Zusätzlicher FI im Nebengebäude bei klassischer Nullung

Diskutiere Zusätzlicher FI im Nebengebäude bei klassischer Nullung im DIN / VDE Richtlinien Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; Hallo Zusammen, ich habe ein älteres Haus mit modernisierter Elektroinstallation (TN-C-S-System) nach aktuellen Vorschriften; also (fast) alle...

  1. #1 CQuadrat, 31.07.2017
    Zuletzt bearbeitet: 31.07.2017
    CQuadrat

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    Hallo Zusammen,

    ich habe ein älteres Haus mit modernisierter Elektroinstallation (TN-C-S-System) nach aktuellen Vorschriften; also (fast) alle Stromkreise per RCD/FI abgesichert.
    Leider ließe sich ein Stromkreis nicht über RCD/FI absichern. Herbei handelt es sich um eine durch die Luft verlaufende Zuleitung zu einem Nebengebäude, das als Garage und Lagerschuppen benutzt wird.
    Da ich jetzt in diesem Gebäude die alten klassischen Kellerlampen mit Glühbirnen durch hellere und sparsamere LED-Strahler ersetzen wollte, habe ich mir die dortige Installation jetzt näher angesehen. Dabei habe ich festgestellt, dass dort noch die klassische Nullung Verwendung findet. Vom Haus geht auch nur L und N über die Zuleitung zu diesem Nebengebäude. Vermutlich kommt es daher im Nebengebäude über die dortige klassische Nullung zu Kriechströmen über die Erde (Leuchtstoffröhre mit geerdetem Metallgehäuse), sodass dieser Stromkreis im Haus nicht über RCD/FI abgesichert werden kann:


    vom Haus | Nebengebäude mit klassischer Nullung

    L-------------------------------------- L

    PEN------------------------------------ N

    +
    |
    |
    +------------------------ PE



    Diese Situation gefällt mir aber überhaupt nicht! Die sicherlich beste Lösung, wäre den Hof aufzugraben und eine neue Zuleitung zu legen und im Nebengebäude alles neu zu verkabeln und die durch die Luft führende Leitung zu beseitigen; das ist mir derzeit aber zu viel Aufwand.

    Ich würde das Nebengebäude gerne aber auch mit einem RCD/FI absichern, zumal sich dort auch Steckdosen befinden. Alles so zu lassen ginge auch (Bestandsschutz).

    Jetzt meine Frage: ist es nach VDE erlaubt, im Nebengebäude zusätzlich einen 2-poligen RCD/FI zu installieren? Der Leitungsschutzschalter (16A) sitzt ja in der entsprechenden UV im Haus.
    Also in etwa so:


    vom Haus | Nebengebäude mit eigenem RCD/FI und PE

    +-----+
    | RCD |
    L-------------------------------------- L
    |.....|
    PEN------------------------------------ N
    +......|.....|
    |......+-----+
    |
    +------------------------ PE




    Vielen Dank und viele Grüße

    Christoph
     
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  3. #2 Elektro, 31.07.2017
    Elektro

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    Hallo Christoph ,
    du hast als 2 Ader Zuleitung nicht L und N sondern L und PEN. Bitte Prüfen ob das Richtig ausgeführt wurde. Also von der richtigen PEN Klemmleiste der PEN abgeht.
    Bedenke das bei der in Luft verlaufende Zuleitung die Gefahr eines PEN Bruch größer ist als bei fest Verlegten Leitungen.
    Eine PEN Unterbrechung kann Spannung auf den Schutzkontakten geben.
     
  4. #3 CQuadrat, 31.07.2017
    CQuadrat

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    Ja, ist hier natürlich PEN.

    Gerade auch wegen der frei verlegten Leitung, würde ich das noch gerne zusätzlich absichern: Wäre der PEN unterbrochen, würde der RCD/FI noch zusätzlich sichern.
     
  5. #4 Kaffeeruler, 31.07.2017
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    Nein, gerade da versagt der FI.
    Wenn der PEN vor dem FI und dem neuen PE unterbrochen wird hast du bei einem SK1 Gerät 230V auf dem Gehäuse und der FI löst nicht aus
    siehe Skizze aus einem anderen Beitrag
    https://www.elektrikforen.de/thread...funktionen-die-nicht.15273/page-4#post-111578

    Ansonsten ist er trotzdem ein + an Sicherheit



    Mfg Dierk
     
  6. #5 CQuadrat, 31.07.2017
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    Ja, das ist natürlich richtig!

    Bleibt die Frage, ob dies nach VDE überhaupt erlaubt ist.

    Über kurz oder lang werde ich wohl ein ordentliches Erdkabel durch den Hof verlegen und alles neu verkabeln (lassen). Spätestens, wenn das erste Elektroauto getankt werden will.
     
  7. #6 Kaffeeruler, 31.07.2017
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    Die VDE hat nichts dagegen
    In einem TN-C Netz hättest du ja den selben Fehler, somit ist es mit FI und danach TNS noch immer besser als ohne. Das ein PEN "Bruch" auftritt ist nicht unwahrscheinlich aber andere Fehler sind wahrscheinlicher

    Mfg Dierk
     
  8. ego

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    Ist denn in dem Nebengebäude selbst alles mit getrenntem N und PE ausgeführt?

    Handelt es sich um ein freistehendes Gebäude?

    Dann währe ein lokales TT-System eine Lösung für dich.
     
  9. #8 CQuadrat, 31.07.2017
    CQuadrat

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    Wegen VDE habe ich deshalb Zweifel, da hier ja ein TN-C-System, das noch Bestandsschutz hat, auf ein (lokales) TN-C-S-System erweitert wird. Inwieweit handelt sich hierbei um eine zulässige Erweiterung oder um eine Neuinstallation? Und die VDE sagt: für Deutschland ist in der DIN VDE 0100-410:2007-06 unter Punkt 411.4.5 der Einsatz von RCD in TN-C-Systemen ausdrücklich untersagt.

    An ein TT-System hatte ich auch schon gedacht. Dann muss ich aber einen Erder setzen; dann kann ich aber auch gleich den Hof aufgraben und Kabel legen.
     
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  11. #9 Kaffeeruler, 31.07.2017
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    Das TN-C ist vor dem FI, danach muss TN-S sein

    Der Energieversorger kommt auch nur mit TNC (od TT je nach Region) und wir haben trotzdem FI Pflicht

    Mfg Dierk
     
  12. #10 CQuadrat, 31.07.2017
    CQuadrat

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    Schon. Aber mein "Haupt"haus ist nicht der offizielle Energieversorger. Gilt das dann auch?

    Energierversorger (TN-C) -> Haus (TN-S) mit FI
    .........................-> Haus (TN-C) ohne FI -> Nebengebäude (nur L und PEN ) (TN-C) -> FI (TN-S)
     
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