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Unterverteilung , Fragen , Hilfe

Diskutiere Unterverteilung , Fragen , Hilfe im Grundlagen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; Moin moin, ich bin neu und hoffe auf Hilfe. Habe zwar gestern Nacht hier schon viel gelesen, aber da habe ich zu wenig Ahnung das auf meinen...

  1. #1 KarstenM, 02.03.2012
    KarstenM

    KarstenM Neues Mitglied

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    Moin moin,

    ich bin neu und hoffe auf Hilfe. Habe zwar gestern Nacht hier schon viel gelesen, aber da habe ich zu wenig Ahnung das auf meinen Fall zu übertragen.

    Folgender Sachverhalt: Ich bin handwerklicher Laie, habe zwar mein privates Haus mit saniert. Aber das ist auch schon wieder fast 10 Jahre her und Elektro erledigte eine Firma. Deswegen bin ich jetzt auf Hilfe angewiesen.

    Wir haben über unserem Büro eine Wohnung die zum 15.3 neu vermietet wird. Sie wurde komplett renoviert. Da der Elektriker Mandant bei uns ist und noch eine Rechnung offen hatte, wollte er gerne die Elektroarbeiten zum Verrechnen durchführen. Er ist etwas älter, aber total zuverlässig, Meister und Einzelkämpfer und genießt hier im Ort einen hervorragenden Ruf.

    Dazu muss gesagt werden, das Haus ist aus 1961 und alles noch im Originalzustand bis auf der Zählerkasten im Keller für die betreffende Wohnung. Der Mieter der da einziehen will (hat Elektriker gelernt, arbeitet aber schon lange nicht mehr im Beruf), bat mich jetzt ein paar Sachen zu klären, weil er der Meinung ist, das einige Sachen nicht ganz richtig sind. Mein Elektriker meinte jetzt gestern nach einem Gespräch das passt schon alles. An einigen Punkten hat mir das Forum aber schon das Gegenteil bewiesen :-((

    Im Keller vor dem Zähler befindet sich ein Hager SLS E35, dann folgt der Zähler und dann geht es weiter mit drei Schraubbaren Vorsicherungen 3x25A.

    Neben dem Zähler im Keller liegt ein Kabelbündel 5x10 mm², ich denke mal davon wurde die Leitung in das 1. OG gelegt.

    Dann ist in der Küche ein Unterputz Unterverteiler eingebaut aus dem jetzt noch die Kabel wild heraus hängen. In der Unterverteilung sind bereits 18 ABB S201 16A Leitungsschutzschalter verbaut, ein FI (40 A, 0,03A) daneben ein 3er Leitungsschutzschalter16A für den Herd und zwei graue Blöcke die die Kabel aus dem FI auf die zwei Reihen der Verteilung führt die über dem FI liegen. zwei blaue und zwei gelbe Klemmleisten.

    Jetzt kommen aus der Wand
    21 Kabel mit der Aufschrift Steckdose
    1 mal Herd
    1 mal Waschmaschine
    1 mal Trockner
    1 mal Küche
    1 mal Keller
    5 mal 5 Adrig Licht, bzw. Licht+Steckdose
    1 mal Badezimmer

    Der Mieter bemängelte folgendes:

    Die Kabel aus den Zimmern sind 3x1,5 mm² und jede Steckdose wurde bis zur Unterverteilung gelegt. Die dürfen auf Grund des Querschnittes nicht mit 16A abgesichert werden.
    Frage: Stimmt das? habe hier im Forum auch gelesen, das 13 A wohl richtig wären. Licht mit 10A?

    Die Kabel für Herd, Trockner, Küche und Waschmaschine sind 2,5 mm². Das würde dann ja stimmen, oder erfordern solche Verbraucher höhere Absicherungen?

    Ein FI wäre zu wenig?

    Der Mieter meinte es dürfen nicht mehr als 2 Adern an einen Leitungsschutzschalter. Wenn ich jetzt nochmal nachzähle kommt das ja auch hin.
    Meine Frage: Ist das erlaubt 2 Adern an einen ABB Leitungsschutzschalter

    Ist die Sicherung 3x25 A am Zähler ausreichend bemessen? Und macht das sonst alles halbwegs Sinn?


    So, das war für einen ersten Beitrag sehr viel. Sorry. Aber bin etwas unruhig. Er will das am Montag alles fertig machen und ich würde jetzt gerne wissen. Muss ich einschreiten? Wer hat Recht Mieter oder Meister? Und der Einzugstermin naht ja auch.
    Blöde Situation, ich will es mir mit beiden nicht verscherzen. Sollte aber auch alles seine Richtigkeit haben. Der Mieter will wenn es so bleibt ne Anlage zum Mietvertrag das er davor gewarnt hat. Kann ich auch irgendwie verstehen.

