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Meisterprüfung

Diskutiere Meisterprüfung im DIN / VDE Richtlinien Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; Hallo Leute, ich mache gerade den Elektrotechnikermeister in Bayreuth. Bezüglich der VDE gibt es bei mir eigentlich noch so ca. 1000000000...

  1. #1 frichris90, 09.05.2012
    frichris90

    frichris90 Strippenstrolch

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    Hallo Leute,

    ich mache gerade den Elektrotechnikermeister in Bayreuth. Bezüglich der VDE gibt es bei mir eigentlich noch so ca. 1000000000 Fragen. Ich beschränke mich heut auf das Nötigste und hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt.


    Meine 1. Frage wäre zum kleinen und großen Prüfstrom von MCB's.

    Es geht nur um das Verständnis:

    kleiner Prüfstrom 1,13 ==> MCB löst über 1h Stunde aus (bis 63A Sicherungs-Nennstrom)
    größer Prüfstrom 1,45 ==> MCB löst unter 1h Stunde aus (bis 63A Sicherungs-Nennstrom)


    Die 2. Frage wäre dann zum Thema "Auswahl von MCB's"

    Es geht auch hier um das Verständnis:

    Wenn in der Anlage die Schutzmaßnahme Überstromschutzeinrichtung zum Einsatz kommt, muss der fließende Kurzschlussstrom im Kurzschlussfall 1,5x5x16A ==> 120A groß sein, dass der MCB richtig auslöst (Beispiel bei einem B16A-Automat).

    Wenn in der Anlage die Schutzmaßnahme RCD zum Einsatz kommt, reicht es aus wenn im Kurzschlussfall der 1,45-fache Nennstrom des MCB's zum Fließen kommt, weil der MCB bei der Schutzmaßnahme RCD keine Schutzfunktion übernimmt.

    Frage: Bei größeren Anlagen (zum Beispiel in der Industrie, wo man größere Motoren hat), also bei Anlagen, bei denen man die Schutzmaßnahme Überstromschutzeinrichtung hat sinkt ja mit steigender Leistung des Motors die maximale Schleifenimpedanz/ der maximale Netzinnenwiderstand. Wie kann ich dieses Praxisproblem bewältigen, sodass die MCB's/Leistungsschalter in der geforderten Zeit abschalten, auch wenn man die Impedanzen des Netzes nicht mehr so klein halten kann????

    Ich hoffe ich habe das einigermaßen richtig erklärt.


    Nun zur 3. und letzten Frage

    In der DIN VDE 0100 - 410 steht irgendwo beim TT-System eine Formel geschrieben, die ich nicht so ganz verstehe.

    Ra=UL/5x I delta N ==> Ra zur Berechnung des Anlagen-Erder-Widerstandes (aber wo kommt der Faktor 5 her???????????)


    Ich hoffe ihr könnt meine Verständnisfragen überprüfen und sie anschließend bewerten.


    Danke schon im Voraus für die Bemühungen

    frichris90
     
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  3. #2 Strippentod, 09.05.2012
    Strippentod

    Strippentod Niederspannungswandler

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    AW: Meisterprüfung

    Hallo, mir ist zwar der Begriff MCB nicht geläufig, aber ich denke du redest von Leitungsschutzschaltern
    Nicht ganz richtig.
    Das 1,13-fache hält er bis zu 1 h,
    Beim 1,45-fachen löst er ca. nach 20 sec. aus.
    Kommt natürlich auch immer auf die Umgebungstemperatur an.


    Auch falsch.
    Du darfst thermische Auslösung (Überlast) und elektromagnetische Auslösung (Kurzschluss) nicht durcheinanderwerfen. Es muss im ungünstigsten Fall mindestens das 5-fache des Nennstroms zum fliessen kommen, ergo 80 A, dazu rechnet man ~30% Messgerätetoleranzen, sprich min. 104 A bzw. max. ~ 2 Ohm in der Schleife sollte man bei einem B 16 Automaten schon messen können.

    Nein. Der RCD übernimmt weder Überlast,-noch Kurzschlussschutz. Ich lese zwar auch desöfteren, das die Fachwelt bei einem Kurzschluss gleich auch immer von einem Erdschluss ausgeht, jedoch erschliesst sich mir das nicht. Bei nem Kurschluss L-N fliesst hinterm RCD kein Strom gegen Erde, theoretisch dürfte er nicht auslösen.

    Ich glaub du hast dich vertan? Sicherlich wird der Widerstand steigen. Zum Schutz von Motoren kommen andere Schutzorgane zum tragen. (MSS, Thermistoren,...)

    Das TT-Netz überlass ich anderen, da bin ich nicht so firm.
     
  4. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    AW: Meisterprüfung

    Der RCD übernimmt weder Überlast noch Kurzschlußschutz, aber Persohnenschutz. deshalb können die Abschaltzeiten der Sicherung höher sein.
    Ihm geht es auch hier um die Abschaltzeit bei Erdschluß und damit um den Persohnenschutz bzw. die Schutzmaßnahme.
     
  5. #4 frichris90, 09.05.2012
    frichris90

    frichris90 Strippenstrolch

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    AW: Meisterprüfung

    Erst mal danke für die guten und blitzschnellen Antworten!!!!!!!!


    OK, die Aussage sehe vollkommen ein, aber wir nehmen ja statt den 30% Messgerätetoleranz 50% Messgerätetoleranz an, also diese 2/3-Regelung wie sie in der DIN VDE 0100-410 beschrieben ist an. Diese Regelung ist ziemlich neu, weil die Teilzeitmeisterschüler bei uns noch nicht damit rechnen müssen - Vollzeitmeisterschüler aber schon!


    Du hast vollkommen recht! Ich meine natürlich, dass der MCB keine Schutzfunktion übernimmt, weil sie der RCD übernimmt. (Ich weiß auch nicht, warum ich das geschrieben habe - keine Absicht!


    Und auch hier meine ich was anderes. Auch hier hast du natürlich vollkommen Recht. Ich meine, dass bei steigender Motorleistung, die zulässige Schleifenimpedanz/Netzinnenwiderstand sinkt, damit der Kurzschlussstrom zum Fließen kommt. Also je höher der geforderte Kurzschlussstrom, desto kleiner muss natürlich auch die Schleifenimpedanz/Netzinnenwiderstand sein.


    Danke nochmal für die Antworten
     
  6. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    AW: Meisterprüfung

    Hallo
    In der Regel ist die Schleifenimpedanz in Anlagen in denen viel Strom gebraucht wird auch geringer als am letzten Zipfel eines Wohngebietes. Große Maschinen oder Anlagen betreibt man nicht in 1km Entfernung zum nächsten Trafo. Deshalb haben größere Betriebe eine eigene Trafostation bzw. auch eine in jeder Halle. Ab einer bestimmten Leistung wird auch die zulässige Abschaltzeit höher. Außerdem hast du natürlich auch noch die Möglichkeit durch einen zusätzlichen Potentialausgleich dafür zu sorgen, das die Spannung auch bei einem Erdschluß am Körper nicht höher als 60V wird.
     
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