Sicherungen und Leitungsquerschnitt für Gartenhaus

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  1. marju

    marju Schlitzeklopfer

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    Hallo zusammen,

    ich baue zurzeit an einem Gartenhaus und muss deshalb gerade Teile meines Gartens umgraben. Im Zuge dessen würde ich gerne ein Erdkabel für einen Stromanschluss im/am Gartenhaus verlegen. Ich möchte den Strom aber nicht an irgendeinem bestehenden Sicherungskreis "abzweigen", sondern ein Kabel von der Hauptverteilung, durch den Keller, durch den Garten zum Gartenhaus verlegen. Dazu habe ich mir bereits einen Plan gemacht und mache mir nun Gedanken über die passenden Sicherungen und den Leitungsquerschnitt. Dazu ein paar Infos:

    - ca. 25 m Distanz zwischen Hauptverteilung und Unterverteilung im Gartenhaus (einfache Länge)
    - Leitungsschutzschalter (25 A) in der Hauptverteilung geplant
    - Unterverteilung mit FI (25 A) und zwei Leitungsschutzschaltern geplant
    -> für Licht (6A)
    -> für ein oder zwei Schuko-Steckdosen (16A)

    Mit einem Leitungsquerschnitt-Rechner (z. B. zaehlerschrank24.de/berechnungen) komme ich mit diesen Werten auf einen empfohlenen Leitungsquerschnitt von 1,24 mm². Ein 1,5-mm²-Kabel müsste demnach ausreichen. Sicherheitshalber würde ich wohl ein 2,5-mm²-Kabel verwenden.

    1.) Was haltet ihr davon? Sind aus eurer Sicht die Sicherungen und der Leitungsquerschnitt ausreichend dimensioniert?
    2.) Gehen diese Rechner immer von der "einfachen Länge" aus oder müsste ich eigentlich mit 50 m rechnen, um auch den "Rückweg des Stroms" einzukalkulieren?
    3.) Ich würde das Kabel an der Hauptverteilung durch ein vorhandenes Leerrohr in den Keller führen. Durch das Leerrohr sind bereits mehrere Kabel gezogen. Spielt die Anzahl und Nähe der Kabel zueinander eine bedeutende Rolle für den zu wählenden Leitungsquerschnitt?

    Danke für eure Hilfe!

    PS: Keine Sorge! Mir ist klar, dass mit Elektrik nicht zu spaßen ist. Ich mache die Vorarbeiten, werde alles am Ende aber noch mal von einem Elektriker prüfen und dann anschließen lassen.
     
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  3. elo22

    elo22 Freiluftschalter

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    Nichts. Leitungsschutzschalter sind nicht als Vorsicherung geeignet da nimmt man Lastrenner. Da wir Selektivitat haben wollen muss die Vorsischerung min. 32 A haben. (Hier kommt es auch auf die Sicherung davor an unter 63 A geht da nichts oder man verwendet SLS) Das heisst aber auch ein Querschnitt von 6 mm² denn die Verlegeart ist nicht nur in Erde.

    Lutz
     
  4. #3 BrunoKreisky, 01.08.2020
    BrunoKreisky

    BrunoKreisky Leitungssucher

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    Zu dem Kommentar von Lutz möchte ich hinzufügen:

    Mach Dir Gedanken, was Du da für Verbraucher haben wirst, und wie ausbaufähig das sein soll. Wenn das Kabel mal im Boden ist, dann ist es da.

    Siehe auch die Kommentare hier: Stromversorgung Gartenhaus und Pool, welcher Kabelquerschnitt?

    Ich persönlich würde Dir dazu raten, es nicht auf Kante zu nähen, auch wenn es kurzfristig billiger ist. Regelmäßig haben Leute schon kurze Zeit später das Problem, dass eine zu schwache Leitung im Boden liegt. Ein angemessen gutes, 5-poliges Kabel im geeigneten Rohr (z.B. Kabuflex) wird Dich auf Dauer glücklicher machen. Mein Tipp: Lieber zu viele Adern und zu viel Querschnitt, als zu wenig. Und nicht selber anschließen.

    Such Dir am besten einen Elektroinstallateur und vereinbare mit ihm Eigenleistung. Die erforderlichen Berechnungen und das notwendige Wissen, dass das alles sauber funktioniert am Ende, sind nicht trivial, da kann eine Menge schief gehen, besonders bei Strom im Freien. Außerdem braucht es teure Messtechnik, um das am Ende alles zu prüfen, die hast Du vermutlich auch nicht. Du willst ein Gartenhaus und keine abgebrannte Todesfalle.
     
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  5. #4 Mister Kurzschluss, 01.08.2020
    Mister Kurzschluss

    Mister Kurzschluss Leitungssucher

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    Ich verstehe nicht, warum man sich riesen Arbeit macht, um eine Leitung vom Wohnhaus zum Gartenhaus zu verlegen, um dann kleinlichst den Querschnitt zu errechnen. Warum wird im Elektrohandwerk immer nur klein -- klein - klein gearbeitet ? Machs doch wie der Metzger / Fleischer: Die sagen doch immer: "Darfs ein bisschen mehr sein ?" In mein Gartenhaus geht ein NYY-J 5 x 10 mm². Und es sind vom Verteiler bis zum Gartenhaus nur 10 Meter........ Was kostet denn die Leitung im Vergleich zum Verlege-Aufwand ? Der Aufwand ist doch das Teuerste !!!! Und in mein Gartenhaus brauch ich nie wieder eine dickere Leitung nachinstallieren. Genau so geht je eine KNX-Leitung, Telefonleitung, Sprechanlagen-Leitung und eine KAT-7 Netzwerkleitung ins Gartenhaus. Alles in 2 ausreichend dicken Leer-Rohren. Und auch die 2 Leer-Rohre haben je noch 80 % Luft für Erweiterungen.
     