    Würde mich über Antworten freuen. Vielen Dank im voraus.
    Viele Grüße
    Karsten
     
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  3. fuchsi

    fuchsi Hülsenpresser

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    AW: Unterverteilung , Fragen , Hilfe

    16A und 1.5mm² kann durchaus noch passen. Das kommt auf Verlegeart, Leitungslänge, Häufung an. Das müsste man vor Ort klären.
    Sicherer ist man allerdings tatsächlich mit 13A Leitungssdchutzschalter


    Diese Verbraucher reitzen eine Steckdose meist tatscählich zur Gänze aus, Darum verwendet man hier gerner 2.5mm².
    Je nach Verlegeart, Leitungslänge, Häufung könnten allerdings durchaus auch 1.5mm² ausreichend sein.
    Höher als 16A darf man Steckdosen allerdings soweiso nicht absichern.

    Es gibt die DIN 18015, die verlangt, dass im fehlerfall nicht die komplette Anlaga abgeschaltet werden soll.
    DINM Normen sind allerdings Regelwerke, die erst verpflichtend werden, wenn man sich darauf beruft (z.B.: beid er Auftragsvergabe)

    Ich persönlich finde einen FI in einer Wohnung durchaus als ausreichend. meiner in der Wohnung hat in den letzen 10 Jahren erst einmal ausgelöst, und da habe ich mich selöber mit dem Duspol an einer Steckdose herumgespielt (Lastzuschaltung ausprobiert)

    Die legt der Hersteller der leitungsschutzschalter fest.
    Normalerweise kann man von 2 klemmbaren Adern ausgehen.

    die ist imho unnötig, da ja vorher eine SLS mit 35A sitzt. Wozu die Schraubsicherungen eingebaut wurden, musst Du den Eli selber fragen.
     
  4. #3 Kaffeeruler, 02.03.2012
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    Kaffeeruler Administrator
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    AW: Unterverteilung , Fragen , Hilfe

    Stimmt nicht.
    Wie hoch eine Leitung abgesichert werden darf bestimmt
    1) Das Betriebsmittel in Form der Schukosteckdose, das wären max. 16A als Obergrennze
    2) Der Schleifenwiderstand der Leitung , mit diesen Wert + der Spannung kann ich den max. Strom Ik errechnen der über diese Leitung im Kurzschlussfall fließen kann ohne das sie abbrennt. Um einen 16A LSS verbauen zu können müsste ich somit rund 120A haben ( 5x 16A + 50% Messfehler lt VDE ) , häufung , verlegeart usw kommen dann noch dazu
    3) Im falle deines lichtschalters gibt es eine kleine Ausnahme da man davon ausgehen kann das der Schalter nicht überlastet werden kann.. Wer hat schon 3,6Kw an Lampen im Wohnzimmer ;) Somit kann der lichtstromkreis auch auf einen Steckdosenstromkreis abgesichert werden mit 16A .
    wenn ich jedoch den 10A Schalter zum schalten einer Steckdose nutze darf ich nur mit 10A absichern oder einen 16A Schalter einbauen


    passt schon wenn die Messungen nix anderes sagen


    Ja, siehe DIN Normen. 2 müssen es min sein

    Welche Type ? Welcher Querschnitt ?
    Siehe Datenblätter


    Sollte passen


    mfg Dierk
     
  5. #4 Pavel Chekov, 02.03.2012
    Pavel Chekov

    Pavel Chekov Hülsenpresser

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    Hallo Karsten,

    das paßt schon! Ich hätte es genauso Installiert wie dein Elektriker! Ich sehe da keine Mängel!
    Ich hätte jedoch auf einen Mieter der schon vor dem Einzug rumnörgelt verzichtet.
    Das läßt Ärger für die Zukunft erwarten.
     
  6. #5 süddeutshland_elektriker, 02.03.2012
    süddeutshland_elektriker

    süddeutshland_elektriker Spannungsgeprüft

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    @ Karsten: Du erhälst sowieso vom ausführende Meister bzw. dessen Betrieb eine abschließende Bescheinigung, das alles korrekt installiert & geprüft wurde.
    Diese fotokopierst Du und legst sie dem Mieter vor, sofern er das Thema nochmals fokussiert.
    Dann ist Ruhe.

    BTW: Es würde mich nicht wundern wenn Dein zukünftiger Mieter zur Berufsgruppe Jurist, Ingenieur, Daimler-Mitarbeiter, etc.
    gehört .-)
     
  7. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    AW: Unterverteilung , Fragen , Hilfe

    hast was vergessen
    4.max. Spannungsfall , der nach Din nicht höher als 3% sein darf, nach VDE 4% glaub ich.
    3% bei 16A sind bei 1,5mm² 18m länge allerdings gilt der Spannungsfall bis zum Zähler.

    5. Die max. Sicherungsgröße für die Leitung bei bestimmten Verlegebedingungen. wenn die Leitung in Dämmstoff liegt, sind 16A nicht mehr zulässig.

    1 FI ist theoretisch auch OK zumindest im TN-c Netz, weil du die Bedingung der din, das nicht alles aus gehen darf, auch erfüllst, wenn das Licht nicht über FI geht. Würde ich persöhnlich aber nicht machen.

