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Stabile Stromversorgung in Afrika

Diskutiere Stabile Stromversorgung in Afrika im Materialauswahl Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; Hallo zusammen. Für eine gemeinnützige Einrichtung bin ich in der Elfenbeinküste. Wir haben noch eine Niederlassung in Benin. Dort gibt es wohl...

  1. urwald

    urwald Schlitzeklopfer

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    Hallo zusammen.

    Für eine gemeinnützige Einrichtung bin ich in der Elfenbeinküste. Wir haben noch eine Niederlassung in Benin. Dort gibt es wohl Probleme mit der Stromversorgung. Dazu wurde mir folgendes erklärt:

    – Tagsüber scheint die Stromversorgung gut zu funktionieren.
    – Abends (wenn in allen Haushalten das Licht eingeschaltet wird) gibt es während ungefähr drei Stunden Probleme. Die Lampen (Energiesparlampen) flackern. Der Wasserkocher funktioniert noch, ist aber langsamer als normal. Die Mikrowelle funktioniert gar nicht mehr.

    Die Nennspannung beträgt, wie in Europa, 230 V Wechselstrom. Der Hausanschluss ist wohl ein Drehstromanschluss, allerdings wird wohl nur eine Phase genutzt.

    Der Kollege von dort nimmt an, dass abends, wenn die Geräte nicht mehr richtig funktionieren, die Spannung absinkt. Mangels Messgerät konnte er das aber nicht überprüfen.

    Nun meine Fragen:

    – Ist die Vermutung mit dem Spannungsabfall plausibel?

    – Was wäre die Lösung?

    Den Kauf eines Stromgenerators wollen wir vermeiden (Anschaffungskosten, Wartungskosten, hohe Betriebskosten im Vergleich zum Strom aus dem Hausanschluss …). Gibt es Geräte, die die Ausgangsspannung konstant halten können, auch wenn die Eingangsspannung schwankt? Die Leistung muss nicht so wahnsinnig hoch sein. Ein paar Lampen, die Mikrowelle, ein Computer – das war’s. Jedenfalls gibt es keinen E-Herd und keine elektrische Warmwasserversorgung. Kann es dafür nützlich sein, dass das Haus über Dreiphasen-Wechselstrom verfügt (und nicht nur über Einphasen-Wechselstrom) – sprich, bringt das mehr Leistung? Gibt es solche Geräte? Wenn ja, wie heißen die? Kosten die viel Geld? (Und: Wie schwer sind die? Denn falls das Gerät hier in Afrika nicht zu beschaffen ist, kommen ja noch die anteiligen Kosten für den Frachtcontainer dazu.)
     
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  3. Zosse

    Zosse Administrator (Ex-Schaltmeister)
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    AW: Stabile Stromversorgung in Afrika

    Ja Spannungsabfall ist das Problem. Lösbar wäre es mit einer USV-Anlage.
     
  4. urwald

    urwald Schlitzeklopfer

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    AW: Stabile Stromversorgung in Afrika

    Würde denn eine USV-Anlage lange genug durchhalten? (Wir haben die Dinger hier in der Elfenbeinküste für die Computer, aber die halten keine drei Stunden durch. Und es ist ja auch nur ein einziger Computer daran angeschlossen.)

    Gibt es auch USV-Geräte, die nicht einfach auf Akku-Betrieb umschalten wenn die Spannung sinkt, sondern die aus vielleicht 130 V Wechselspannung immer noch 230 V Wechselspannung herstellen können? Im Wikipedia-Artikel gibt es ja die Kategorie „VI (Voltage Independent bzw. Netzinteraktive UPS/USV)“, und dort heißt es: „Weil der Umrichter außerdem fortlaufend die Höhe der Spannung am Ausgang begrenzt, ist diese weitgehend unabhängig von der Höhe der Spannung am Eingang.“ Funktioniert das auch, wenn ich nicht eine zu hohe Spannung begrenzen will, sondern eine zu niedrige Spannung erhöhen muss? (Denn drei Stunden reine Stromversorgung aus dem Akku dürfte wohl schwierig werden.) Bedeutet „Schutz vor Unterspannung“, dass in diesem Fall nicht der Akku benutzt wird, sondern die zu geringe Netzspannung hochgeregelt wird und das also auch über mehrere Stunden funktioniert?

