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Prallelschaltung mit Batterie betreiben

Diskutiere Prallelschaltung mit Batterie betreiben im Elektronik allgemein Forum im Bereich WEITERE ELEKTROTECHNISCHE BEREICHE; Liebe Elektronik- Profis, irgendwie habe ich wohl gerade ne ziemliche Blockade und weiß nicht so recht, wie das mit der Parallelschaltung war......

  1. #1 Patrick94, 04.01.2012
    Patrick94

    Patrick94 Schlitzeklopfer

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    Liebe Elektronik- Profis,

    irgendwie habe ich wohl gerade ne ziemliche Blockade und weiß nicht so recht, wie das mit der Parallelschaltung war...

    - Also mir ist natürlich klar, dass die Spannung an mehreren parallel geschalteten Verbraucher gleich ist, und sich lediglich der Strom aufteilt.

    Aber jetzt will ich eine Schaltung aufbauen, bei der einige unterschiedliche Verbraucher (die also auch unterschiedliche Stromaufnahmen haben) gegeneinander parallel geschaltet, an einer Batterie hängen.


    Wenn ich jetzt die Widerstände ausrechnen will,stoße ich schon auf das Problem:

    Ich habe ja keine Stromstärke vorgegeben. Richtet sich diese jetzt nach dem Verbraucher, der am meisten Strom zieht? -> Denn dann müsste ich ja zum Beispiel für eine einzelne LED (20 mA) , wenn sie mit einem anderen Verbraucher (z.B.: 100 mA) parallel geschaltet wird einen größeren Widerstand wählen, als wenn ich sie allein an die Batterie anschließen würde, oder?

    Bitte entschuldigt, wenn diese Frage ziemlich amateurhaft ist und vielleicht sogar schon mal gestellt wurde.

    LG, Patrick.
     
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  3. snobi

    snobi Leitungssucher

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    AW: Prallelschaltung mit Batterie betreiben

    Ähm, ich versteh deine Frage net?! Die Ströme der parallel liegenden Zweige addieren sich halt. Wenn z.B. ein Zweig 10mA will, ein zweiter 20mA und ein dritter 30mA, dann wird die Spannungsquelle mit 60mA belastet? Wo ist da das Verständnisproblem?
    Aber nachdem diese leicht unklare Frage im Zusammenhang mit LEDs gestellt wurde - Nein, die Vorwiderstände mehrerer parallel geschalteten LEDs lassen sich nicht zusammenfassen. Das ginge nur, wenn man nahezu identische LEDs selektieren würde - Und das macht kein Mensch.
    Zeig mal die Schaltung - Net dass es hinterher raucht ...
     
  4. #3 Patrick94, 04.01.2012
    Patrick94

    Patrick94 Schlitzeklopfer

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    AW: Prallelschaltung mit Batterie betreiben

    Achso... Man betrachtet die einzelnen Zweige unabhängig voneinander,oder?

    -> Es fließt nicht überall gleich viel strom. Der Zweig mit 10 mA bräuchte keinen größeren Widerstand, nur weil es noch einen Zweig mit mehr A gibt.

    [Auf den Strom musste man doch nur in einer Reihenschaltung achten, wo dann durch alle Verbraucher in der Reihe der Strom für den "größten" Verbraucher fließt, oder?]

    - Wenn das so stimmt, dann hat sich meine Frage erledigt, hatte gerade wohl echt ein Brett vorm Kopf.

    (Achso: Es ging garnicht um LED's, das war einfach nur ein Beispiel; ich hätte auch "Ein Verbraucher mit 20mA ... einer mit 100mA ..." schreiben können)
     
  5. #4 Patrick94, 04.01.2012
    Patrick94

    Patrick94 Schlitzeklopfer

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    AW: Prallelschaltung mit Batterie betreiben

    Ist das dann soweit richtig?
     
  6. snobi

    snobi Leitungssucher

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    AW: Prallelschaltung mit Batterie betreiben

    Nee, mit Widerständen musst Du da net rumfuhrwerken. Jeder Zweig nimmt sich halt was er braucht. Denk einfach an unseren alten Herrn Kirchhoff und die Knotenregel. Die Summe aller Ströme in einem Knoten ist Null. D.h. alles was in den Knoten reingeht, muss auch irgendwo wieder raus und umgekehrt.
     
  7. #6 Patrick94, 04.01.2012
    Zuletzt bearbeitet: 04.01.2012
    Patrick94

    Patrick94 Schlitzeklopfer

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    AW: Prallelschaltung mit Batterie betreiben

    Achso, Ja, Ok. Bei deinem Beispiel gingen 60 mA rein und kommen auch raus. Dabei nimmt sich aber jeder Zweig nur soviel, wie er braucht. (richtig?)

    Ich war aus irgendeinem Grund der Annahme, dass der Strom sich gleichmäßig aufteilt und dass der erste Zweig, der 10 mA braucht, trotzdem 30 mA kriegt, aber das ist ja wohl Quatsch und das würde ja dann auch heißen, dass die Batterie mit 90 mA belastet würde, wenn der Strom sich einfach nur durch die Anzahl der Zweige teilen würde.
     
