Warum bleiben wir bei einem Hobby – oder hören wieder auf?

Diskutiere Warum bleiben wir bei einem Hobby – oder hören wieder auf? im Allgemeines Forum im Bereich Diverses; Hallo zusammen, mich würde eure Meinung interessieren: Warum bleiben manche Menschen langfristig bei einem Hobby, während andere nach kurzer Zeit...

  1. #1 Motorinfo, 28.01.2026
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    Hallo zusammen,

    mich würde eure Meinung interessieren:
    Warum bleiben manche Menschen langfristig bei einem Hobby, während andere nach kurzer Zeit wieder aufhören?

    Liegt es eher an Zeitmangel, fehlender Motivation, zu hohen Erwartungen – oder daran, dass der Spaß irgendwann verloren geht?
    Und was hilft euch persönlich, dranzubleiben, auch wenn es mal nicht so gut läuft?

    Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und Gedanken

    Viele Grüße
     
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  3. #2 Strippentod, 28.01.2026
    Strippentod

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    Hallo und willkommen im Forum.

    Bist du dir ganz sicher, daß du dich nicht in der Tür geirrt hast? Oder warum willst du ausgerechnet in einem Forum für Elektrotechnik über das Ausleben von Hobbys reden ?
     
  4. bigdie

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    War auch mein Hobby, schon im Kindergarten:D
     
    Pavel Chekov gefällt das.
  5. #4 Lasttrennschalter, 28.01.2026
    Lasttrennschalter

    Lasttrennschalter Lizenz zum Löten

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    Ein weiser Mann sagte vor langer Zeit zu mir: Geschmäcker ändern sich
     
  6. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Trifft evtl auf frauen zu, aber bei meinen Hobbys hat sich praktisch kaum etwas geändert. Habe schon als Schüler Elektronik gebastelt, mache ich heute noch mit 61 Jahren. Habe schon als Schüler fotografiert und das tue ich auch noch. Nur entwickeln muss ich die Fotos nicht mehr. Ich habe schon als Säugling im Zelt geschlafen und fahre heute noch zum Camping. Das einzige, was etwas nachgelassen hat, ich höre zu Hause kaum noch Musik und erst recht nicht laut. Laut ist es die ganze Woche in der Firma. Aber zu Live Musik fahre ich nach wie vor viele Mal im Jahr.
     
  7. #6 Hartwig, 31.01.2026
    Hartwig

    Hartwig Strippenstrolch

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    Solange es Spaß macht und man es sich leisten kann, bleibt mal halt dran:)
    Ich komme zwar nicht aus der Elektronikecke, bin also hier nur "Nutznießer", aber meinem Hobby, dem "Schrauben" bin ich schon über 45Jahre treu.
    Im Niedervoltbereich-Bereich/KFZ bin ich schon eher zugange. Ich habe mir mein Reisemobil selbst gebaut, man glaubt nicht was da alles an "Stromerei" drin ist.
    Ansonsten mache ich viel mit Verbrennungsmotoren und Landmaschinen / alten Traktoren. Mich fasziniert die Robustheit und Langlebigkeit dieser Maschinen, der älteste Traktor ist 72Jahre alt und noch fast täglich hier im Einsatz. In meinen Augen ist das was ich betreibe, die wirkliche Nachhaltigkeit, nicht das was einem heute als "nachhaltig" verkauft wird.
    Manchmal ändert sich das Nutzerverhalten, so hatte ich meine beiden Unimogs verkauft, weil sie nur noch standen und viel Geld kosteten. Aber prinzipiell bin ich immer noch bei den gleichen Hobbys. Seit drei Jahren mache ich viel im 3D-Druck-Bereich, auch ein endgeiles Hobby.
    Jeder ist halt anders.
     
  8. Elena

    Elena Neues Mitglied

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    Spannende Frage, da ich neben Elektroniker für Betriebstechnik auch Sozialpädagogin bin .

    Ich glaube daran, dass es eine gesunde Mischung aus Spaß und Forderung sein sollte, die nicht zu Überforderung (Frist) der Unterforderung (Langeweile) führen sollte.

    Ich bin "leider" eine Frau und mir selbstverständlich alles vom Vater beigebracht, wie das in anderen Familien der Fall ist, wenn der Sprössling männlich ist.

    Ich war aber immer interessiert. Für mich war alles, was im Inneren eines Elektrogerätes passiert "Magie" . Irgendwas, was ich nicht durchschauen kann, aber durchschauen wollte.

