Begrifflichkeiten - Stromakkumulator -> speichert der Energie?

Diskutiere Begrifflichkeiten - Stromakkumulator -> speichert der Energie? im Elektronik allgemein Forum im Bereich WEITERE ELEKTROTECHNISCHE BEREICHE; hi, ich bin überhaupt nicht vom Fach. Kann man folgendes so sagen: Man nimmt einen Stromakkumulator welcher 10 Kilowattstunden Strom gespeichert...

  1. #1 o0Julia0o, 12.11.2017
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    hi, ich bin überhaupt nicht vom Fach. Kann man folgendes so sagen:

    Man nimmt einen Stromakkumulator welcher 10 Kilowattstunden Strom gespeichert hat. Wie lange kann man damit einen Strahler betreiben, welcher 5 Kilowattstunden verbraucht?

    Das wären 2 Stunden, richtig? Sind die Begrifflichkeiten (auch) richtig? Also "Stromakkumulator speichert Energie". Verbrauch in "Kilowattstunden"?

    lieben Dank!

    Julia :)
     
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  3. #2 Kaffeeruler, 12.11.2017
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    Nennt sich Akkumulator oder kurz Akku

    Nein, die haben alle einen geringeren Wirkungsgrad. Je nach Akku kannst du z.B nur 70-90% der Energie entnehmen die drauf stehen.
    Also würde dein Strahler z.B nur 1,8h laufen

    Mfg Dierk
     
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  4. #3 o0Julia0o, 12.11.2017
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    Ja o.k., super danke! Aber prinzipiell richtig ausgedrückt(bis auf Stromakkumulator stat Akkumulator), wenn auch physikalisch falsch berechnet.
     
  5. #4 Kaffeeruler, 12.11.2017
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    Ja, grob umschrieben richtig

    Mfg Dierk
     
  6. bigdie

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    Das mit den 70% stimmt zwar. aber bei einem Akku wird immer die entnehmbare Energiemenge angegeben. Diese hängt aber auch vom entnommenen Strom ab. Ein Akku mit 100Ah C100 kannst du 100h mit 1 A entladen und dann hat die Batterie die Entladeschlußspannung erreicht. Wenn man dann in die Datenblätter schaut, dann gibt es da auch noch einen C20 oder C10 Amperestundenwert. bei C20 steht dann z.B. 80Ah. Du kannst den Akku also 20h mit 4A entladen. Ziehst du 10A, dann sinkt die entnehmbare Energiemenge noch weiter
     
  7. xeno

    xeno Hülsenpresser

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    Das gilt vielleicht für Blei(-gel)akkus, bei LiFeYPo4 kann man auch bei 1-3C Entladungen 100% der Kapazität entnehmen. Da gibts also wenig allgemeingültiges...
     
  8. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Jede Batterie hat einen mehr oder weniger große Innenwiderstand. Über diesen hast du einen Spannungsfall und verbrätst im Akku Leistung, die ihn erwärmt und außerdem sinkt die Klemmenspannung dadurch bei höherem Strom und diese ist der Indikator für Entladeschluss. Wie hoch der Innenwiderstand bei welcher Art Akku ist und wie der sich beim Entladen ändert, ist bei verschiedenen Akkutypen unterschiedlich, aber eine Supraleitende Batterie ohne Innenwiderstand gibt es nicht, ergo hast du darüber verluste, die mit der entnommenen Stromstärke steigen. Und diese Verluste bekommst du aus dem Akku nicht mehr heraus.
     
  9. #8 xeno, 24.11.2017
    Zuletzt bearbeitet: 24.11.2017
    xeno

    xeno Hülsenpresser

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    Das stimmt, aber der Innenwiderstand und damit die Verluste im Nennbetrieb bei LiFe Akkus sind sehr gering. 1-3C Dauerentladung ist bei LiFe jedenfalls relativ problemlos möglich. Wenn man die Zyklenzahl noch weiter erhöhen möchte, wählt man idealerweise max. 70-80%DOD und geht nicht über 1C Entladestrom.

    Dazu kommt, dass diese Akkus üblicherweise UNTERzeichnet sind was die Kapazität angeht im Gegensatz zu den üblicherweise überzeichneten anderen Akkutypen. Ich beziehe mich da auf die aufgedruckte/angegebene Kapazität.

    Aus meinen 60Ah LiFeYPo4 Zellen konnte ich bei 30A Dauerstrom locker 72Ah entnehmen. Da ist also noch genug Luft für höhere Entladeströme und Alterungsverluste.

    Ich bezeichne die Dinger gerne als Kondensator, weil sie so ähnlich behandelt und geladen werden können, total unkompliziert. Nur zu leer dürfen sie eben niemals werden.

    Mit hohen Kaltstartströmen kommen sie auch nicht so gut klar, der Innenwiderstand steigt bei Kälte stark an. Als Abhilfe kann man die Akkus im KFZ vor dem Starten durch kleinere Verbraucher und deren Stromverbrauch aufwärmen. D.h. im Winter vor dem Starten erstmal ein paar Sekunden die Zündung und alle Scheinwerfer anmachen. Das ist natürlich etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man Bleiakkus gewöhnt ist ;)

    Ich hatte einen LiFe-Akku in meinem Motorrad, da konnte ich dieses Vorgehen in der Praxis bestätigen. Ebenso die geringe Selbstentladung: Keinerlei Nachladen/Warten/Ausbau im Winter, trotzdem problemloser Start im Frühling. Und das bei einem Drittel der Kapazität und noch viel weniger Gewicht als bei einer Bleibatterie. Die höhere Spannungslage hört man beim Anlassen auch sehr gut. Die Ladeendspannung für 6 Bleizellen passt zufällig ziemlich gut zu 4 LiFe-Zellen.

    Fürs Motorrad echt super genial!
     
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