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Prüfung eines Erdkabels

Diskutiere Prüfung eines Erdkabels im Grundlagen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; AW: Prüfung eines Erdkabels Für Drehstrom am falschen Ende gespart. Warum? In Drehstromnetzen ist der N eigentlich nie belastet. Der PE im...

  1. gert

    gert Freiluftschalter

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    AW: Prüfung eines Erdkabels

    Warum?

    In Drehstromnetzen ist der N eigentlich nie belastet. Der PE im Normalfall auch nicht.

    Die Vorschrift, daß ein PEN mindestens 10 mm² (= 2,5 mm Durchmesser) haben soll/muß, rührt lediglich aus der mechanischen Beständigkeit.

    Ein in einer Leitung verlegter PEN, z.B. NYM 4*1,5 ist mechanisch genauso beständig wie einer der Außenleiter.


    Also, was sollen diese Diskussionen? Normgerecht hin oder her, der Versicherungswirtschaft gehts nur darum:
    Umwieviel ist die Wahrscheinlichkeit höher, daß ein PEN mit Querschnitt 2,5 mm² im Vergleich zu einem mit 10 mm² ausfällt!

    Wenn ein PEN mit 10 mm² schlecht gepflegt ist, ist er vermutlich unwirksamer als ein wirksamer PEN mit 1,5 mm².


    Gruß Gert
     
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  3. #12 gert, 30.07.2016
    Zuletzt bearbeitet: 30.07.2016
    gert

    gert Freiluftschalter

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    AW: Prüfung eines Erdkabels

    Nochmal zurück zum TE:

    Warum sollte ich ein 4-adriges Erdkabel mit 4 mal 6 mm² nicht als Einspeisekabel für eine Bastelwerkstatt nutzen?


    Gruß Gert
     
  4. #13 Micha94, 30.07.2016
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    AW: Prüfung eines Erdkabels

    Moin,

    wurde das Kabel direkt nach der Verlegung schon auf den Isolationswiderstand überprüft? Falls ja reicht rein formal ein anschließen und eine normale Spannungsmessung. Ich würde jedoch auf jeden Fall nochmal eine Isolationsmessung vornehmen!

    Rein technisch und physikalisch spricht nichts dagegen ein 6mm² mit folgender Beschaltung zu Verwenden: Braun: L1, Schwarz: L2, Grau: L3 Grün / Gelb: PEN. Gemäß VDE-Normung ist sowas aber leider seit 1973 tabu. Will man das so machen liegt man in einer Grauzone, da die VDE-Normen ja nur als Empfehlung gelten, im Schadensfall jedoch Gesetzescharakter annehmen. Das bedeutet folgendes: Passiert nichts - alles gut. Passiert etwas - Geldstrafe oder Bau = Persönliche Haftung.

    Das Risiko dass etwas passiert ist jedoch so gering, dass man die Lösung getrost auf eigene Haftung umsetzen kann. Ein PEN-Bruch kommt i.d.R. nur bei stark und dauerhaft bewegten Leitungen, bei anbohren der Leitung oder bei schlechten Klemmstellen vor. All diesen Sachen kann man gut entgegenwirken, da das Kabel ja in der Erde liegt. Ich selbst habe vor gut 5 Jahren noch ein nie benutztes, neues, NAYY 4x 6mm² (ALU) aus DDR-Produktion in den schönen Farben Schwarz, Grau, Rot, Blau verbuddelt, was ich in einem Keller gefunden habe. Schwarz: L1, Rot: L2, Blau: L3, Grau: PEN. Sollte da mal was sein, dann kann ich noch argumentieren wurde vor 1968 verbuddelt :D

    Allgemein gilt: Sicherheit nach VDE ODER gleichwertig herstellen. Praktisch ists im Schadensfall nur sehr schwierig das "gleichwertig" nachzuweisen. Also im privaten Bereich würde ich das so machen, in öffentlichen Bereichen oder als Firma beauftragt auf keinen Fall!
     
