Schmankerl: "Flickung" einer HLAK -aber warum so?

Diskutiere Schmankerl: "Flickung" einer HLAK -aber warum so? im Allgemeines Forum im Bereich Diverses; Ich hab den hier eigentlich für Arbeiten in Schaltschränke mit vielen UT-Reihenklemmen. Kann ich auch für kleine und mittlere Alu-Baustellen nur...

  1. #21 BrunoKreisky, 25.06.2020
    BrunoKreisky

    BrunoKreisky Leitungssucher

    Dabei seit:
    06.06.2020
    Beiträge:
    197
    Zustimmungen:
    53
    Ich hab den hier eigentlich für Arbeiten in Schaltschränke mit vielen UT-Reihenklemmen. Kann ich auch für kleine und mittlere Alu-Baustellen nur empfehlen (je nach Anwendung dann aber eher die Nummer größer bei den Nm). Ist besonders beim Nachziehen sehr praktisch. Bei Wera gibt's auch einen ohne Stellwerkzeug, für wen das zu unpraktisch sein sollte.
     
  2. Anzeige

  3. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

    Dabei seit:
    30.04.2009
    Beiträge:
    19.664
    Zustimmungen:
    511
    Der würde dir bei einer Abzweigmuffe nichts nützen. Mit dem Schraubendrehergriff bekommst du dort die Schrauben garantiert nicht fest genug:D
     
    BrunoKreisky gefällt das.
  4. #23 BrunoKreisky, 26.06.2020
    BrunoKreisky

    BrunoKreisky Leitungssucher

    Dabei seit:
    06.06.2020
    Beiträge:
    197
    Zustimmungen:
    53
    ...vorausgesetzt, ich bekäme die Leiter verletzungsfrei in die Klemmstellen um überhaupt am Verschrauben scheitern zu können... Das ist nicht meine Liga.
     
  5. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

    Dabei seit:
    30.04.2009
    Beiträge:
    19.664
    Zustimmungen:
    511
    Ich bin auch seit mehr als 20 Jahren raus aus der Sache mit den dicken Strippen. Aber in meiner Firma wurden vor 4 Jahren 2 alte Trafostationen durch eine Neue ersetzt. Da war ich viele Wochenenden in der Firma nur zum ab und wieder zuschalten. Die dicken Kabel und die vielen Muffen hat eine Fremdfirma gemacht. Bei denen hab ich auch die Klemmen mit den Abreisschrauben das erste Mal gesehen.
     
  6. gert

    gert Freiluftschalter

    Dabei seit:
    28.09.2007
    Beiträge:
    6.653
    Zustimmungen:
    269
    Ich werke gelegentlich an der Straßenbeleuchtung einer nordhessischen Stadt.

    Material (Leuchtenköpfe, Übergangskästen, etc), wird beigestellt.

    Da wird seitens des Bauhofs nicht unterschieden, ob Cu oder Al .

    Gruß Gert
     
  7. #26 BrunoKreisky, 26.06.2020
    Zuletzt bearbeitet: 26.06.2020
    BrunoKreisky

    BrunoKreisky Leitungssucher

    Dabei seit:
    06.06.2020
    Beiträge:
    197
    Zustimmungen:
    53
    Nachdem ich bezüglich der Aderendhülsen auf Alu-Leitern (<10mm²) immer wieder unterschiedliche Infos bekommen habe, die von "geht gar nicht" bis "muss sein" reichen, hab ich im Labor mal eine Runde "Freitags nach 1" gespielt. (Danke @bigdie und @gert, dass ihr mich da schon wieder zum Nachdenken gebracht habt :-) )

    Zwischenergebnis:

    * Mit Crimpzangen ohne mechanische Übersetzung ist das Ergebnis Mist (keine Überraschung)

    * Mit selbststellenden Zangen (Knipex und Klauke, was ich halt da hatte) ist das Ergebnis wenig zufriedenstellend. Die entlastet zu schnell und die Hülse sitzt mir zu lose.

    * Mit der Knipex PreciForce (975238) ist das Ergebnis dagegen überraschenderweise überragend. Ist die gleiche Backe wie bei der MultiCrimp, trapezförmig. Wenn man die Hülse aufschneidet, sieht man, dass der Leiter umgeformt wird, also mutmaßlich richtig dicht verpresst.

    Mein Vorgehen:

    1. Isolierte AEH passend zum Querschnitt mit Alu Plus gefüllt.

    2. Ader abisoliert, abgeschabt und in die Hülse eingeführt (unten zugehalten dabei)

    3. Verpresst.

    Getestet mit Resten von DDR-Kabeln aus dem Schrott, die ich halt da hatte (2,5mm², 4mm², 6mm²)

    Als irrer Ingenieur habe ich jetzt aus einer alten HLAK einen Testaufbau gebastelt. Zwei Adern (2,5mm² und 6mm²) so bearbeitet, mit exaktem Anzugsmoment verschraubt und mit hohem Prüfstrom vermessen. Der Übergang von den beiden Leitern auf die Prüfkontakte ist mit WAGO 221-612 realisiert.

    Das lass ich jetzt ein paar Wochen am Fensterbrett stehen, wo jeden Tag die Sonne drauf knallt.

    Ich werde dann die Messung wiederholen und prüfen, wie sich das Fließen mit der so verpressten Hülse verhält. Als Vergleichsgruppe für das Moment habe ich die gleichen Querschnitte ohne Hülse in eine gleichartige HLAK rein verschraubt.

    Mal sehen, was dabei raus kommt. Wenn ihr wollt, mache ich dann Bilder und schreib hier über das Ergebnis, keine Ahnung ob das für jemanden von Interesse ist.
     
  8. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

    Dabei seit:
    30.04.2009
    Beiträge:
    19.664
    Zustimmungen:
    511
    Ich hab die Hülse nicht gecrimpt,einfach nur drüber geschoben bei 2,5mm² um zu verhindern, das die Schraube den Draht abquetscht.
     
  9. gert

    gert Freiluftschalter

    Dabei seit:
    28.09.2007
    Beiträge:
    6.653
    Zustimmungen:
    269
    Ähnlichen Versuchsaufbau hatte ich mal mit CU- Leiter in verzinntem Kabelschuh an V4A.
    Über mehrere Jahre am Gartenzaun aufgehängt...

    Gruß Gert
     
    BrunoKreisky gefällt das.
  10. xeno

    xeno Lüsterklemmer

    Dabei seit:
    15.04.2016
    Beiträge:
    740
    Zustimmungen:
    68
    Diese Abreißschrauben kenne ich nur für 20kV Verbindungsmuffen, da sind es mehrdrähtige Al-Leiter. Für 150mm² Alu sektorförmig eindrähtig wurden in meiner EVU Zeit normale Schrauben benutzt.
     
  11. #30 BrunoKreisky, 27.06.2020
    BrunoKreisky

    BrunoKreisky Leitungssucher

    Dabei seit:
    06.06.2020
    Beiträge:
    197
    Zustimmungen:
    53
    Klingt interessant... Wie hat sich die Witterung da ausgewirkt?

    (in meinem Fall Fensterbrett zwecks zyklischer Erwärmung und Abkühlung, wobei ich noch ein oder zwei Runden Tiefkühltruhe einfügen könnte)

    @xeno Sind das dann eigentlich Gießharz-Muffen, oder wie wird das gemacht?
     
Thema:

Schmankerl: "Flickung" einer HLAK -aber warum so?