Wallbox in Mietgarage – Rat gesucht

Diskutiere Wallbox in Mietgarage – Rat gesucht im Grundlagen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; Hallo zusammen, seit 10 Monaten versuche ich, bei meiner Vermieterin die Installation einer Wallbox in unserer Mietgarage durchzubringen....

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  1. dossy

    dossy Schlitzeklopfer

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    Hallo zusammen,

    seit 10 Monaten versuche ich, bei meiner Vermieterin die Installation einer Wallbox in unserer Mietgarage durchzubringen.

    Problem: Unser Hausanschluss ist alt (Zähler im Treppenhaus/Keller). Der Elektriker sagt, die Wallbox lässt sich nicht einfach anschließen – ein neuer Schaltschrank mit separaten Zählern wäre nötig.

    Die Waschküche scheidet angeblich aus (obwohl am Ort der möglichen Aufstellung im Umkreis von 3 Metern keine Wasserrohre verlaufen) , der einzige mögliche Platz ist der Heizungskeller. Dort verlaufen allerdings drei Wasserrohre direkt über der Anschlussstelle, und eine zukünftige Wärmepumpe könnte den Standort blockieren.

    Wir warten aktuell auf die Prüfung durch den Heizungsinstallateur - der das positiv oder negativ bescheidet.

    Ich bin ratlos und überlege, einen zweiten Elektriker hinzuzuziehen – aber ob das etwas bringt (da ich Mieter bin) weiß ich nicht.

    Könnte man nicht einfach die Ampere-Zahl der Wallbox notfalls reduzieren (11kw) - ?

    Hat jemand Erfahrung mit einem Anschluss einer Wallbox mit alter Hauselektrik - Eventuell jemand ähnliche Probleme?

    Grüße

    Dossy

    Anhang: Bild des Anschlusses (anonymisiert)

    upload_2026-3-14_13-24-17.png
     
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  3. #2 Lasttrennschalter, 14.03.2026
    Lasttrennschalter

    Lasttrennschalter Lizenz zum Löten

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    ...und laden an öffentlicher Ladestation ist nicht möglich?
     
  4. dossy

    dossy Schlitzeklopfer

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    Hallo,

    die nächste öffentliche Ladestation ist
    3 km - (0.58 € pro kw/h)

    Öffentlich ist hier nicht wirklich ausgebaut.
    Grüße

    Dossy
     
  5. #4 Darkness, 14.03.2026
    Darkness

    Darkness Lüsterklemmer

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    Für den gelten die gleichen Regeln.

    Zählertafel ist EOL. Nur noch Weiterbetrieb der bestehenden Installation, inklusive Reperaturen, möglich. Sobald erweitert wird muss die ersetzt werden.

    Hier ist ein neuer Zählerschrank fällig.
     
  6. #5 Lasttrennschalter, 14.03.2026
    Lasttrennschalter

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    Fakten auf den Tisch, ich als Vermieter würde dir erlauben die Elektrik auf deine Kosten zu modernisieren, selbst würde ich es nicht machen.
    Wenn dann der spitze Bleistift zu Kalkulation ansetzt wird sind die genannten 0,58 Euronen pro Kilowattstunde unterm Strich sogar günstiger
     
  7. #6 dossy, 14.03.2026
    Zuletzt bearbeitet: 14.03.2026
    dossy

    dossy Schlitzeklopfer

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    Danke!


    Ja - danke für deine Meinung dazu. Ich denke, da gibt es sicher unterschiedliche Meinungen. Durch die Förderung aktuell bei Wallboxen würde dieser Anschluss mit bis zu 1.500 Euro pro Ladepunkt gefördert. Sofern eine Elektroinstallation ohnehin in Zukunft erneuert werden sollte, ist das zumindest nicht unattraktiv, das aktuell umzusetzen.
     
  8. #7 Strippentod, 14.03.2026
    Strippentod

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    Bis auf den separaten Zähler (welcher nur optional für ein reduziertes Netzentgeld wäre) hat er Recht, denn die seit 01.01.24. obligatorische Steuerbarkeit von E-Ladestationen nach § 14a EnWG kann an der alten Zählertafel nicht realisiert werden.

    Solche Rohrleitungssysteme stellen für Gewöhnlich kein Problem zur Errichtung einer Zähleranlage dar.
    Der wird dir das elektrotechnisch nicht beantworten können, ob und wo ein neuer Zählerplatz in Frage kommt.
    Das klärt i.d.R. ein konzessionierter Fachbetrieb ggf. in Absprache mit dem VNB.
    Eine Zweitmeinung ist immer gut, aber wie schon der Kollege @Darkness schrieb, für den gelten auch die gleichen Regeln, sofern er ein beim VNB eingetragener Fachbetrieb ist.
    Man könnte zumindstens darüber nachdenken, wieviel Kilometer man am Tag fährt, wieviel KWh man auf 100Km braucht, und wie lange die Ladezeiten dazwischen sind. Am Ende tut es auch ein Ladeziegel an einer frisch installierten 16A Schukosteckdose, oder besser noch an eine blauen 16A CEE Dose, die dann auch die (maximal möglichen) 3,6 KW dauerhaft aushält.

