Steckerleiste mit mehreren Schaltnetzteilen einschalten

Diskutiere Steckerleiste mit mehreren Schaltnetzteilen einschalten im Grundlagen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; Hallo zusammen, seit einiger Zeit bin ich hier nun stiller Mitleser und habe nun auch ein Problem, zu welchem mir verschiedene Lösungen...

  1. #1 Alex_P, 15.03.2017
    Zuletzt bearbeitet: 15.03.2017
    Alex_P

    Alex_P Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    seit einiger Zeit bin ich hier nun stiller Mitleser und habe nun auch ein Problem, zu welchem mir verschiedene Lösungen einfallen, das ich hier gerne erörtern würde.
    Im Wohnzimmer habe ich eine Steckerleiste über die einiges an Multimedia-Geräten versorgt wird (weil man integrierten Netzteilen, teils mit Stecker-Schaltnetzteilen). Abends schalte ich die Steckerleiste immer aus, um die Geräte bzw. deren Schaltnetzteile ein wenig zu schonen (austrocknende Elkos usw.) und weil es ja nicht nötig ist, dass die Geräte ständig am Netz hängen.
    Nach ich nun aber mittlerweile 2 Steckerleisten verschlissen habe (teilweise haben sich die Kontakte der Schalter verschweißt, teilweise gab es einfach "nur" Kontaktabbrand), möchte ich eine etwas robustere Lösung einsetzen.
    Der Einschaltstrom der Netzteile ist halt doch schon ziemlich groß.

    Erster Gedanke war eine Master-Slave-Steckdose, von der aber in diesem Thread:https://www.elektrikforen.de/threads/master-slave-steckdosen.21283/#post-168220
    abgeraten wird.

    Der zweite Gedanke wäre ein Lasttrennschalter (darf leider keine ext. Links posten, aber es gibt beim großen A z.B. große rote, die mit Hauptschalter 16A 3-polig bezeichnet werden)

    Andere Quellen raten zu einem Solid-State-Relais (SSR) das im Nulldurchgang der Spannung eingeschaltet wird, da müsste ich aber bestimmt einiges an Schutzbeschaltung vorsehen oder? (also eine Feinsicherung und ggf. einen VDR).
    Ein Schütz würde ggf. auch verwendbar sein.

    Weiterhin werden Lösungen mit NTCs und Relais vorgeschlagen (Relais überbrückt nach 2 Sekunden den NTC), aber auch hier müsste man ja an die Schutzbeschaltung denken (was passiert, wenn das Relais mal nicht einschaltet etc.)

    Eine Idee von mir wäre jetzt, einfach einen 2-poligen Leitunsschutzschalter C6A zu nehmen, den ich in ein kleinen 2-Einheiten-Verteiler setze. Der LS sollte die 7 Netzeile ja ohne Probleme schalten können (an meinem Haupt-Verteiler stört es den LS ja auch nicht, wenn ich die Steckerleiste im Wohnzimmer noch eingeschaltet habe.
    Wäre es in diesem Fall zulässig den LS über flexibel 3x1,5mm² mit Schukostecker und -buchse anzuschließen, wenn ich im Verteiler über eine ordentliche Zugentlastung sorge und natürlich Adernendhülsen verwende? Brücken in der Unterverteilung sind ja teilweise auch mit flexiblem Kabel und Adernendhülsen hergestellt.

    Am liebsten wäre mir natürlich eine Lösung à la vernünftige Steckerleiste xy bei der der Schalter den Einschaltstrom dauerhaft verkraftet.

    Wir reden hier über 7 Schaltnetzteile (TV, Subwoofer, AV-Receiver, Notebook, WLAN-Router etc.).
    Ein Einschaltstrom ist übrigens nicht so hoch, dass der B-16-LS in der Unterverteilung auslösen würde, sondern es leidet lediglich der Schalter der Steckerleiste nach einigen Monaten.

    Wie habt ihr soetwas bei euch gelöst? Selbes Problem tritt ja auch im Arbeitszimmer mit PC, Monitor, Drucker etc. auf.

    Über Meinungen und Anregungen freue ich mich,

    VG Alex

    Edit: die Einschaltstrombegrenzer die ich gefunden habe, sind für meinen Anwendungsfall wahrscheinlich auch nicht geeignet, da sie den Strom nur auf ca. 46 Ampere begrenzen. Das hilft zwar wenn der LS fliegen würde, aber gegen den Kontaktabbrand an meinem Steckerleisten-Schalter bringt mir das wahrscheinlich nichts oder?
     
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  3. #2 Darkness, 15.03.2017
    Darkness

    Darkness Hülsenpresser

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    Das dürfte deine Elkos nicht wirklich interessieren, die altern so oder so.
    Was für die wirklich schädlich ist, ist Hitze.

