Erdung & Blitzschutz Unterverteilung Nebengebäude

Diskutiere Erdung & Blitzschutz Unterverteilung Nebengebäude im Blitzschutz, Erdung, Potentialausgleich Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; Hallo, obwohl ich schon viel recherchiert habe, bin ich mir immer noch unsicher wie jetzt die richtige Ausführung aussieht. Es geht um folgendes...

  1. luani

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    Hallo,

    obwohl ich schon viel recherchiert habe, bin ich mir immer noch unsicher wie jetzt die richtige Ausführung aussieht. Es geht um folgendes Projekt:

    Ein altes Nebengebäude soll demnächst als private Werkstatt genutzt werden. Als vor einigen Jahren im Hauptgebäude ein Teil der Elektrik erneuert wurde, wurden dafür schon Vorkehrungen getroffen.
    Es wurde ein Erdkabel 5x10mm² gelegt und mit 3x35A Neozed eingespeist, Leitungslänge ca. 20 Meter.

    Das bedeutet für mich soweit folgendes:
    Im Nebengebäude kommt als Netzform TN-S an. Dort kann ich also wie gewohnt 3-/5-adrig über RCD & LSS zu den Steckdosen & Lampen. Ein zusätzliche Erdung des PE ist nicht erlaubt, um Ausgleichsströme zu vermeiden.

    Jetzt wurde überlegt, ob es sinnvoll wäre einen Überspannungsschutz einzubauen. Konkret wäre das ein Dehnguard DG M TNS 275. In der Hauptverteilung gibt es keinen Überspannungsschutz.
    Der wird 5-polig mit der Hauptleitung verbunden, erfordert aber auch einen Anschluss an den Potentialausgleich.

    Wie wird dieser Potentialausgleich korrekt aufgebaut? Reicht es, im Nebengebäude einen Staberder + Poti-Schiene zu setzen? Oder gilt dieser Ableiter dann als Typ 2, bei dem dann der Potentialausgleich nur optional ist?

    Ich finde dazu leider nur sehr wenige Informationen. So wie es sich momentan darstellt, wäre ich besser beraten auf den Überspannungsschutz zu verzichten, bevor ich mir hier Ausgleichsströme über zusätzliche Erder einhandle?
     
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  3. #2 Mosel Heini, 05.02.2020
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    An dieser Stelle ist @Dipol gefragt----------Der GOTT der Blitze und der ERDE-------
     
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  4. #3 Mosel Heini, 05.02.2020
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    Der würde bei mir da eingebaut wo der Zählerschrank/Hauptverteilung hängt und nicht im Nebengebäude/Werkstatt. Dann erübrigt sich nämlich der ganze Rest.
    Es macht meines Erachtens keinen Sinn das Nebengebäude zu schützen, aber das Hauptgebäude nicht.
     
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  5. #4 Mosel Heini, 05.02.2020
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    Hier was von Dehn
    we we we.dehn.de/de/faqs-din-vde-0100-443-534-712
     
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  6. luani

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    Also im Nebengebäude "einfach so" einen zweiten Erder einschlagen geht wohl tatsächlich nicht. Den müsste ich dann mit 16mm² in den Potentialausgleich vom Hauptgebäude einbinden. Oder sieht das jemand anders?

    In welchem Zustand der Potentialausgleich im Hauptgebäude ist, muss ich noch heraus finden. Eine weitere Leitung zum Nebengebäude zu legen ist aber quasi ausgeschlossen, da ist inzwischen alles verbaut.

    Da hast du auch wieder Recht! Es wäre jetzt, weil die Verteilung komplett neu errichtet wird, relativ problemlos zu erledigen. Im Hauptgebäude wäre das ein größerer Aufriss, der Zählerschrank ist voll bis zum Stehkragen.
     
  7. #6 Mosel Heini, 06.02.2020
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    Was für ein Zählerschrank? Neu oder Asbachuralt? Unten im UAR sollte doch Platz für SLS u. Dehn vorhanden sein?
     
  8. luani

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    Der Zählerschrank ist geschätzt mittel-alt. Aus der Erinnerung ist das ein Hager, mit den drei versetzten NH Abgängen pro Zähler. So ein Umbau wäre bestimmt machbar, würde aber absolut den Rahmen sprengen.

    Momentan ist nur die Werkstatt Verteilung geplant, plus notwendige Umbauten dafür.
     
  9. #8 Dipol, 07.02.2020
    Zuletzt bearbeitet: 07.02.2020
    Dipol

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    Danke für die Schmeichelei, aber weniger wäre mehr.
    Blitz- und Überspannungsschutz erfordert ein schlüssiges Gesamtkonzept. Der Schutz des Wohngebäudes sollte Priorität vor dem eines alten Nebengebäudes haben.
    Das ist eine reichlich wirre Definition. Ein vollumfänglicher Schutzpotenzialausgleich ist noch wichtiger als eine möglichst niederimpedante Erdung, Die verbessert die Wirkung von PA, ist aber nicht mit dem gleichzusetzen. Ob ein ÜSE ein Blitzstrom- oder Überspannungsableiter ist, ergibt sich aus der Konzeption mit Impulsform 10/350 µs oder nur 8/20 µs und nicht durch die Position. Richtig angeordnet sind SPD 1 möglichst nahe der Gebäudehülle, also an der Schnittstelle LPZ 0A/LPZ 1 angeordnet. Die sind bei Gebäuden mit Blitzschutzanlagen Pflicht, aber auch bei Dachaufbauten wie z. B. Antennen oder PV-Anlagen sinnvoll.
    Mit Verlaub: Wer zu dem Thema nur sehr wenige Informationen findet, hat nicht wirklich ernsthaft gesucht. Ohne Nomenzugriff ist der DEHN Blitzplaner die erste Pflichtlektüre, wer den halbwegs intensiv gelesen hat vermischt auch nicht mehr Überspannungsschutz und Ausgleichsströme, die völlig getrennt zu betrachten sind.
     
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  11. gert

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    Das haben vermutlich viele Monteure noch nicht verstanden.

    Gruß Gert
     
  12. #10 Mosel Heini, 07.02.2020
    Mosel Heini

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    Hätte ehrlich gesagt auch mehr Wert auf niederimpedante Erdung gelegt, bzw. versucht beides zu erreichen.
     
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