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Verzögerungsschaltung

Diskutiere Verzögerungsschaltung im Elektronik allgemein Forum im Bereich WEITERE ELEKTROTECHNISCHE BEREICHE; Guten Tag, ich habe ein kleines Problem. Ein Schaltnetzteil muss nach dem Start für ca. 5sek. mit einer Last laufen. Dazu brauche ich eine...

  1. #1 ruNN0r, 01.09.2010
    Zuletzt bearbeitet: 01.09.2010
    ruNN0r

    ruNN0r Strippenstrolch

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    Guten Tag,
    ich habe ein kleines Problem.
    Ein Schaltnetzteil muss nach dem Start für ca. 5sek. mit einer Last laufen.
    Dazu brauche ich eine Verzögerungsschaltung.

    Folgende Schaltung habe ich für mich verändert.
    02062411.gif
    R4 und R5 sind meine beiden Widerstände für meine Last.
    Eigentlich habe ich nun 3 Fragen:
    1. Ist diese Formel zum errechnen der Zeit Korrekt? t = R3*C1*1.1
    2. Die Diode D1... brauche ich die? Wozu?
    3. Brauche ich den S1?

    In meinem Fall würde der S1 IMMER geöffnet sein. Was würde dann Passieren? Schaltet das Relai dann und geht nach 5sec wie aus?

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen! Danke

    P.S.

    auch dort die Schaltung 3 wäre für mich interessant:
    http://www.atx-netzteil.de/schaltungen-elektronikseite/relais_ansprech_u_abfallverz_schaltpl.GIF

    Leider reicht die Zeit von 2sek. nicht aus... wie ändere ich diese?
    Auch wenn ich die 2te Schaltung besser nutzen kann wäre es nett meine ersten Fragen zu beantworten. Ich möchte schließlich noch was lernen ;)
     
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  3. #2 NachtHacker, 02.09.2010
    NachtHacker

    NachtHacker Spannungsgeprüft

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    AW: Verzögerungsschaltung

    Hallo, so wie du den 555 angeschlossen hast, dient er als Trigger. Der Kondensator wird über die Diode und Schalter entladen. Öffnet sich der Schalter, wir der Kondensator über den R3 aufgeladen. Die Diode verhindert, dass der Kondensator über R1 aufgeladen wird.

    Du kannst dir ja auch mal die Schaltungen vom kalledom anschauen:
    KHD Timer 555
     
  4. #3 kalledom, 02.09.2010
    Zuletzt bearbeitet: 02.09.2010
    kalledom

    kalledom Lichtbogenlöscher

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    AW: Verzögerungsschaltung

    Hallo,
    schau Dir erst mal meine Seite KHD Timer 555 an, dort wird der Timer-Baustein 555 beschrieben.
    Damit wäre die Berechnung / Formel geklärt.
    Die Diode ist in der Schaltung zwingend erforderlich, sonst würde C1 nicht nur über R3 geladen, sondern ganz schnell über R1.
    Die Diode kann weggelassen werden, wenn R1 wegfällt.

    Beim Einschalten der Versorgungsspannung wird zum Ausgang des 555 (Pin 3) Plus durchgeschaltet, das Relais zieht an.
    Der geschlossene Kontakt S1 verhindert mit R2 das Aufladen von C1.
    Mit dem Einschalten der Versorgung muß auch S1 öffnen, damit C1 langsam über R3 aufgeladen wird.
    Sobald C1 auf 2/3 der Versorgungsspannung aufgeladen ist wird 0 Volt zum Ausgang durchgeschaltet, das Relais fällt ab.

    S1 müßte ein zweiter (potenzialfreier) Kontakt des Einschalters sein.
    Wenn ein Kontakt vom Relais verwendet wird, dann fällt ja nach Ablauf der Zeit das Relais ab, S1 schließt wieder, C1 wird entladen, am Ausgang liegt Plus an, .......

    Wenn S1 und R2 nicht vorhanden sind lädt sich nach dem Einschalten C1 langsam bis 2/3 auf, das Relais fällt dann ab.
    Einziges Problem, nach dem Ausschalten benötigt C1 einige Zeit um sich selbst zu entladen, damit beim nächsten Einschalten das Relais wieder anziehen kann.

    Edit: Eine Lösung für das letztgenannte Problem: R1, D1 und R2 wie in der Schaltung einbauen (ohne S1).
    Wenn die Versorgungsspannung abgeschaltet wird, dann hat der Plus 0 Volt und C1 kann sich über R1, D1 und R2 entladen.
     
  5. ruNN0r

    ruNN0r Strippenstrolch

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    AW: Verzögerungsschaltung

    kalledom, erstmal besten dank. du hast es mir gut erklärt.

    meine Frage 2 bezog sich auf D1 am Ausgang (parallel zum relai) ich habe leider den Index falsch gewählt! Sorry! Also sagen wir mal das ist D2 ;)



    dass bedeutet wenn ich 12V an die Schaltung anlege zieht das Relai an (meine Widerstände sind "aktiv") und nach 6sek. fällt das Relai wieder ab und meine Widerstände sind von den 12V gelöst! Dein beschriebenes Problem ist für mich irrelevant weil diese Schaltung wirklich nur einmal schalten muss... und zwar beim einschalten. danach bleibt das Relai "aus" bis zum nächsten einschalten der Schaltung und dass erfolgt meist nicht vor 1 Std. Interessant zu wissen wäre noch die Endladungszeit des C1. Kann ich die Berechnen?