  8. snobi

    snobi Leitungssucher

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    AW: Prallelschaltung mit Batterie betreiben

    Genau, jeder Zweig nimmt sich so viel wie er braucht, denn im Wesentlichen bestimmt die anliegende Spannung den Verbrauch - Und die ist nun mal bei bei der Parallelschaltung überall gleich. Im einfachsten Fall sind das ohmsche Verbraucher, wo die Stromaufnahme linear zur anliegenden Spannung ist. Im wirklichen Leben hat man aber nicht immer rein ohmsche Verbraucher. Besonders hinterhältig sind da Schaltnetzteile. Denk z.B. an ein Universalnetzgerät, das sowohl an 115V als auch an 230V betrieben werden kann. Ganz egal was rein geht, der eigentliche Verbraucher will seine geregelte Sekundärspannung (die in beiden Fällen gleich ist) und will seinen Nominalstrom, den wir vereinfacht auch mal als konstant annehmen. Nehmen wir mal ein Beispiel. Unser eigentlicher Verbraucher will bei 10V= 10A - Er will also 100W Leistung. Weil weder Energie noch Leistung aus dem Nichts kommen, will auch unser Netzteil (bei unrealistischen 100% Effizienz) 100W am Eingang. Es gilt P=U*I. Wenn wir nun so vereinfacht rechnen, dann zieht das Ding den Strom I=P/U - Bei 230V also 0,435A. Bei einer Primärspannung von 115V sind es aber schon 0,870A - Denn sonst können wir die Leistungsaufnahme vom eigentlichen Verbraucher net abdecken. Warum ist das wichtig, wenn sich das Netzteil eh holt was es will/braucht?

    Das kann z.B. dann interessant werden, wenn wir Spannungsfälle in Zuleitungen net beachten. Nehmen wir mal an wir wollen ne Gartenparty veranstalten und stöpseln dazu direkt an einer B10 an 230V eine Superduperanlage mit 2300W ein - Passt soweit. Weil Gartenpartys nun mal selten direkt an einer Verteilung statt finden, borgen wir uns zig Verlängerungskabel aus und stöpseln die sinnlos zusammen. Die Verlängerungsleitung hat nen Widerstand und daran gibt es einen Spannungsfall. Lassen wir den mal 50V betragen (bei vielen sinnlos zusammengestöpselten Konstruktionen gar nicht so aus der Welt). Am SNT kommen also bei Vollast nur noch 180V an. Weil es aber ein SNT ist, holt es sich die durch die 50V Spannungsfall verlorene Leistung über einen höheren Strom zurück. Die Anlage will 2300W, also holt es sich die aus den verbliebenen 180V - Damit sind wir bei I=P/U = 12,78A. Eine B10 hält das lange Zeit aus (mehrere Stunden), die für 10A ausgelegte Leitung ist aber schon überlastet (und erwärmt sich zu stark). Direkt passieren wird in der Konstellation wenig, aber korrekt ist es auch nicht. Irgendwann sagt dann halt die B10 auch, dass das Fest nun zuende ist ;-)
    Alles sehr vereinfacht gerechnet, aber gar net so praxisfremd. Es ist halt nicht damit getan, dass man sagt dass ein Gerät auch bei 180V noch sauber arbeitet und der Spannungsfall deswegen sch...egal sei. Wie man an dieser sehr groben Rechnung sieht, kann das halt doch durchaus Auswirkungen haben, die man im ersten Moment gar nicht sieht. Also von wegen, "Es tut und deshalb ist es richtig!".
    Gerade SNT und nicht ohmsche Verbraucher haben noch andere Tücken, die man dann merkt wenn man den Krempel an Drehstromnetzen anhängt. I.A. ist das kompensiert, aber böse Menschen bauen dir Konstellationen, wo der N abraucht ;-)
    Wenn Du magst, dann exerzieren wir mal ein Beispiel durch - Vorsicht, viel Rechnerei ;-)

    Viele Grüße,

    Uli
     
  9. #8 Patrick94, 04.01.2012
    Patrick94

    Patrick94 Schlitzeklopfer

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    AW: Prallelschaltung mit Batterie betreiben

    Vielen Dank für deine ausführliche Erklärung ; danke für deine Mühe.

    Ich habe dank dir jetzt so Einiges (wieder-) verstanden...

    ALSO : Daumen hoch für deine Antwort ;-)

    [Beispiele rechnen - heute wohl nicht mehr... - Wenn ich mal etwas mehr Zeit hab, melde ich mich sicher nochmal ;)


    Also noch einmal DANKESCHÖN,
    Patrick.
     
  10. snobi

    snobi Leitungssucher

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    AW: Prallelschaltung mit Batterie betreiben

    Hmm einen noch. Bei unzulässig hohen Spannungsfällen kommste auch noch in die missliche Lage, dass meist die Abschaltbedingungen nimmer eingehalten werden. Diese Verlängerungskabel sind da böse Stolperfallen. Im Extremfall geht das soweit, dass Du am Ende vom Verlängerungskabel nen Kurzen bauen kannst und der LS trotzdem net auslöst. Das ist dann ein Riesenvorteil im Winter, denn die Strippe liegt da, wo der Schnee weggeschmolzen ist :rolleyes:;):confused::eek: -Astreine Rasenheizung! Dumm gelaufen - Besonders dann wenn man den LS gebraucht hätte ...
     
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