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Neue Elektrik für altes Haus

Diskutiere Neue Elektrik für altes Haus im Blitzschutz, Erdung, Potentialausgleich Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; Hallo! In einem alten Haus Nachkriegsbau EFH <1960 möchte ich die Elektrik vollständig erneuern. Was muss ich beachten? Mir ist im Moment die...

  1. bubele

    bubele Neues Mitglied

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    Hallo!
    In einem alten Haus Nachkriegsbau EFH <1960 möchte ich die Elektrik vollständig erneuern.

    Was muss ich beachten?

    Mir ist im Moment die Erdung völlig suspekt. Eine Stromschiene oder dergleichen ist mir bisher nicht unter gekommen.

    Haus am Hang, hälftig sitzt der Keller im Berg (felsiger Untergrund), hälftig ragt der "Keller" heraus (2,5-3m) - hier ist der Untergrund inerhalb der Fundamente aufgeschüttet worden.

    Im aufgefüllten Bereich ist der Boden etwas zwischen den Fundamenten abgesackt. Hier muss aufgegraben und neu abgedichtet werden (Tiefe möglich).
    Im bergseitigen Bereich (hier kommt neuerdings der Strom ins Haus) gibt es ein kleines Feuchteproblem. Evtl. muss hier auch in die Tiefe gegangen werden, doch wegen des felsigen Untergrundes wird dies wohl nicht wirklich geschenen (aber eine Freilegung erscheint denkbar) - dieser Raum hat ca. 10m² Grundfläche.

    - mir geht es hier nur um die Erdung einer neuen Elektroanlage
    (alle anderen bautechnischen Problemstellungen können unbeachtet bleiben)
    Eine Bodenplatte wie sie heute üblich ist, wurde offenbar nicht ausgeführt.

    Dies als Situationsbeschreibung.

    Frage: Wie könnte es aussehen, hier eine neue Erdung herzustellen?

    Kann in Teilflächen unter dem Haus (innerhalb eines Raums, ein Ringerder, Kupferplatte ausreichend sein?
    Oder außerhalb des Hauses: felsiger Boden, Hanglage, verbuddeln nur in geringer Tiefe möglich oder verbuddeln und aufschütten?
    Bin da im Moment recht planlos.

    Derzeit befindet sich die Zähleranlage im EG, soll jedoch in den Keller verlegt werden. Im Zuge der Neuinstallation gibt es fast jede Freiheit.
     
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  3. #2 magnus_martin, 22.12.2012
    magnus_martin

    magnus_martin Leitungssucher

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    AW: Neue Elektrik für altes Haus

    Würde vor der Tür an der Hauswand einen oder mehrere Kreuzerder setzten.

    Oder im Keller Einen oder mehre Stäbe in den Boden eintreiben und diese Verbinden, bzw. ein Ringerder verwenden.

    Bei nassem Lehm reicht ein Erder, bei Trockenem Kies benötigt man dann mehre.

    Stäbe die vertikal eingeschlagen werden, haben halt den vorteil gegenüber eines Facherders, das man weniger tief graben muss!

    Eine Messung des Erders muss aber unbedingt gemacht werden.
     
  4. bubele

    bubele Neues Mitglied

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    AW: Neue Elektrik für altes Haus

    Danke für die Antwort. Die Idee gefällt mir :)

    Ich verstehe das wie folgt:

    Kreuzerder.jpg
     
  5. bubele

    bubele Neues Mitglied

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    AW: Neue Elektrik für altes Haus

    Als Laie frage ich: was wird gemessen? Welche Werte sind zu erreichen?

    Zuleitung zum Keller: Wie muss diese erfolgen? Dickes Kabel vom Kreuzerder zum Zähler bzw. einem Anschlusspunkt?
     
  6. #5 kurtisane, 22.12.2012
    kurtisane

    kurtisane Guest

    AW: Neue Elektrik für altes Haus

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  7. ego

    ego Niederspannungswandler

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    AW: Neue Elektrik für altes Haus

    Brauchst denn überhaupt einen Erder, oder ist der eher freiwilliger Natur?
     
