Grundsätzliche Frage

Diskutiere Grundsätzliche Frage im Blitzschutz, Erdung, Potentialausgleich Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; Hallo, ich bin Maschinenbau- Ingenieur im Ruhestand und habe eine Verständnisfrage zum Thema TN C/S -Netz: In so einem Netz wird der PE-Leiter mit...

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  1. xyz

    xyz Schlitzeklopfer

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    Hallo, ich bin Maschinenbau- Ingenieur im Ruhestand und habe eine Verständnisfrage zum Thema TN C/S -Netz:
    In so einem Netz wird der PE-Leiter mit dem N- Leiter im Hausanschlussbereich verbunden. Gleichzeitig geht von dort aus eine Leitung zur Erde. Wenn nun der Trafo des Energieversorgers weit weg ist und die Erde gut leitet, z.Bsp. durch eine Wasserader oder die geerdete Wasserleitung im Haus, teilt sich doch der Strom auf dem N- Neiter zwischen Erde und PEN im Verhältnis zu deren Widerständen auf. Sehe ich das richtig oder habe ich da was übersehen? Hintergrund der Frage ist, ob es auf dem PE-Leiter nicht zwangsläufig zu einem Strom kommt, wenn ein oder mehrere 1- phasige Verbraucher eingeschaltet sind, was aber eigentlich nicht sein dürfte!
     
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  3. gert

    gert Freiluftschalter

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    Warum darf auf dem PE- Leiter kein Strom fliessen?

    Gruß Gert
     
  4. #3 Elektro, 08.08.2022
    Elektro

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    Es wird ein PEN aufgeteilt in PE und N.
    Wie der Name schon sagt, ist ein Stromführender N im PEN enthalten.
    Ja, je nach Widerstand teilt sich der Strom über den PEN und der Erdung auf.

    Rechne mal 2 Widerstände parallel. Wobei der eine < 1 Ohm ist und der Erder 10 oder 100 Ohm hat.
     
  5. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Der Erdwiderstand berechnet sich aus dem Erdübergangswiderstand der 2 Erdungsanlagen. Für die Erde selbst nimmt man 0 Ohm Widerstand an, egal wie weit die Entfernung ist. 100 Ohm sollte man also nicht haben, eher 10 oder je nach Boden auch weniger. Außerdem gibt es ja nicht nur 2 Erder, sondern eher 50 oder 100, je nachdem, wie viele Häuser an der Trafostation hängen. Das alles ist ein großes Maschensystem mit vielen Ausgleichsströmen in alle Richtungen.
     
  6. xyz

    xyz Schlitzeklopfer

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    Das Problem ist ja, dass bei einem Stromfluss auf dem PE - Leiter empfindliche elektronische Geräte gestört werden. Wenn es so ist wie oben von Elektro beschrieben, das Widerstände -Verhältnis 1:10 ist, fließen auch ca. 10% des Stroms. Das heißt, ein ohmscher Verbraucher von 2000 W zieht einen Strom von 8,7A und davon fließen 0,87 A über PE! Das ist eindeutig zu viel, um elektronische Steuerungen zu betreiben. Gibt es da noch etwas, um diesen Zustand zu vermeiden?
     
  7. #6 Allstromer, 09.08.2022
    Allstromer

    Allstromer Lüsterklemmer

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    Hier ist es vielleicht treffender erklärt:

    https://www.elektropraktiker.de/ep-...Id=7730&hash=02495c67b694161c9b62de72f1d5882d
     
  8. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Ist quatsch, der Strom fließt nicht auf dem Pe in deinem Haus. Er fließt vom Pen deiner Hauszuleitung über die Potentialausgleichsschiene zum Erder Auf deinem PE fließen nur Ableitströme deiner hausinternen Geräte.
    Außerdem ist der Pen vom Versorger deutlich kleiner als 1 Ohm. Misst du z.B den Schleifenwiderstand, dann hast du z.B typisch 0,5 Ohm also hat der Pen max. 0,25 Ohm. Durch die Vermaschung der vielen Erder ist der Pen in der Praxis niederohmiger als die Hälfte vom Schleifenwiderstand.
     
  9. xyz

    xyz Schlitzeklopfer

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    Also erst einmal vielen Dank an Allstromer für den Link. Gute Erklärung und die aufgeführten Widerstandswerte zeigen, dass es sich im 1-stelligen Bereich abspielt. Die Frage ist , wie groß ist der Widerstand des PEN wirklich. Unter Strom kann man es nicht messen. Mein Problem ist, dass ich aber so hohe Ströme wie oben erwähnt auf meiner Erdungsleitung im Haus messen kann (Stromzange) und immer wenn ein solcher Strom fließt, die Störungen auftreten. Recherchiert habe ich das mit dem Stichwort "verPENnte Installation" und es ist genau so wie bei den Beispielen, die dort genannt werden. Nachdem ich dies entdeckt habe, dachte ich eigentlich, dass eine bessere Erdung das Problem verringern sollte, aber das Gegenteil ist der Fall. Deshalb habe ich mir den Stromkreis aufgezeichnet und musste zu meiner Verwunderung feststellen, dass hier 2 Leitungen parallel liegen, die im umgekehrten Verhältnis ihrer Widerstände den Strom leiten. Wird die Erdung verbessert, nimmt dann auch den Strom durch die Erde zu. Eigentlich kann nur eine TN / S- Installation dies verhindern, aber dazu wäre ein Umbau des gesamten Netzes notwendig.
    Hat schon jemand eine Erfahrung mit einer solchen Situation gemacht, dass Rechner spinnen, wenn Strom auf dem Erdungsleiter zu messen ist und kennt eine Abhilfe?
    Der Grund, warum Rechner zu spinnen anfangen, wenn Strom auf dem PE-Leiter ist, ist noch einmal ein anderes Thema und ich weiß nicht, ob es in diesem Forum richtig plaziert ist. Vielleicht kennt aber jemand ein entsprechendes Forum.
     
  10. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Kann man messen, zumindest kann man sagen kleiner als Schleifenwiderstand /2
     
  11. #10 Elektro, 09.08.2022
    Zuletzt bearbeitet: 09.08.2022
    Elektro

    Elektro Super-Moderator
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    Hallo,
    ich hatte extra < 1 Ohm geschrieben.
    https://www.dke.de/resource/blob/19...e59d594/konzept-din-vde-0100-410-pdf-data.pdf
    Da liege ich mit meinem Wert von <1 Ohm in dem Bereich.
    Wie von dir angesprochen Wert Fehlerschleife / 2
    Sollte ja nur eine Überschlagsrechnung werden.

    Der Erder selber (ohne PEN Verbindung) sollte Werte wie im TT System haben.
    Da gibt die Tabelle an
    Mit 10 Ohm - 100 Ohm liege ich in dem Bereich.
    Es war nur eine Beispielrechnung für die Größenordnung.
     
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