    Und mal ehrlich die 16A Diskussion in einer Wohnung ist so dämlich, weil selbst wenn der Spannungsfall 5% wäre, sollte man sich mal fragen, wieviel Strom im Wohnzimmer oder Schlafzimmer wirklich fließt und wie lange. Wenn mann den Staubsauger mal einschaltet, hat man mal 6A sonst wird es eher weniger sein. Die 16er Leitungsschutzschalter nimmt man doch nur, weil die 13er oder 10er das 3-fache kosten. Ich bin 30Jahre im Beruf ich hab schon jede Menge weggebrannte Klemmstellen und Steckdosen gesehen aber bis auf einen Fall nie eine Nym Leitung, die an Überlastung kaputt gegangen ist und in diesem Fall ist der Strom eines Schweisgerätes über den PE des Nym geflossen, weil der Schweißer sein Massekabel falsch angeklemmt hat.
    Ergo würde ich in einer Wohnung genau wie der Meister 1,5mm² legen und mit 16A absichern, das ist am preiswertesten und läßt sich außerdem am besten verarbeiten.
    Übrigens als ich gelernt hab in der DDR durfte man 1,5mm² Cu oder 2,5mm² AL sogar bis 20A absichern, nur mal zum nachdenken.
     
  8. #7 KarstenM, 02.03.2012
    KarstenM

    KarstenM Neues Mitglied

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    AW: Unterverteilung , Fragen , Hilfe

    Vielen vielen Dank schon mal für die Antworten. Das beruhigt mich schon mal wieder.

    Ich werde mir das später mal alles genau durchlesen. Sind ja schon sehr viele Infos für nen Laien ;-))

    Das mit den Datenblättern der Schutzschalter, da hätte ich auch selber drauf kommen können.

    Und leider war bis zur Unterschrift unter den Mietvertrag alles super und er total dankbar das alles renoviert wird. Naja so ist die Welt eben.

    Die schon getippte Berufsgruppe stimmt fast: Man muss nur Daimler durch einen anderen großen norddeutschen Autobauer ersetzen ;-))

    Spaß beiseite, im Endeffekt bin ich auf was rein gefallen was ich unseren Mandanten immer sage, googelt nicht, ihr lest eh nur was man lesen will. Und nen bisschen ging es mir auch so. Aber wenigstens weiß ich jetzt was Leitungsschutzschalter, Phasenschienen usw. sind
     
  9. #8 süddeutshland_elektriker, 02.03.2012
    Zuletzt bearbeitet: 02.03.2012
    süddeutshland_elektriker

    süddeutshland_elektriker Spannungsgeprüft

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    AW: Unterverteilung , Fragen , Hilfe

    bigdie schreib:

    > Übrigens als ich gelernt hab in der DDR durfte man 1,5mm² Cu oder 2,5mm² AL sogar bis 20A absichern, nur mal zum nachdenken.

    Tja, da war Material knapp. Und die Energiepreise auch noch von Honecker subventioniert, und nicht auf heutigem Niveau. Da die billige Braunkohle schlechter Qualität überall die Gegend verqualmte, waren die höhren Spannungsverluste eine willkommene Zusatzheizung der (elektrisch belasteten ) Heizung.

    Heute sieht das Energiepreismäßig a bisserl anders aus.


    scnr.


    KarstenM Schreib:

    > Und leider war bis zur Unterschrift unter den Mietvertrag alles super und er total dankbar das alles renoviert wird.

    Tja, ab diesem Zeitpunkt hatte Dich der Mieter ja auch im sprichwörtlichen "Sack"

    Wird schon werden. Spätestens bei der nächsten Heizkostenabrechnung, etc. gibt es Diskussion.

    Jedoch:

    Audi zahlt seine Leuten ja bereits satte Prämie, da wird VW wohl auch bald was rausrücken.


    :-)))


    EDIT:

    > 18 ABB S201 16A Leitungsschutzschalter verbaut, ein FI (40 A, 0,03A) daneben ein 3er Leitungsschutzschalter16A für den Herd

    Beneidenswert für Deine Wohnung. Zum Vergleich
    Sowas ist hier die Ausstattung für ein 350k Euro Reihenhaus.
    die Steckdosen jedoch nicht einzeln zum Verteiler, sondern schön "daisy chain" in jedem Zimmer .-)
     
  10. #9 Kaffeeruler, 02.03.2012
    Zuletzt bearbeitet: 02.03.2012
    Kaffeeruler

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    @ Frank
    Alles kann i auch net tippen...Musste ja wieder arbeiten:)


    MFG Dierk
     
  11. elo22

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    AW: Unterverteilung , Fragen , Hilfe

    Egal.

    Und worann liegt das? Genau an den ewiggestrigen die nix anderes kennen.

    Deshalb muss es nicht richtig sein.

    Nee.

    Lutz
     
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