    Und irgendwann hatte ich das Glück jemanden kennenzulernen, der mir das erklärt hat. Bzw. der mich dazu gebracht hat, es selbst zu verstehen, indem er mich nachdenken ließ, puzzeln ließ. (Meister der Elektrotechnik). Ich habe selbst herausfinden müssen bzw. können, wie die die Selbsthaltung der Schütze funktioniert. Ich habe gelötet und kleine Dinge erschaffen. Ein Motor, der abläuft, wenn Taster X gedrückt wird :)..Ja, einfacher Scheiß, ich weiß. Besonders toll war die LED .
    Dann fing ich an Schaltpläne zu verstehen und zu erstellen. (VPS) mir mit Schützen und Schaltern und ich hatte einen riesigen Spaß :)

    Dann habe ich eine Umschulung gemacht und am Ende war ich mehr als enttäuscht. Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, aber bis man selbst etwas "erschaffen" durfte, ging viel Zeit ins Land. Das Verdrahten gehört natürlich dazu, aber das war für mich Mittel zum Zweck..ich habe meine Planung getestet.
    Dann kam SPS dazu..erst Logo, dann die große von Siemens mit der Programmierung. Wir durften so viel machen, denken, testen :). Das war wunderbar! Ich bin nachts aufgestanden und habe den Plan geändert, weil ich im Traum ein Aha Erlebnis hatte .

    Da ich sogar ziemlich gut war, habe ich von dem Ausbilder für SPS noch mehr Dinge lernen dürfen, als eigentlich zu der Umschulung gehören.

    Aber ab einem gewissen Punkt war ich sehr frustriert. Ich hatte so viel Spaß am Rechnen und denken und programmieren und dann würde mir gesagt, dass das eigentlich nie meine Aufgabe ist, obwohl ich da sehr viel Potential habe. (Begeisterung, Motivation, Leidenschaft)
    Ich weiß nicht, warum Dinge gelehrt werden, die man nie machen darf oder warum das Teil der Prüfung ist. Warum darf ich alles planen, berechnen, programmieren, wenn ich das in der Praxis nicht darf?
    Was macht einen Ingenieur besser als mich? Ja, natürlich die Ausbildung, aber was, wenn ich viel mehr Spaß habe, und ebenso viel Wissen, was die Berechnungen betrifft. Was, wenn ich gerne "Rätsel" löse und nicht schlafen kann, wenn ich nicht auf eine Lösung komme?

    Ich liebe die Elektrotechnik. Mathe, Logik, Handwerk. Man hat auch sofort ein Erfolgserlebnis, anders, als in der Pädagogik..

    Ich bin aber nicht dafür gemacht nur stupide Leitungen von A nach B zu legen. Das war nicht das was ich wollte. Damit bin ich völlig unterfordert und das nimmt mir natürlich den Spaß.
    Andererseits kann es natürlich Leute überfordern mehr leisten (und denken) zu müssen, als nötig. Und selbst mit einfachem "Steck Leitung X in Anschluss A und dann in Anschluss B, war für manche schon eine Herausforderung.
    Da ich leider Gottes, auch noch eine Frau bin, wurde ich natürlich recht schnell ausgegrenzt. Es kann ja nicht sein, dass eine Frau "besser" ist....

    Also ja, ich liebe es natürlich immer noch. Aber wenn ich immer 95% unter meinen eigentlichen Fähigkeiten arbeiten muss, ist das frustrierend!

    Dann, wenn ich gar nicht die Möglichkeit habe, das zu tun, was ich kann und was mit Spaß macht und mir die Möglichkeit verwehrt wird, Neues zu lernen, das umzusetzen, zu denken, Spaß zu haben, kommt eigentlich nur Frust auf.

    Also Antwort auf Deine Frage wäre, wenn man sich nicht wirklich ausleben kann, wenn Grenzen gesetzt werden, wenn Frustration aufkommt. Wenn man sich nicht entwickeln kann.
    Dann macht alles keinen Spaß mehr.
     
  9. #8 Jörg67, 14.02.2026
    Jörg67

    Jörg67 Freiluftschalter

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    Das ist der Unterschied zwischen Leidenschaft und Beruf.
    Das läßt sich selten vereinbaren.
    Ich bin Automechaniker - Leidenschaft zum Beruf gemacht.
    Meine zweite Leidenschaft ist Elektrotechnik - gottlob nicht zum Beruf gemacht.
    Wird mir nie langweilig werden.
     
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