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Umgang mit Elektrolytresten und Vorgaben zur Akkumulatorenreinigung

Diskutiere Umgang mit Elektrolytresten und Vorgaben zur Akkumulatorenreinigung im DIN / VDE Richtlinien Forum im Bereich ELEKTROINSTALLATION; Recht freundliches Hallo , freut mich sehr, ein beruflich fachlich strukturieres Forum gefunden zu haben. Seid gegrüßt. Kann sein das ich sehr...

  1. ASKI

    ASKI Neues Mitglied

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    Recht freundliches Hallo ,
    freut mich sehr, ein beruflich fachlich strukturieres Forum gefunden zu haben.

    Seid gegrüßt.
    Kann sein das ich sehr ausschweife, aber ich denke jeder soll gleich vorab wissen was ich mein, wobei ich jederzeit türlich für Nachfragen zur Verfügung steh. :)

    so, nun zudem was mich drückt,
    sollte es hierher nicht passen, vielleicht kann mich jemand zielgerecht dann weiterverweisen :confused::


    Den ZVEI entnehme ich, das verdünnte Schwefelsäure, hier bei mir konkret Flurförderfahrzeug-Akkumulatoren betreffend, zwar grundsätzlich als umweltschädigend und von speziellen Entsorgebetrieben zu behandeln angesehen wird,
    andrerseits aber die Schwefelsäure an sich, als "vollkommen in Wasser auf-löslich" tituliert wird.

    Ich darf zusätzlich kurz folgende Textpassagen zitieren:

    Verschüttete Säure mit Bindemittel – z.B. Sand – festlegen,

    Neutralisation mit Kalk / Soda, unter Beachtung der amtlichen örtlichen Bestimmungen entsorgen,

    nicht in die Kanalisation,
    ins Erdreich oder in Gewässer
    gelangen lassen.


    Mein Verständnisproblem, bzw. meine konkrete Frage bezieht sich nun auf die Oberflächenverunreinigung von u.a 40zelligen, 80 Volt-DC Bleiakkumulatoren, mit Kapazitäten bis zu 775Ah, wie sie in gängigen Elektro-Staplern zum Einsatz kommen.

    Gemäß eigenem elektrotechnischem Verständnis / Ausbildung und jeweiligen Herstellervorgaben sind die einzelnen Zellenoberflächen, sowie die Polverbinder(Strecken) an sich und zueinander, stets sauber zu halten damit keine Kriechströme auftreten oder gar Kurzschlüsse, Brände oder Explosionen verursacht werden können.

    Mangels anderweitiger Ausrüstung und detailierteren (Sach)Kenntnissen verwende ich zur (beruflichen) Abreinigung des säurevernetzten und schmutzüberzogenen Oberflächenbelages einen "haushalts"üblichen Hochdruckreiniger.
    Bedingt durch nötige "Wasserstrahl-Schärfe" und des sich ergebenden Anhaltwinkels der Düsen-Lanze ergießt sich das Spritzgut über den Batterietrog natürlich auch hinaus und verunreinigt den Hallen(Beton)boden, wo aufgrund dessen Alters aber nach einiger Zeit nicht mehr viel zu sehen, oder noch "abzunehmen" ist / wäre.

    Innerhalb der Batterie-Zellenzwischenräume sammelt sich naturgemäß das "Waschwasser" aber in größeren Mengen an und muß, nach meinem Wissen, auch jeweils immer gleich konkret abgesaugt werden (?)
    -> entsprechende Vakuum-Behälterpumpe steht mir zur Verfügung.

    Genau jenem "Spritz- / Waschgut gilt nunmehr mein Interesse, bzw. bereitet mir Kopfzerbrechen.
    Gemäß Anordnung meiner Vorgesetzten entsorge ich derlei "Säure-Staub-Wasser-Gemisch" bislang einfach über ein vorhandenes Werkstättenwaschbecken.
    Will konkret heißen, ich leite faktisch, zwar nochmals verdünntes, aber doch eindeutig säurehaltiges und unbehandeltes "Elektrolyt-Restgemisch" in die örtliche Kanalisation ein.
    Da verspritztes "Reinigungs-Wasser", das während der Hochdruckabreinigung auf meine Kleidung oder Gesichtshaut gelangt, noch eindeutige Spuren hinterlässt und die bekannten "Schäden und Auswirkungen" verursacht, muß ich grundsätzlich erstmal auch von umweltschädlicher "Intensität" ausgehen.


    Könnt Ihr mir vielleicht bitte aufzeigen oder mich an geeignete Internetliteratur / Ansprechpartner verweisen,
    um mich, entsprechend eventuell existiererender besonderen Vorschriften und Vorgaben :confused:, auf den neuesten Stand bringen zu können ?

    Gibt es detaillierte und geregelte Vorschriften / Umgangsweisen / Regelungen, wie man grundsätzlich den Oberflächenzellenschmutz zu entfernen und vor allem, sachgerecht zu entsorgen hat, oder ist mit oben benannten Entsorgungshinweisen und Neutralisationsbeschreibung ohnehin nur das "Haupt-Elektrolyt", innerhalb der Zelle befindlich, gemeint ?

    Oder kurz und klar gefragt:

    * Darf ich grundsätzlich überhaupt einen Hochdruckreiniger zur Akkumulatoren-Abreinigung benutzen ?
    * Verstoße ich gegen Umweltvorgaben wenn ich, als beauftragter Mitarbeiter, "Spritz- / Waschwasser"
    das noch säurevernetzt ist, weiterhin im normalen Abwassersystem entsorge ?
    * Ist die evtl. zulässige "Abwasserentsorgung", solchen Restgemisches, abhängig von noch vorhandener Schwefelsäuren-dichte / -Konzentration oder ohnehin grundsätzlich verboten ?
    * Wie wird eine sachkundige Neutralisation ausgeführt ? Wie erkenne ich die "Reinheit" des zu entsorgenden Gemisches ?
    ( Messen möglich ? oder bestimmte Parameter in Zugabe von Soda oder Kalk fest vorgeschrieben ? )
    Darf die dann entstehende "Flüssigkeit" bedenkenlos über die Kanalisation abgeführt werden ?
    * Wie wird in sonstiger, industrieller Benützung, mit Blei-Akkumulatoren umgegangen ?
    Gäbe es definierte und festgelegte Reinigungsarten und nötige Betriebsmittel, die es gülte sich anzuschaffen ?




    Für direkte Auskünfte oder fachlich bezogene Weiterverweisung bedanke ich mich im Voraus ganz freundlich und wünsche allen noch ein schönes WE.


    Markus
     
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