Mindestanforderung an Hauserdung / Potentialausgleich

Diskutiere Mindestanforderung an Hauserdung / Potentialausgleich im Grundlagen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; Hi. Ich saniere ein altes Haus und habe festgestellt, dass die Erdung möglicherweise nicht gut ist. Urzustand war die Erdung über die...

  1. Andy

    Andy Schlitzeklopfer

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    Hi.

    Ich saniere ein altes Haus und habe festgestellt, dass die Erdung möglicherweise nicht gut ist.

    Urzustand war die Erdung über die Wasserleitung. Irgendwann wurde die Hauszuleitung in Kunststoff neu gemacht.
    Nun konnte / durfte keine Erdung mehr über das Wasserleitungsnetz erfolgen und es wurde ein kleiner "Alibi" Erdungsstab eingeschlagen, von ca 1,50m Länge.

    Die alte Stahlwasserleitung ist auf eine Länge von 6 Metern im Erdreich ebenfalls noch an die Erdung angeschlossen. Sie ist im Haus gekappt und an der Grundstücksgrenze. Die 6m unter der Hofeinfahrt sind immer noch als "Erder" vorhanden.

    Nun habe ich den Erdungswiderstand gemessen. Der kleine Erdungsstab hat ca 500 Ohm, das Wasserrohr ca 180 Ohm. Beide zusammen ca 130 Ohm.

    Ich frage mich jetzt, wie hoch der Erdungswiderstand maximal sein darf.
    Denn ich wollte nun einen Tiefenerder installieren lassen.
    Dieser Tiefenerder soll die Mindestanforderungen erfüllen.

    Die alten Erder wollte ich, sofern erlaubt, mit angeschlossen lassen, da es sicherlich nicht schadet. Sie sollen aber unberücksichtigt bleiben, wenn es um die Erfüllung der Mindestanforderungen geht.
     
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  3. #2 gert, 12.05.2018
    Zuletzt bearbeitet: 13.05.2018
    gert

    gert Freiluftschalter

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  4. Andy

    Andy Schlitzeklopfer

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    Hallo.
    Hier ist ein TN-C-S Netz.

    Kann deinen Link leider nicht öffnen.

    Stimmt es, dass Tiefenerder mindestens 9 m eingeschlagen werden müssen?
    An anderer Stelle habe ich wiederum was von 2,50m mit 0,5m Überdeckung gelesen.

    Ich habe auch schon gelesen dass der Erdungswiderstand kleiner 10 Ohm sein muss, aber nur bei Blitzschutzanlagen. Welcher Wert gilt bei einem "normalen" Schutzpotentialausgleich?


    Gemessen habe ich den Erdungswiderstand mit der "Sondenmethode".

    1. In 20m Abstand zum Haus zwei Sonden eingeschlagen
    2. 12V AC auf den zu messenden Erder und Sonde 1 gegeben. Strom gemessen
    3. Spannung zwischen Erder und Sonde 2 gemessen
    4. Widerstand berechnet
     
  5. #4 Zelmani, 12.05.2018
    Zelmani

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    Hallo Andy,

    wie hast Du den Erdungswiderstand denn gemessen? Und welche Netzform liegt vor - TN oder TT? Im TN-System spielt der Widerstand eines Anlagenerders keine nennenswerte Rolle (sofern nicht Blitzschutz ein Thema ist - dann gilt R < 10 Ohm). Bei der Nachrüstung in einem Altbau sollte man sich immer die Frage stellen, wofür der Erder überhaupt gebraucht wird, z.B. für die spätere Nachrüstung einer Blitzschutzanlage. Falls eine solche nicht angedacht ist, kann man sich (TN-System vorausgesetzt) auch überlegen, ob man das erforderliche Geld nicht sinnvoller investiert...
     
  6. gert

    gert Freiluftschalter

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    Hallo Andy,
    der Link funktioniert ggf. so:

    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=12&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwiPoN-4iYHbAhVDDJoKHQOvCNYQFgidATAL&url=https://www.elektropraktiker.de/ep-2007-01-38-41.pdf?eID=tx_nawsecuredl&falId=7730&hash=02495c67b694161c9b62de72f1d5882d&usg=AOvVaw2_M7Ex3YBh3_M0Zh80EaNx

    Wenn ich mich nicht irre, ist bei TNC im Altbau kein zusätzlicher Erder erforderlich, denn der PEN ist netzseitig geerdet. Wichtig ist ein Potentialausgleich zwischen metallenen Rohrleitungen,etc. Allerdings darf an den PEN z.B. keine Antennenerdung angeschlossen werden.

    Gruß Gert
     
  7. #6 Zelmani, 12.05.2018
    Zelmani

    Zelmani Lüsterklemmer

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    Welche Spannung und welche Strom hast Du denn gemessen? Deine Sonden haben selbst einen (wahrscheinlich relativ hohen) Erdübergangswiderstand, auch mit der Messung mit zwei Sonden können da relativ hone Abweichungen vom tatsächlichen Widerstand des Erders zustande kommen, wenn Du keine professionelles Messequipment zur Verfügung hast. Jedenfalls kommen mir Deine Werte unrealistisch hoch vor.
     
  8. Andy

    Andy Schlitzeklopfer

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    Danke für den Link.

    Metallene Rohrleitungen gibt es keine mehr, bis auf die Reste die außer Betrieb sind.
    Die Wasserzuleitung sowie alle Wasserrohre im Haus sind Kunststoff bzw Verbundrohr.

    Wenn gar kein Erder vorgeschrieben wäre, müsste man ja auch folglich keinen Wert einhalten. Man dürfte aber "Freiwillig" zum Beispiel einen 3m Tiefenerder installieren und den mit ca 5m Banderder "erdfühlig" an die PAS anschließen?
    Diese Lösung wäre finanziell und vom Aufwand her durchaus im Rahmen.
    Ein vollständiger "Ringerder" wäre theoretisch machbar aber mit großem Aufwand verbunden, da viel Pflaster hochgenommen werden müsste.
    Einen 9m Tiefenerder bekommt man hier ohne schweres Gerät hingegen kaum rein.

    Und wie verhält es sich mit einer SAT-Schüssel, wenn sie nicht im Blitzgefährdeten Bereich auf dem Dach, sondern tiefer an der Wand angebracht ist.
    Diese könnte man dann an den neuen Erder anschließen, auch wenn man dann nicht das "volle Programm" fährt was bei einer Blitzschutzanlage erforderlich wäre?
     
  9. Andy

    Andy Schlitzeklopfer

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    Ich hatte etwa 9V und 70mA (Rohr und Erdungsstab zusammen angeschlossen), das ergibt ca 130 Ohm
     
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  11. #9 gert, 12.05.2018
    Zuletzt bearbeitet: 13.05.2018
    gert

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    Wenn Du damit ruhiger schlafen kannst, warum nicht, es gibt aber kein MUSS!

    Dann müssen die Schüssel und die Koaxleitungen in den Potential- Ausgleich eingebunden werden, sonst nix.
     
  12. gert

    gert Freiluftschalter

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    Mit 9 Volt bezweckst Du eh nichts, wenn Du den Erderwiderstand messen willst, dann entweder mit zugelassenen Messgeräten oder, wie ich das mache, nach Altmeistermethode, mit richtig "Dampf".
    D.h. 230 V Netzspannung, Lastwiderstand z.B. Heizlüfter 2 kW = 8,5 Ω, und Amperemeter 10 A.
    Bitte nicht nachmachen!

    Gruß Gert
     
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