  8. #7 magnus_martin, 22.12.2012
    magnus_martin

    magnus_martin Leitungssucher

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    AW: Neue Elektrik für altes Haus

    Für die Erdungsfahne Material Dicke, gibt es Vorschriften. Die Erdungsfahne wird dann auf eine Potenzialausgleichsschiene gebracht und geht von dort aus weiter zur Verteilung .
    Messung wird von einem Fachmann mit einem Spezial Messgerät mit Erdspießen und so Kabel trommeln gemacht.
    Der widerstand sollte unter 10Ohm liegen, kann aber sehr stark variieren anhand vom Untergrund. Dann ist auch zu wissen um welche Netzform es sich handelt, ggf. ist bei nicht erreichen des Erdungswiderstandes, ein FI zwingend vorgeschrieben usw....

    Ist der Erder nicht im Beton eingegossen, sondern direkt im "Erd-Boden" ist der einsatz von Edelstahl empfehlenswert.


    Mit anderen Worten, hole dir einen Fachmann!!!!
     
  9. elo22

    elo22 Lichtbogenlöscher

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    AW: Neue Elektrik für altes Haus

    Nein, Vorschrift. @TE Bitte lies die Beiträge von Dipol.

    Lutz
     
  10. bubele

    bubele Neues Mitglied

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    AW: Neue Elektrik für altes Haus

    Vielen Dank für alle bisherigen Antworten.
    Mit geht es darum, einen grundsätzlichen Ein- und Überblick zu erhalten. Alles ist immer eine Kostenfrage und ggf. eine Entscheidung ob es Sinn macht, die eine oder andere Arbeit selbst auszuführen, es einen Elektrofachmann oder es durch eine bauausführende Firma machen zu lassen und dann natürlich fachlich beaufsichtigen und dokumentieren zu lassen.

    Wenn ich die Elektrik (ganze haus neue leitungen) neu aufbauen will (muss - da gibt es zuviele Basteleien), dann habe ich keinen Bestandsschutz (den ich wohl auch bei größeren Eingriffen in bestehende Anlaen für die gänze der Anlage dann nciht mehr habe) und muss dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.

    @elo22
    Wo finde ich die relevanten Beiträge von Dipol?
    ?? V4A statt V2A ??
    in Beton eingiesen geht ja nicht mehr - das Haus (Nachkriegsbau) steht ja

    @ego
    Gute Frage. Aber ich gehe einmal davon aus, dass eine Erdung grundsätzliche Vorschrift ist.
    Früher muss immer auch die Wasserleitung herhalten, was ja heute verboten ist.
    Aber wenn ich es vermeiden kan und es trotzdem o.k. ist, dann soll es mir Recht sein. Oder eine Alternative.

    @magnus_martin
    einen FI-Schalter habe ich in Gedanken grundsätzlich vorgesehen
    Die Stromverteilung ist Etagenweise von einem Sicherungskasten vorgesehen, so dass später (sollte Bedarf dafür sein) im Keller ein Zähler gesetzt werden kann.
    Ist dann ein FI-Schalter pro Etage erforderlich? Oder erst wenn ein Einzelzähler für die Etage gesetzt wird?

    @kurtisane
    interessanter Hinweis (kleiske), Danke

    Kreuzerder
    Frage: wie bekomme ich eine grobe Vorstellung, was zu installieren ist?
    Die nördliche Kellerwand soll freigelegt werden um dort auch eine Dämmung vorzunehmen. Hier erfolgen die Anschlüsse Wasser, Gas, Elektro (alles erdverlegt auf ca. 3m). Hier muss ich mit Fels rechnen. Habe im Moment keine Ahnung was mich hier wirklich erwartet, aber ich gehe einmal von einem nutzbaren Abstand aus. Allerdings würde ich einen größeren Abstand (1m und mehr) zwischen Kellerwand und Fels verneinen. Sand und Kies sind sicherlich für eine Wiederverfüllung geeignet.
     
  11. #10 magnus_martin, 23.12.2012
    magnus_martin

    magnus_martin Leitungssucher

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    AW: Neue Elektrik für altes Haus

    Grundsätzlich Nein, du kannst die Bude mit einem FI Absichern (30mA natürlich)!
    Wenn du dann einen Fehlerstrom in der Anlage hast ist die komplette Bude ohne Strom!
    Die meisten Elektriker machen das zwar um Ihr Angebot günstig zu halten, aber ich nicht!
    Deshalb setzte ich grundsätzlich pro Etage/UV einen FI!
     
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