    Wenn ja, was würde so eine Anlage kosten? Die Eckdaten zur Leistungsaufnahme:
    – Drei- bis Vier-Personenhaushalt mit Lampen, Microwelle, kleiner Wasserkocher, zwei bis drei Computern, ein Fernseher
    – Es gibt keinen E-Herd (läuft mit Gas) und keine Warmwasserbereitung (Durchlauferhitzer/Boiler) weil das bei den dortigen Außentemperaturen mehr als unnötig ist.
    – Die Klimaanlagen ziehen natürlich viel Strom. Aber die müssen ja nicht unbedingt an die Anlage angeschlossen werden; man wird damit leben können, wenn sie abends ausfällt.
     
  5. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    AW: Stabile Stromversorgung in Afrika

    Ich würde da eher versuchen, Geräte zu verwenden, denen das nichts ausmacht. z.B. ein Laptop. dieser hat in der Regel ein Weitspannungsnetzteil und geht ab 100V.
    Auch für Pc s gibt es solche Netzteile z.B.
    Computer-Netzteil CORSAIR CMPSU-430CXV2EU - Computer und Zubehör - Hardware - Netzteile - Pollin Electronic
    Die Mikrowelle wird wohl nicht so einfach sein aufgrund der Leistung, Wasserkocher ebenso, schadet aber nicht wirklich, das Wasser kann man ja auch auf dem Gasherd warm machen, wenn es zu lange dauert.
    Led Leuchtmittel gibt es auch mit Weitspannungsbereich, man muss nur suchen z.B
    LED-Lampe DAYLITE B-E27-250W, 3,8 W, 250 lm - Lichttechnik / Leuchtmittel - LED-Technik - LED-Leuchtmittel - Pollin Electronic

    Ansonsten gibt es natürlich noch magnetische Spannungskonstanthalter
    http://www.voltage-stabilizer-sb.com/downloads/magspako.pdf

    Man muss sich dabei aber bewust sein, das gleiche Leistung bei halber Eingangsspannung auch doppelten Strom bedeutet. Wenn also z.B dein Wasserkocher 2,3 KW hat, sind das 10A. Wenn du aber aus 115 230V machst fließen dann 20A + Verlustleistung der Spannungserhöhung. Du brauchst dann also u.U. wenn die ganze Anlage dran hängt auch einen Stärkeren Hausanschluss.
    Dazu kommt, das sich die Netzprobleme durch solche Maßnahmen verschlimmern. Spätestens wenn mehrere den gleichen Gedanken haben, sinkt die Spannung durch den höheren Strom noch weiter oder fällt ganz aus.
    Wenn man also seine Großverbraucher nur dann betreibt, wenn die Spannung hoch ist, und Licht+ PC weitspannungstauglich macht, ist das für die Gemeinschaft besser.
     
  6. #5 hansano, 12.06.2014
    hansano

    hansano Leitungssucher

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    AW: Stabile Stromversorgung in Afrika

    Es ist ja schon alles gesagt, nur nicht von mir. :)

    Was kostet eigentlich eine kwh vor Ort? Gibt es eine Zählergrundgebühr? Ist der Strom im Vergleich zum Einkommen teuer?

    Würde mich interessieren, danke für Info
     
  7. urwald

    urwald Schlitzeklopfer

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    AW: Stabile Stromversorgung in Afrika

    Bei den Preisen muss ich mich beim Kollegen erkundigen, der die Buchhaltung macht. Info wird nachgeliefert!
     