    Leitungsschutzschalter sind dafür nicht gedacht ( und auch nicht zulässig).
    Du benötigst entweder Leistungsschalter oder Schütz.
    Alternativ auch Relais oder bessere Schalter.
    Z.b. ein elektromechanisches Stromstroßrelais (Stromstoßschalter) mit 16A oder 25A Kontakten.
    > kein Standby Verbrauch
    Gar nicht mehr schalten.
    Der Standby Verbrauch ist bei modernen Geräten so gering, dass die Stromkosten vermutlich niedriger sind, als die Kosten für eine neue Steckdosenleiste.
     
  4. xeno

    xeno Lüsterklemmer

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    Nimm einfach zwei Steckerleisten mit Schalter und verteile die Netzteile geleichmäßig. Dann musst du eben 2 Schalter drücken statt einen, aber dafür werden die Schalter viel länger leben.

    Ich habe 4 Jahre täglich mein Heimkino-Equipment per Funktsteckdosen geschaltet und hatte da keine Ausfälle. So schnell passiert da auch wieder nichts.
     
  5. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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  6. Alex_P

    Alex_P Neues Mitglied

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    Hallo zusammen danke für die Tipps! Die gepostete Einschaltstrombegrenzung könnte genau das sein was ich suche. Ob es sich allerdings lohnt 40 Euro zu investieren ist natürlich eine andere Frage. Ich werde mal schauen was ich wirklich vom Netz trennen möchte und vielleicht nur TV, AV receiver und Subwoofer trennen. Das sollte die Steckerleiste ja schaffen. Ggf teile ich auf zwei leisten auf und nutze zwei Funk Steckdosen mit dem gleichen Fernbedienungscode.

    Auf die Sache mit dem 2-poligen LS würde ich gern nochmal zurückkommen : es wäre ja gewährleistet dass allpolig abgeschaltet wurde. Selbst wenn man sagt "der LS könnte durch das häufige schalten unzuverlässig werden", dann wäre ja immer noch der LS aus der unterverteilung da, der auslöst. D.h. Ja dass der Schutz trotzdem gegeben wäre. Hier gab es schon mal eine Diskussion zum Thema in der ich gelesen hatte, dass es sogar extra Schalter gibt die eben keine LS sind sondern nur ähnlich aussehen (in dem Fall Topic wurde das nämlich auch gefragt).

    Ich schalte jetzt also erstmal nur die 3 genannten Geräte und würde bei mehr Geräten dann auf 2 Steckerleisten aufteilen.

    Viele Grüße Alex
     
  7. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Der LS hat das gleiche Problem, wie der Schalter der Steckdosenleiste. wenn du oft diese Einschaltströme schaltest, dann ist er im Eimer. Die Netzteile sind praktisch kapazitive Lasten und die schalten ist nicht ohne. Solid State Relais gehen dafür auch. Aber wenn du dann mal alles zusammen rechnest, dann kommst du mit einem Solidstaterelais + Taster, Netzteil, Gehäuse oder auch mit dem 2pol. LS + Gehäuse und Kleinkram nicht viel billiger als die 40€ und da ist die Arbeitszeit nicht mit gerechnet.
     
  8. Alex_P

    Alex_P Neues Mitglied

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    Guten Morgen, bisher dachte ich, dass der LA, durch die Funkenlöschkammer kein Problem mit dem Einschaltstrom haben dürfte. Bzgl der Materiallosten hast du sicherlich recht das wird ja doch schnell teuerer. Ist denn ein LS wirklich nicht zugelassen auch wenn ein zweiter davor liegt?
     
  9. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Funkenlöschkammern nützen nur beim Ausschalten von induktiven Lasten. Nicht bei hohen Einschaltströmen.
    In einer festen Anlage sind 2 LS nacheinander nicht erlaubt, wegen fehlender Selektivität. In einem Gerät mit Stecker kannst du einbauen, was du willst. Da muss nichts selektiv sein zur vorgeschalteten Anlage, weil das Gerät diese ja nicht kennt.
     
  10. #9 Strippe-HH, 17.03.2017
    Strippe-HH

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    Es gibt auch mehrfach-Steckdosenleisten die mehrere Schalter in sich haben, dann kann man angeschlossene Netzgeräte Kontinuierlich ein-oder ausschalten.
     
  11. Alex_P

    Alex_P Neues Mitglied

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    Danke für die Erklärung bigdie. Das mit der Selektivität sehe ich ein. Ich hatte das mit der Funkenlöschkammer ua deswegen gedacht, weil es viel mehr knallt wenn ich die Steckdosenleiste einschalte als wenn ich den LS einschalte (kann aber sein dass mir das nur so vorkommt weil der LS besser gekapselt ist). Einmal hatte ich das "Vergnügen" unwissentlich bei Erdschluss einzuschalten, da hatte es auch ganz schön gerummst im LS.
     
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