10mm2 63A VDE 1991 vs 2003

Diskutiere 10mm2 63A VDE 1991 vs 2003 im Materialauswahl Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; Hallo zusammen, ich versuche gerade zu verstehen, wieso laut DIN VDE 0100-430/1991 es zulässig ist, dass man z.B. 4x10mm2 (L1, L2, L3, PEN) mit...

  1. #1 johndoe, 07.09.2020
    johndoe

    johndoe Schlitzeklopfer

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    Hallo zusammen,

    ich versuche gerade zu verstehen, wieso laut DIN VDE 0100-430/1991 es zulässig ist, dass man z.B. 4x10mm2 (L1, L2, L3, PEN) mit 63A bei 25°C mit Verlegeart C absichern kann. Wenn ich mir im gleichen Dokument DIN VDE 0298-4/2003 anschaue und von 30°C auf 25°C umrechne, erreiche ich nur ca. 60A:

    10mm2 mit 3adriger Belastung: 57A
    57A * 1,06 = 60,42A (30 auf 25°C)

    Was hat sich den zwischen den Jahren geändert, dass hier ein Unterschied zustande kommt oder was habe ich übersehen? Siehe http://www.elektrikforen.de/attachm...gsquerschnitt-tabelle-leitungsquerschnitt.pdf

    Gruß
     
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  3. bigdie

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  4. #3 johndoe, 09.09.2020
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    johndoe Schlitzeklopfer

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    Gut, ich nehme die 30° Tabelle (Tabelle 2) und wende den Umrechnungsfaktor für 30° -> 25° in Tabelle 5 (x 1,06) an. Das ist genau meine Frage, wieso in Tabelle 3 für das gleiche 63A steht, obwohl die Umrechnung etwas anderes ergibt: 60,42A. Was habe ich also übersehen?
     
  5. #4 johndoe, 22.11.2020
    johndoe

    johndoe Schlitzeklopfer

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    Hi,

    hat echt niemand eine Idee?

    Gruß
     
  6. Lupus

    Lupus Leitungssucher

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    E-Planer legen dir Pläne vor, wo generell 16qmm zur Anwendung kommen, egal ob 35A oder 63A als Vorsicherung fungieren.
    Bei Städte, Kommunen ... gilt das gleiche - 10qmm ist nicht mehr als Hauptltg./Steigltg. anzuwenden (schon x-Jahre nicht mehr!)

    In den Achtzigern gab es ein paar Monate, da war auf dem gesamten Planeten CU-Knappheit vom Allerfeinsten. Bekamen von hiesigen EVU`s Schreiben, daß der Querschnitt von geforderten 16qmm auf 10qmm gesenkt werden "kann"!!!
    Wurden sogar aufgefordert unsere Altkupfer-Bestände baldigst bei Verwertern abzugeben.

    Nachdem diese Krise vorbei war, ein weiteres Schreiben, daß die vorherigen Bestimmungen wieder Gültigkeit haben....

    Anscheinend ist da jegliche Tabelle ... außer Kraft gesetzt
     
  7. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Unsinn. Du darfst auch heute noch 10mm² nehmen. Steht überall nur auszulegen für 63A und wenn das zutrifft also z.B. Verlegeart C dann kannst du nach wie vor 10mm² nehmen. Macht auch keinen Sinn den Wahn bei einer Wohnungszuleitung noch zu unterstützen, wenn dann am Ende 32A SLS davor sitzen oder die HA Sicherung nicht mal 63 A hat.
     
  8. #7 johndoe, 22.11.2020
    johndoe

    johndoe Schlitzeklopfer

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    das würde den Unterschied zwischen damals und Heute erklären, jedoch hat bigdie ja schon erklärt dass das Heute noch zulässig ist. Ich tue mir aber aktuell immer noch schwer mit den Umrechenfaktoren. Hast du eine Idee was ich für das 5x10mm2 übersehen habe?

     
  9. Lupus

    Lupus Leitungssucher

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    Was man kann und darf, da sind die Unterschiede immens!

    10qmm bei Altanlagen bleiben nach wie vor bestehen, da gehe ich mit Dir konform.
    Bei Neuanlagen, Erweiterungen, Renovierungen, Neubauten..... sieht das wieder ganz anders aus.
    Mit einem 10qmm verlegt, würden die Verantwortlichen dich in die Wüste schicken, gäbe es nie eine Meßeinrichtung!

    Seit knapp einem Jahr wird ein "Haus für Menschen" komplett renoviert. Alleine das Volumen für die Elektrik beträgt 1,8 Milli. Euronen.
    Zig Unterverteilungen, wo teils nur Lichtstromkreise abgesichert werden, sind mit NYM-I 5x16qmm einzuspeisen.

    Eine Wohnanlage mit 44 WE beginnt 2021. Steigleitungen je WE NYM-I 5x16qmm ausgeschrieben, wird auch nach wie vor vom EVU, von den EVU`s gefordert!
     
  10. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Wenn ein Planer von die 16mm² verlangt oder auch 50, dann hast du keine Wahl. Wenn ich aber ein EFH saniere oder auch ein 2 oder 3 FamilienHaus, dann gilt nach wie vor die Norm und da steht 63A und nicht 16mm² und nach norm kannst du dann selbst bei 5 Wohnungen ohne elektrische WW-Bereitung noch ein 10mm² als Hauptleitung nehmen. Wird keiner machen bei einem Mehrfamilienhaus, aber erlaubt ist das, wenn du die 0,5% Spannungsfall einhältst. und da die Leitung in der Regel im Keller liegt, wirst du auch nie über die 25°C kommen.
     
  11. Lupus

    Lupus Leitungssucher

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    Als Haus- Immobilienbesitzer kannst Du tun und lassen wie dir nach Herzenslust beliebt, keine Frage.
    Sobald jedoch eine Fachfirma mit ins Spiel geholt werden muß - Zählerbeantragung usw., dann sieht die Sachlage wieder anders aus!
    Die Fachfirma hat sich nach den TAB`s usw. des zuständigen EVU`s zu richten, da beißt die Maus keinen Faden ab.

    Hatten schon etliche Male dies Dilemma. Da wurde z.Bspl. in einem 2-FMH vom Inhaber mit Helfershelfer die Elektrik komplett erneuert.
    Steigltg. 4x10qmm bis zu dem Platz, wo der Zählerschrank angebracht werden soll, verlegt.

    Sagte dem guten Mann, daß einiges im Argen liegt:
    1. Gefordert sind Stgltg. 5x16
    2. Ein Zählerschrank wird in einem Öltankraum nicht zugelassen, so wie vorhanden
    3. .........

    Der Mann war abolut uneinsichtig.
    Gab ihm dann noch einen Tipp, er möge einem Kollegen sein Anliegen schildern....., ich bin raus.

    Bei dem zuständigen EVU, die für Zählerbewegungen unter anderem zuständig sind, fragte ich diesbzgl. nach ein paar Wochen mal nach,
    wie es mit der Entwicklung .... aussieht.
    Ein Grinsen in den Gesichtern. Einige Kollegen waren da schon vor Ort und sagten nichts anderes als ich dem guten Mann schon versucht habe
    begreiflich zu machen.
    Zähler hat er jedenfalls mit dieser Konstellation keine bekommen!
     
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