  8. urwald

    urwald Schlitzeklopfer

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    AW: Stabile Stromversorgung in Afrika

    Verbraucher zu benutzen, die nicht empfindlich sind, dürfte sehr schwierig sein. So etwas vor Ort zu beschaffen ist etwa im Fall der LED-Lampen völlig unmöglich. (Hier in der Elfenbeinküste habe ich schon Schwierigkeiten, simple Steckdosen-Stecker zu kaufen, die auch stabil sind. Und in Benin ist das nicht gerade einfacher.) Dinge, die auf auf Reisen in Europa kaufen können, besorgen wir uns natürlich dort, nicht zuletzt, weil das dort erheblich billiger ist. Aber es ist einfach nicht praktikabel, alle Verbraucher in Sonderversionen zu beschaffen. Deshalb meine Suche nach möglichst einem einzelnen Gerät, was man eventuell in Europa kaufen kann (und idealerweise im Fluggepäck mitnehmen kann – ansonsten halt als Containerfracht).

    Dank eures Hinweises auf die USV bin ich auf das hier gestoßen: Automatische Spannungsregler: PowerWalker AVR scheint ja gar nicht so teuer zu sein (30–40 €) und stabilisiert wohl die Ausgangsspannung, solange die Eingangsspannung zwischen 180 und 264 V liegt (allerdings nicht für Elektromotoren wie Mixer usw.). Gibt es sowas ähnliches, aber in stabiler Ausführung (Mixer- und Kühlschrank-geeignet) mit mehr Leistung – vielleicht zum Einbau in den Sicherungskasten?
     
  9. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    AW: Stabile Stromversorgung in Afrika

    Das Problem versteh ich nicht wirklich. ein karton voll LED-Lampen + ein PC-Netzteil runter schicken ist zu kompliziert, aber ein Spannungskonstanthalter, der bei 3KW leistung wahrscheinlich das 3-fache wiegt und doppelt so groß ist geht.
    Der Spannungskonstanthalter geht von 180V an, die LEDs von 100V an.
    Ich glaube du solltest als erstes mal ein Messgerät runterschicken, um zu wissen, in welchem Bereich die Spannung schwankt.
     
  10. urwald

    urwald Schlitzeklopfer

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    AW: Stabile Stromversorgung in Afrika

    Der Unterschied ist, dass ich das mit dem Spannungskonstanthalter einmal mache, und mir danach keine Gedanken mehr machen muss. Wenn dann übermorgen eine Lampe kaputt geht, können sie sich dort unten selbst eine neue kaufen und müssen nicht ein Jahr lang auf die nächste Gelegenheit zum Kauf warten. Und wenn sie dort unten in einer Woche entscheiden, dass sie einen neuen Fernseher brauchen, können sie den auch dort kaufen. Und wenn sie in zwei Wochen Bedarf für irgendein Gerät haben, über das wir bisher nicht geredet haben, dann können sie das auch dort kaufen. Wenn ich hingegen versuche, alle Geräte in unempfindlicher Ausführung zu kaufen, dann kann ich halt nur ein einziges Mal im Jahr überhaupt einkaufen, nämlich auf der Europa-Reise – und das ist es halt, was problematisch ist.
     
  11. bigdie

    bigdie Freiluftschalter

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    AW: Stabile Stromversorgung in Afrika

    Naja bei LED Lampen, mit 50000 Betriebsstunden muss man darüber nicht groß nachdenken, wenn die mal defekt sind gibt es dann garantiert auch vor Ort welche, wenn es die nicht schon jetzt gibt.
    Und das Argument
    trifft gerade bei einem Spannungskonstanthalter nicht zu, denn dann begrenzt dieser die max. Leistung des Gebäudes und man muss sich dann schon bewust sein, was man alles gleichzeitig betreiben kann, sonst ist das Teil im Eimer oder es fällt zumindest die Sicherung und man steht ganz im dunkeln.
     
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