objekt verbietet sich m. E. Do-it-yourself durch einen fachfremden Laien ohne Antennenmessgerät, zumal auch mit einem erhöhten Blitzschlagrisiko zu rechnen ist. Wie in Deutschland ist in Normwegen die für Antennensicherheit primär maßgebliche IEC 60728-11 harmonisiert, deren Vorgaben zu Erdung und Potenzialausgleich unbedingt zu beachten.

    Ich nehme an, dass die antennen- und blitzschutztechische Kompetenz bei den Profis in Norwegen ebenso unterschiedlich wie in Deutschland ausfällt und empfehle potenzielle Installateure genau zu checken.
     
  4. #3 dirkstordal, 25.09.2017
    dirkstordal

    dirkstordal Neues Mitglied

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    Oh, cool. danke für die Antwort. Ich werde morgen mal Fotos machen von dem Multischalter, welchen ich habe. Strom liegt dort oben noch nicht, aber man kann dort hin Strom legen. Habe Schiffkabel liegen, 4 x 2.5 quadrat 500m und kann dort hoch ein Kabel für Strom legen.

    Weiterhin muss ich das auch alleine Installieren können, in Norwegen hat kein Mensch eine Sateliten Anlage an der Wand. Die haben alle Intenet mit den tollsten Fernsehverträgen (pay TV) . Das haben wir ja auch im Haus ( Alle Serien in Englisch mit norwegischen untertitel, gäähhnnn) , aber will ja deutsches Fernsehen.

    Also vestehe ich das so, ein LWL Kabel hoch und ein Stromkabel für Spannungsversorgung. Einen Schaltkasten kann man da oben setzen, das ist Blanker Fels und man kann eine Wandhalterung anschrauben, warum auch nicht ein Abzweigkasten 50x30x20cm zum Beispiel.

    Was hällst du von Sat to IP , und dann mit so einem Powerline das Netzwerksignal über das Stromkabel runter ins Haus, oder meinst du das geht nicht. So ein Powerline Set hat ja 600Mbit über eine Stromleitung und soll 300m weit gehen.
     
  5. #4 Dipol, 25.09.2017
    Zuletzt bearbeitet: 25.09.2017
    Dipol

    Dipol Hülsenpresser

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    Ich sehe zu selten von EFK sicher und normkonform installierte Antennen um nicht bei Eigenmontagen erdungspflichtiger Dachantennen durch fachfremde Laien kein Bauchgrimmen zu bekommen. Freilandantennen haben einen noch höheren Schutzbedarf. Die Installation einer Anlage mit Opto-LNB bei einer Freilandandantenne, verbietet sich - trotz vorkonfektionierten LWL - m. E. von selbst. 300 m Distanz sind für Glasfaser ein Klacks, aber wehe die Anschlüsse sind auch nur minimal verunreinigt.

    Das LWL-Erdkabel ist übrigens zweiadrig und würde in Kombination mit entsprechender Hardware auch ein Duofeed zulassen.
    Optische LNB benötigen entweder eine Ortsspeisung oder Fernspeisung über ein Koax-Erdkabel. In Abhängigkeit von der regionalen Bllitzdichte und Risikoanalyse nach IEC 62305-2 wäre zu bewerten, ob der PA des Koaxschirms am Gebäudeeintritt blitzstromtragfähig sein sollte und Kombiableiter sinnvoll sind, denn:
    Mit den Sonderheiten normwegischer Stromnetze habe ich mich noch nicht befasst und werde mir am Wochenende den Originaltext der IEC 60728-11 vornehmen und die Konsequenzen für den Schutzpotenzialausgleich überdenken.
    Powerline ist eine problematische EMV-Schleuder, um die Störertechnik mache ich einen großen Bogen und bin dafür der falsche Ansprechpartner.

    Das LWL-System ist erprobt, stört niemand, das LWL-Erdkabel hat keine Metallarmierung und ist daher immun gegen Blitzschlag und Überspannung. Blitz- und überspannungstechnische Schutzmaßnahmen beschränken sich auf die Koaxfernspeisung bzw. ein Starkstromkabel für Ortsspeisung an der Antenne.

    Ob das Inverto Sat-IP-LNB IDLI-8CHE20-00POE-OSP (wer lässt sich nur solche Typen einfallen?) oder das System von Devolo bei 300 m Distanz noch funzt, kann ich mangels eigener oder Kenntnis fremder Erfahrungen nicht beurteilen und empfehle eine Anfrage an den Sat.-Shop Heilbronn.
     
  6. bigdie

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    Sat to IP wäre schon mal eine andere Lösung. Allerdings wird das mit dem übertragen übers Stromkabel scheitern. Netzwerkleitung wäre dann auch Lichwellenleiter. Ich glaube aber die Komponenten sind in der Netzwerktechnik etwas günstiger. Versuchen kännte man auch Wlan mit 2 Richtantennen, wenn Sichtverbindung besteht. Strom brauchst du aber in jedem Fall. Und 2,5mm² ist da auch nicht viel bei 500m Da sollte dann auf jeden Fall ein FI Schutzschalter davor und eine möglichst kleine Sicherung 2A oder sowas.
     
  7. #6 Dipol, 27.09.2017
    Zuletzt bearbeitet: 27.09.2017
    Dipol

    Dipol Hülsenpresser

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    Alles was zu Sat>IP zu sagen gibt, ist auf den 6 Seiten im DF-Forum nachzulesen. Wenn es ein Produkt gibt auf welches das Motto "Gesprungen als Tiger, gelandet als Bettvorleger" passt, dann ist es das Sat>IP-LNB.

    Ich rate dringend davon ab einen noch erhältlichen Restanten-LNB zu erwerben.

    Bei 300 m Distanz sind optische Lösungen mit Original INVACOM LWL-LNB oder OEM umgelabelt, oder die Kombination eines üblichen Quatro LNB mit optischen Sendern und Empfängern wie z. B. von KATHREIN oder Fracarro oder EMME ESSE die einzigen vernüftigen Alternativen. Bei zwei (oder vier) Satelliten bietet JULTEC kostengünstige Lösungen mit widebandtauglichen Einkabelmatritzen an.

    Obwohl es ein vorkonfektioniertes Erdkabel mit 300 m Länge gibt, wiederhole ich meine Bedenken gegen Montagen durch unqualifiziertes Personal ohne Antennenmessgerät, egal ob Laie oder EFK.
     
  8. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Ich rede auch nicht von einem LNB. Gibt heute eine Reihe Receiver, die das können. Sowas bau ich dann da oben in eine Kiste und gut.Theoretisch kann man so ein Teil sogar in Deutschland bei bekannten anschließen, wenn die seeehr schnelles Internet haben und falls es in Norwegen auch halbwegs schnell ist und das über VPN verbinden. Wird zwar bestimmt nicht für 4K reichen, aber das bietet eh kein Sender. Rein theoretisch brauchst du nicht mal einen Receiver. Wenn du in DE noch Verwandte hast, und die vieleicht sogar Glasfaser haben, kannst du theoretisch auch Entertain bei der Telekom buchen und umleiten nach Norwegen. Alles nur eine Frage der Bandbreite. Das war aber Theorie, hab sowas noch nie probiert.

    Aber nochmal nach Norwegen, ein 20m Mast reicht nicht,? Das wäre wahrscheinlich wesentlich einfacher als 500m Leitung.
     
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