    Also entferne ich S1 und R2. D1 muss bleiben weil sich sonst C1 über R1 zu schnell auflädt. So würde es mir schon reichen! Laut der Zeitrechnung auf deine Seite sind es 6,016 sek. reicht mir auch! 4ist Minimum und 10 maximum für mein vorhaben.

    Damit ist mein Problem fast gelöst. Fehlt nur noch der D"2" brauche ich den? warum? Ich denke ja wenn ich folgendes auf deiner Seite richtig interpretiert habe:
    Wäre lieb wenn mir noch jemand erklärt was Trigger ist!

    Habe hier die Schaltung nochmal Hochgeladen:
    02062411.gif
     
  6. elo22

    elo22 Lichtbogenlöscher

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    AW: Verzögerungsschaltung

    Schaltnetzteile müssen in der Regel (und ausserhalb) immer belastet sein.

    Lutz
     
  7. ruNN0r

    ruNN0r Strippenstrolch

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    AW: Verzögerungsschaltung

    Ich weiß ;) desshalb brauche ich diese Schaltung es ist nur für 4 sek. (nach einschalten) ohne Last danach greift eine andere Last und alles ist in Ordnung. nur diese Andere Last braucht halt 4sek. zum starten. Ich könnte die Widerstände dran lassen aber 1. ziehen die dann dauernd Strom und 2. ist das Strom den man anders verwenden kann.
     
  8. #7 NachtHacker, 02.09.2010
    NachtHacker

    NachtHacker Spannungsgeprüft

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    AW: Verzögerungsschaltung

    Ein Trigger, bzw. Schmitt-Trigger, ist ein Schwellwertschalter, bzw. ein spannungsabhängiges Flip/Flop (0 oder 1 Zustand), der bei überschreiten einer bestimmten Einschaltspannung einschaltet (= 1; bzw. max. Spannung) und bei unterschreiten der Ausschaltspannung ausschaltet (=0 bzw. 0V). Die Differenz zwischen der Einschalt- und Ausschaltspannung nennt man Hysterese. Einen Trigger verwendet der 555 um exakte Schaltzeiten zu bekommen, wenn die Ladung des Kondensators eine bestimme Spannung erreicht oder unterschritten hat. Die Hysterese verhindert ein Flackern und vermindert somit die Störanfälligkeit.
    Weiteres hierzu: Schmitt-Trigger ? Wikipedia
     
  9. ruNN0r

    ruNN0r Strippenstrolch

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    AW: Verzögerungsschaltung

    Vielen Dank NachtHacker!

    Nun muss ich nur noch wissen ob meine veränderte Schaltung so funktioniert.
     
  10. #9 NachtHacker, 02.09.2010
    NachtHacker

    NachtHacker Spannungsgeprüft

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    AW: Verzögerungsschaltung

    Also wenn ich es richtig verstanden habe, willst du eine Einschaltverzögerung bauen, die nach dem Einschalten des Netzteiles startet und nach 5 Sek. das Relais mit deiner Last einschaltet.

    R1 und D1 kannst du weglassen, die haben so keine Funktion.
    Prinzipiell könnte es so funktionieren, jedoch hat deine Schaltung den Nachteil, dass sie nur funktioniert, wenn der Kondensator entladen ist. Schaltest du das Netzteil nur kurz aus, dann startet deine Verzögerung nicht. Du musst dafür sorgen, dass der Kondensator im stromlosen Zustand entladen wird. Das kannst du z.B.: mit einem parallelgeschalteten Widerstand (1M) erreichen. Aber das stellt keine zufriedenstellende Lösung dar, weil dadurch die Zeitkonstante verringert wird und das Entladen auch nicht so schnell ist. Eine exzellente Lösung wäre den Kondensator mit einem Transistor/FET schnell zu entladen, wenn die Versorgungsspannung beim Ausschalten zusammenbricht. Aber das Thema ist nicht so einfach. Es gibt auch Power-On-Reset Schaltungen, die dein Problem eventuell auch lösen könnten.
     
  11. #10 kalledom, 02.09.2010
    kalledom

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    R1 und D1 haben sehr wohl eine Funktion (ich hatte zuerst auch nicht dran gedacht und meinen ersten Beitrag editiert).
    Wenn die Versorgungsspannung abgeschaltet wird, dann hat der Plus noch 0 Volt, ist also über alle möglichen (Innen-)Widerstände angeschlossener Lasten mit GND (fast) gleich. C1 kann sich somit im ausgeschalteten Zustand schnell über D1 und R1 (nur 1k) entladen.
     
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