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  6. marju

    marju Schlitzeklopfer

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    Danke für eure Antworten!

    Planänderung: RCBO (16 A) in der Hauptverteilung, ca. 25 m 1,5-mm²-Kabel bis zum Gartenhaus, keine Unterverteilung, Licht und bis zu zwei Schuko-Steckdosen auf dem gemeinsamen Sicherungskreis

    Wäre das aus eurer Sicht in Ordnung?

    Es geht eigentlich nur um relativ kleine Verbraucher wie Licht, Rasenmäher und einen kleinen Elektrogrill. Mehr als 16 A werde ich niemals brauchen.

    Ein Kabelrohr wollte ich aber ohnehin verwenden.

    Ich würde eigentlich auch lieber ein 5-poliges, dickeres Kabel nehmen, aber das angesprochene Leerrohr zwischen Hauptverteilung und Keller ist relativ klein und ich fürchte, dass ich nicht mehr als maximal ein 2,5-mm²-Kabel durchbekomme. Außerdem kommt in unserer Hauptverteilung nur ein Außenleiter an. Die beiden anderen Außenleiter sind - warum auch immer; habe ich so vom Vorbesitzer übernommen - kurz hinter dem Hausanschlusskasten abgeschnitten. Ein 5-poliges Kabel wäre somit ja sinnlos, oder?

    Ich wollte auch nur das Kabel verlegen. Den Rest soll - wie im Eingangspost erwähnt - ein Fachmann machen.
     
  7. marju

    marju Schlitzeklopfer

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    Hört sich alles logisch und sinnvoll an. Ich kann dir nicht widersprechen. Problem bei uns ist nur, dass ich den Aufwand, zwischen Hauptverteilung und Keller ein neues Leerrohr zu verlegen, scheue und stattdessen das bestehende nutzen möchte. Da ist aber nicht mehr so mega viel Platz. Wenn ich also mit dem vorhandenen Platz arbeiten will/muss, kann ich 10 mm² einfach nicht nutzen.
     
  8. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    Lege nicht das Kabel in die Erde. Verlege ein Leerrohr möglichst groß z.B. KG-Rohr 110 oder größer.
    Wenn man einmal buddelt, dann möglichst nie wieder und wenn du dann im Gartenhaus mal Wasser, oder Internet oder oder brauchst oder ein Pool daneben hin soll oder Sauna, dann fängst du nicht erneut an zu buddeln Und wenn du auf die 25m Länge noch 2 oder 3 handelsübliche Schächte setzt, dann kannst du auch dort mal abzweigen für Gartenbeleuchtung oder Steckdosen oder oder.
     
  9. xeno

    xeno Lüsterklemmer

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    Verlege in der Erde ausreichend großes Leerrohr, wie empfohlen. Wenn du irgendwie 5x2,5mm² verlegen kannst (vom Platz in der Hauseinführung), dann nimm das. Selbst eine halbwegs vernünftige Kabeltrommel hat schon 2,5mm². 1,5mm² verlegt man bei sowas einfach nicht, selbst wenn es evtl. gerade so reichen würde. Das gleiche gilt für 3-Ader. Auch wenn dir 3 Adern aktuell evtl. reichen würden, leg trotzdem 5-Ader.
    Den Rest kannst du so machen mit dem RCBO und ohne UV im Gartenhaus.

    Ein Elektrogrill ist auch kein kleiner Verbraucher. Da wird 1,5mm² schon gut warm auf Dauer, was dann mit der Häufung bei der Hauseinführung problematisch werden könnte. Daher min. 2,5mm².
     
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  11. elo22

    elo22 Freiluftschalter

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    Nein! Über 18 m geht kein 1,5 mm².

    Lutz
     
  12. marju

    marju Schlitzeklopfer

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    Ok, gut. Ihr habt mich überzeugt. Ich werde mindestens 2,5 mm² verwenden und versuchen, direkt ein 5-adriges Kabel durchzubekommen. Wäre es denn in Ordnung, wenn ich auf dem kleinen Teilstück zwischen Hauptverteilung und Keller (sprich im Leerrohr) das Kabel entmantele und die 3 bzw. 5 Adern lose im Leerrohr liegen? Die übrigen, sich im Leerrohr befindlichen Kabel hätten weiterhin einen Mantel. Ist so etwas zulässig?

    Oder wäre es eine Alternative, die Strecke zwischen Hauptverteilung und Keller in 2,5 mm² auszuführen und dahinter auf 6/8/10 mm² zu gehen? Ich wollte nämlich ohnehin am Übergang zwischen Keller und Garten eine Abzweigdose haben, um den Wechsel von NYM-J auf NYY-J zu realisieren.
     
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