    Dann hat man weder Kosten noch Stress mit der Erneuerung der gesamten Zähleranlage. (Die du als Mieter in einem Mehrparteienhaus ja wohl auch kaum in Auftrag geben kannst und bestimmt auch nicht bezahlen willst.)
     
    Darkness, Lasttrennschalter und dossy gefällt das.
  9. dossy

    dossy Schlitzeklopfer

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    Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

    Da geht es tatsächlich auch mehr um den Platzbedarf der Wärmepumpe!

    Über meinen Stromanbieter bekomm ich einen kostenlosen Smartmeter - würde das hier evtl helfen?

    Wir hatten am Anfang auch auf den Ladeziegel gesetzt - und die Erneuerung der Steckdose durch Camping-Stecker oder spezielle E-Auto Steckdose!

    Der Elektriker hat der Vermieterin aber erklärt, dass dies hochgradig riskant sei (Brandgefahr) und deswegen scheidet diese Lösung leider aus.

    Grüße

    Dossy
     
  10. #9 Darkness, 14.03.2026
    Darkness

    Darkness Lüsterklemmer

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    So wie ich das rauslese, war damit eher ein FI/LS und eine komplett neue Leitung für eine neue Steckdose gemeint.

    Eigentlich gehört das einmal ordentlich in neu, aber das Gebastel wäre allemal besser als der Altbestand. Und offensichtlich hat man ja schon gebastelt (die RCD´s und LS passen da in Orginal sicher nicht in die Zählertafel und dann noch die Erweiterung links), da fällt ein FI/LS mehr oder weniger nicht auf.

    Zählerschrank wirst du als Mieter nämlich definitiv nicht übernehmen. Da bist du im mittleren 4-stelligen Bereich, je nach Aufwand sogar 5-stellig.

    Ja, in einem Zählerschrank in dem die Steuerbarkeit der Wallbox gemäß §14a EnWG umgesetzt werden kann.

    Auf eine Zählertafel wird der eher (sicher) nicht installieren.

    Hier ist einmal neu ab HAK angesagt. Evtl. tauscht sogar der Netzbetreiber noch den HAK. Da kannst du als Mieter eigentlich nur warten, bis der Vermieter die Zähleranlage erneuert (was ich als Vermieter bei den Rahmenbedingungen in Deutschland nicht mehr machen würde). Aber du hast wahrscheinlich Glück, weil die Zählertafel wegen der Wärmepumpe eh fällig ist.

    Die Wärmepumpe fällt bei >4,2kW auch unter §14a EnWG und muss steuerbar werden. Damit kommt dann irgendwann auch das iMSys per Pflichteinbau.
    Ab Einbau eines iMSys muss dann auch eine evtl. vorhandene PV gemäß §9 EEG 2023 steuerbar werden (Pflichteinbau ansonsten erst ab 7kWp). Ausgenommen davon sind nur PV-Anlagen mit max 2kWp und max 800VA Wechselrichterleistung.

    BTW: Welcher Tarif soll mit dem iMSys denn werden?
    Von den dynamischen würde ich stark abraten. Die nutzen den Day-Ahead Preis des Spotmarktes und da werden nur kurzfristige Überschüsse und kurzfristiger Bedarf gehandelt, dementsprechend hoch die Preissprünge. Der Großteil (80-90%) wird hingegen langfristig am Terminmarkt gehandelt.

    Lieber etwas mit Fixpreis und vergünstigtem Zeitfenster. MIr wäre da aktuell nur Octopus Go bekannt mit niedrigerem Tarif zwischen 0:00 und 5:00, aber das ist wegen den aktuellen Ereignissen in der Weltgeschichte leider erheblich teurer als noch vor ein paar Monaten.
     
  11. dossy

    dossy Schlitzeklopfer

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    Ja das war mal die Idee - dickeres Kabel + FI und Steckdose - nach meinen Recherchen und bei einem Ladeziegel mit Fehlerstromerkennung und Temperatur-Erkennung ist das wohl auch von der Sicherheit ziemlich nah an einer Wallbox.

    Das ist natürlich alles noch weit weg - aber da ich seit einigen Jahren bei Ostrom bin (und sehr zufrieden bisher) würde ich vermutlich die dynamischen mal ausprobieren - man(n) kann da monatlich wechseln.


    Ja da dürfte das wohl liegen - zumindest das erste Angebot was ich so durch die Blume gehört hab.


    Vielen Dank für eure Antworten - das hat das aufjedenfall ein bisschen eingeordnet!
     
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