  5. Zosse

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    AW: Prüfung eines Erdkabels

    Was verstehst du an der DIN VDE 0100-540 nicht?
     
  6. #15 Strippe-HH, 30.07.2016
    Strippe-HH

    Strippe-HH Freiluftschalter

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    AW: Prüfung eines Erdkabels

    @Michi.
    Das glaubt dir auch höchstens der Pfarrer in der Beichte :D
    In einem anderen Forum diskutieren wir gerade über die Verwendbarkeit von NYM 3x1,5 mit schwarzen Außenleiter, es geht da um die Verarbeitung eines Restbestandes was 20 Jahre im Keller gelegen hatte und nun für die Verlegung einiger AP-Steckdosen für den Hausgebrauch verwendet werden soll.
    Die einen sagen Ja und die anderen nein.
    Aber das du da nun solch alten Schrott in die Erde verbuddelst, und damit eine Elektroanlage mit betreibst, das ist ja nun wirklich verboten.
    Ich hatte letztens in einem Projekt ein unterirdisch verlegte NYM-5x6mm² von 1973 abgesegnet das unter einer Betonierten und unbefahrenen Hoffläche liegt, da der R-Iso trotz des Alters der Leitung stimmte, daran hängen 3 Lagergebäude wo nur Beleuchtung und Steckdosen sind, Absicherung 3x25A, also kein Problem.
    Es ist aber zu erwähnen das es noch Leitung mit PVC-Mantel ist, mit dem heutigen Leitungen wäre das wohl schlecht zu machen gewesen
     
  7. #16 Micha94, 30.07.2016
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    AW: Prüfung eines Erdkabels

    Die Leitung war noch original verpackt und hatte gute Iso-Werte. Warum also nicht? Haftung liegt bei mir. Und solange das Zeug noch Messtechnisch ok ist, habe ich auch kein Problem das zu verbauen :p Das EVU hat es auch nicht sonderlich gestört. Obwohl ich an der NZ-Tafel Umbauten und Nachrüstungen vorgenommen habe, wurde der Zähler brav gewechselt und nach etwas (leidiger) Diskussion (wie immer bei solchen Themen) der Hausanschluss von 35A auf 63A erhöht.

    Ich "schlucke" schon lange nicht mehr, was mir an "Vorschriften" vorgeworfen wird. Mit etwas Diskussion und Konfrontation auf physikalischer und technischer (nicht normativer!) Ebene hab ich schon viel erreicht :cool: Ja fürs EVU bin ich ein unangenehmer Zeitgenosse, habe aber letztendlich immer bekommen was ich wollte, da keiner Bock auf Diskussionen hatte :D
     
  8. #17 Micha94, 30.07.2016
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    AW: Prüfung eines Erdkabels

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  9. Zosse

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    AW: Prüfung eines Erdkabels

    Ja wie beim Schrotthändler.
     
  10. #19 Micha94, 30.07.2016
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    AW: Prüfung eines Erdkabels

    Leute bezahlen teils horrende Preise für solche Teile! Habe aus Spaß mal so ein gedrehtes CBT Kabel aus DDR-Zeiten ab 1€ eingestellt. Ging für 30€ + Versand raus. Guter Preis für 10 Meter. Alte einzelne Bakelitschalter gehen auch manchmal über 30€ raus. Habe ich nicht geglaubt. 2 - 3 Testverkäufe gemacht und nicht schlecht gestaunt.

    Aber den Rest behalte ich selbst, will nicht meine Sammlung verkaufen :D
     
  11. #20 der alex, 30.07.2016
    Zuletzt bearbeitet: 30.07.2016
    der alex

    der alex Strippenstrolch

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    AW: Prüfung eines Erdkabels

    Naja die Leitung soll doch als Zuleitung dienen und nicht als festanschluss eines symetrischen Verbrauchers. Insofern ist doch der neutralleiter schon belastet und wieso sind denn 10 quadratmilimeter 2,5 mm Durchmesser? A= PI/4 *d^2

    Gruss alex
     
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