Spannungsabfall, wenn starker Verbraucher eingeschaltet wird

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  1. cab

    cab Schlitzeklopfer

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    Hallo zusammen, mir war aufgefallen, dass unser Licht "flackert", wenn ich einen Fön mit 1,8kW anschalte. Nachgemessen sinkt die Spannung um 4V im gesamten Haus, in der Küche sogar um 7V, solange der Fön läuft. Dass die Spannung sinkt ist klar. Hab mal nachgerechnet, bei Kupfer (1,5mm) und Leitungslänge 20m wären das 0,2 Ohm, macht also 2V (ca.). Ich das normal, dass sich das durch die Klemmen im Verteilerkasten und in den Steckdosen so stark erhöht, also Faktor 2 und in der Küche sogar Faktor 4? Kann das an schlampiger Verschraubung der Steckdosenanschlüsse liegen? Oder ist das einfach normal??
    Danke für Eure Einschätzung!!
    Christian
     
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  3. EBC41

    EBC41 Schlitzeklopfer

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    Bei alten Anlagen kann das normal sein.

    Der Fön zieht knappe 8A.
    Bei 4 Volt Abfall gleich nach dem Zähler wäre das eine Netzimpedanz von 0,5 Ohm. Scheint schon etwas hoch zu sein; aber wenn bei Euch die Zuleitung zum Haus recht lange ist, und sogar als Freileitung ausgeführt ist, könnte es schon plausibel sein. Evtl. auch noch längere Hauptleitung von Hausanschlusskasten zum Zähler?

    3 Volt nach dem Zähler entspräche einer Leitung mit 1,5mm² von etwa 15 Metern.
     
  4. cab

    cab Schlitzeklopfer

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    ok, d.h. Spannungsabfall ist immer, die Frage ist nur wie hoch der ist. Das beruhigt mich schonmal. Wenn man so seine Bekannten fragt, kriegt man immer nur die Antwort "nein, bei uns flackert nichts, da musst du mal die Elektrik prüfen lassen".
    Jedenfalls ist es schon komisch, dass es im ganzen Haus erwartungsgemäß 3-4V sind, und nur in der Küche das Doppelte. Das Haus wurde vor 7 Jahren gebaut. Ich schätze, da muss ich die ganzen Lüsterklemmen in den Steckdosen nachziehen.... ;)
     
  5. #4 Darkness, 16.11.2022
    Darkness

    Darkness Leitungssucher

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    Austauschen gegen Wago 2273 (gibts in 2/3/4/5/8-fach und geht bis 2,5mm²).
    Für feindrähtige/mehrdrähtige Leiter oder Querschnitte bis 4mm² eignet sich die Wago 221.

    Mit den Dosenlüsterklemmen muss man umgehen können, sonst werden die zum echten Problem.
    Die fliegen daher idR bei Gelegenheit immer raus.

    Flackern ist bei schalten größerer (induktiver/kapazitiver) Verbraucher normal, nur bei einem Föhn sollte das bei einer 7 Jahre alten Installation imho nicht passieren.
     
  6. cab

    cab Schlitzeklopfer

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    Zum Thema "damit muss man umgehen können":
    ich hatte tatsächlich direkt nach Einzug die Lüsterklemmen größtenteils ersetzt durch Wago und dabei hatte ich mehrere gefunden, die zwar zugeschraubt waren, bei denen aber leider das betr. Kabel nicht mitverschraubt. Soviel zur Sorgfalt des Elektrikers. Ich vermute etwas Ähnliches ist auch für die 7V verantwortlich...
     
  7. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Wenn es wirklich 20m Leitung sind und nicht Ader, dann komme ich auf 3,7V
    Ansonsten hat man natürlich auch Spannungsfall im Ortsnetz und auch über jeder Sicherung usw.
     
  8. gert

    gert Freiluftschalter

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    Also ich wohne am Ende eines Netzausläufers, ca. 500 m bis 700 m vom Ortsnetztrafo entfernt.
    In unserem Stich liegen genau 6 Wohnhäuser, deshalb gehe ich mal von NAYY 4 mal 70 aus.

    Das Flackern habe ich eben versucht nachzubilden.

    U null ist eben 236 V gewesen. Wenn ich direkt hinter dem Zähler eine Last von 2 kW anschließe, geht die Spannung auf 228 V zurück. Kein Flackern.

    Zu meiner Werkstatt liegen rund 30 mtr 5mal 6mm². Wenn ich da an die entfernteste Steckdose gehe, kommen nochmal rund 15 mtr. 3 mal 1,5 mm² dazu.

    Bei Belastung mit 2 kW geht die Spannung auf 219 V zurück. Aber es flackert nix.

    Gruß Gert
     
  9. cab

    cab Schlitzeklopfer

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    Sehr interessant! Bin froh, dass ihr meine Vermutung bestätigen könnt, es fällt also i(logischerweise) immer Spannung ab.
    Gert, das Flackern hätte ich vielleicht nicht so nennen sollen, tatsächlich ist es auch bei uns ein Spannungsabfall, nur wird der verursachende Verbraucher zwei bis fünfmal pro Sekunde automatisch an und ausgeschaltet (dann flackerts). Das ist eine Espressomaschine, deren Brühwasser durch eine PID-Regelung, die ständig die Heizspirale (1200 W) an- und ausschaltet, auf konstanter Temperatur gehalten wird.
     
  10. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Zur Sicherheit könnte man mal messen, ob die Spannung auf einer anderen Phase gleichzeitig steigt.
    Also den Fön auf Phase 1 einschalten und gleichzeitig auf Phase 2 Spannung messen.
    Zumindest wenn man relativ nah an der Trafostation liegt wäre der Spannungsfall Netzseitig ungewöhnlich. Dann kann es auch sein, der PEN ist Netzseitig unterbrochen und der gesamte Neutralleiterstrom fließt über deinen Erder.
     
  11. #10 Rockylangohr, 19.11.2022
    Rockylangohr

    Rockylangohr Hülsenpresser

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    Hallo zusammen,

    eigentlich sollte eine 7 Jahre alte E-Installation die besagten Probleme nicht verursachen.
    Allerdings können sich z.B. lose Klemmen auch erst Jahre später bemerkbar machen, wenn diese durch größere Stromlasten immer höhere Übergangswiderstände bekommen > Brandgefahr

    Ich denke ein E-Check wäre hier angebracht, spezielle Messungen sollten die Ursache ermitteln.
    Erst wenn das keinen Erfolg bringen würde, könnte man den VNB beauftragen.
    Die machen dann in aller Regel eine Langzeitmessung zwecks Netzqualität..

    Gruß Rockylangohr
     
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